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Schlesisch Blau in der Köpenicker Straße

24. April 2011 by Christiane

heute morgen fragte Thomas mich “ sind wir zu mäkelig“. Hmmmm, möchte ich weder verneinen noch bejahen. Wir wollen einfach nur gutes Essen für einen angemessenen Preis. Wie kommen wir auf diese Unterhaltung? Ganz einfach, obwohl das Schlesisch Blau praktisch vor unserer Haustüre liegt, waren wir gestern Abend zum ersten Mal mit unseren Freunden den Strafis da. Für 17 € gibt es ein 4-Gänge Menü. Kann man nicht meckern. Gestern gab es zwei Suppen eine Spinat- und eine Spargelsuppe zur Auswahl. Die holt man sich selber von der Kochmaschine. Danach bekommt man Salat in der hübschen Schüssel auf den Tisch und kann zwischen diversen selbstgemachten Essigen wählen. Dazu Brot & Butter. Danach die Qual der Wahl zwischen 3-4 verschiedenen Hauptgängen, gestern Seelachs, zweierlei vom Lamm, Schweinebauchkrustenbraten, Boeuf Burguignon und Maultatschen, danach Desserts diverse Tartes.
Wir probierten beide Suppen aus und waren uns recht einig, dass beide alles andere als gut waren. Die Spinatsuppe schmeckte nur nach gehäckselten Spinat mit deutlich zu wenig Geschmack. Die Spargelsuppe war schlecht legiertes Spargelwasser. Nicht cremig nicht sonderlich geschmacklich gewürzt. Hmmm das ist das hochgelobte Essen vom Schlesisch Blau? Na ja.
Der Salat war eine hübsche Mischung diverser Sorten inkl. Sprossen. Nichts auszusetzen. Danach wählten wir alle einen anderen Hauptgang. Mein Wahl fiel auf das Boeuf. Meine Erwartungshaltung war zart im Mund zerfallendes Fleisch, würzig sämige Sauce, kräftiges Kartoffelpüree. Das Fleisch zerfiel nicht, die Sauce war dünn, wässig und geschmacksarm. Das Püree ließ ne Menge Salz vermissen. Der Spargel war gut und wunderbar bissfest. Thomas sein Lamm mit den Ratatoille war ok, aber nicht dem entsprechend was Thomas sich vorgestellt hat. Langweilig fiel das Wort. Torsten war mit seiner Schweinekruste (sah lecker aus) sehr zufrieden, Soße, Kraut prima. Claudia nannte ihren Fisch eine zwei minus. Als Dessert entschieden wird uns dann für die Mousse au Chocolate Tarte und Limonentarte. Beides lecker. Mittlerweile war der Landen superlaut, warm und wir entschieden in den Salon Schmück auszuwandern. Der Service, Andechser Bier und Grauburgunder waren prima. 17 € für ein Menü hin oder her, es war besseres Kantinenniveau und alle Schlesisch Blau Fans werden uns sicherlich lynchen, aber das war echt nichts. Gerade bei Hausmannskost – und gerade wenn diese aus Frankreich kommt, erwarte ich mehr Aroma. Mein Bouef lies den Burgunder in der Soße missen und auch Bouquet Garni hätte nicht geschadet und die Kartoffeln wollten sicherlich nicht für dieses Fade Püree sterben.


1 Kommentar »

  1. sabine sagt:

    das muss ich leider bestätigen. stimmung und bediehnung fand ich sehr gut, weine auch. doch das essen, das so angepriesen wird, war nur mittelmäßig bis schlecht. suppe kalt, wässrig und die zwiebeln nicht durch. hauptgericht (spanferkel) schmeckte und roch nach Schwein, was mich wirklich übellaunig machte. meines nachbars buntes beilagengemüse war schlimmste dosenqualität. kuchen war dann gott sei dank sehr gut. aber alles im allem überbewertet.

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