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‘Internationales’ Category

  1. Bar Raval von Daniel Brühl in der Görlitzer

    Februar 27, 2011 by Christiane

    Tja, darüber würden wir gerne berichten, können wir aber nicht! Und warum? Ganz einfach, wir sassen doch geschlagene 15 Minuten im Restaurant und wurden einfach, schlich ignoriert. Kein Winken, kein Entschuldigung, hallo, huhu wirkte. Das Personal war so mit sich selbst beschäftigt…puuh. Gäste die wohl schon einige Zeit vor uns dort waren und somit vor uns bestellten, bekamen als wir aufstanden und gehen wollten endlich ihre Flasche Wein. Das nenne ich mal Tempo.

    Ansonsten: es roch noch sehr nach Farbe, dafür können sie nichts – war aber auch nicht appetitanregend, zu den Speisen, keine Ahnung, ne Karte haben wir ja nie zu sehen bekommen. Die Einrichtung wohl einer klassischen Tapabar aus Barcelona nachempfunden. Hochtische mit Barhockern, recht kühl, schlicht im Ambiente. Da darf man auf jeden Fall nicht zu tief in den Rioja schauen, der Fall kann tief sein. Aber gibt es denn dort überhaupt Rijoa? Ich erinnere, wir haben keine Karte gesehen. Jetzt möchte ich mal folgende Aussagen treffen: Kann alles passieren, wenn man gerade vor ein paar Tagen aufgemacht hat, aber das darf nicht passieren.

    Bin gespannt ob die in K’berg überleben

    http://barraval.de/

    Nachtrag: überraschenderweise hat Bar Raval auf meinen Bericht reagiert – siehe dazu Kommentare


  2. Restaurant Le Piaf in Berlin

    Januar 16, 2011 by Christiane

    Kurz vor Weinachten häufen sich ja wie jedes Jahr die Geschäftsbesuche und somit auch die Geschäftsessen. Als zog es uns am 22.12, von meinem Chef ausgesucht, in das Restaurant *Le Piaf* in der Schlossstraße in Charlottenburg. Alt eingesessen, in sehr schöner Lage doch leider mir noch unbekannt.

    Der Tisch war vorsichtshalber reserviert, welches sich auch als notwenig herausgestellt hat.  Wobei ich sagen muss, unser Tisch war ein wenig unglücklich. Direkt am Durchgang, so dass man nur versetzt sitzen konnte, wenn man den laufenden Restaurantbetrieb nicht körperlich blockieren wollte. Nun gut, es gibt bestimmt schlimmeres. Der französische Kellner ist auch recht schnell mit den entsprechenden Karten gekommen und wir waren erst einmal mit der Speisen- und Getränkeauswahl beschäftigt. Es gibt eine feste Karte, sowie ein wechselndes Tagesangebot. Beides in französischer Sprache abgefasst und daher natürlich erklärungsbedürftig. Welches der Kellner auch mit vielen witzigen und lustigen Einlagen gerne machte.

     

    Wie immer, wenn ich vergleichen möchte, entschied ich mich für eine klassische Vorspeise und Hauptspeise: Vorspeise:  Escargots au Beurre d´Ail ( 6 Schnecken in Knoblauchbutter) für  7,20 € und als Hauptspeise: L’ Entrecôte Sauce Béarnaise, pommes sautées ( Entrecôte mit Sauce Béarnaise und Bratkartoffeln ) für  16,80 €. Als Wein habe ich einen weißen Hauswein genommen.

     

    Die Schnecken waren schon sehr einfach angerichtet, will sagen, ein wenig mehr Gewürze hätten nicht geschadet. Alleine Knoblauch hinterlässt zwar einen gewissen Duft, doch als mehr oder weniger einzigstes Gewürz doch recht wenig. Das Ganze für 7,20 € ist doch preislich anspruchsvoll. In vergleichbaren Restaurants gibt es da schon mal 12 Schnecken. Die Hauptspeise war solide gemacht. Das Fleisch auf den Punkt, die Sauce wie man diese erwartet. Doch bei den Bratkartoffeln, nee nee das kenne ich schon erheblich besser. Dieses sollten schon die gleiche Größe haben und außen kross und innen nicht lappig  Nun gut, bei Bratkartoffeln bin ich halt gnadenlos. Und schon erstaunlich, wie oft diese einfach nicht gut sind. Auf eine Nachpreise habe ich verzichtet.

     

    Insgesamt ist es ein sehr netter Laden, viel Atmosphäre, man ist schon für ein paar Stunden nach Frankreich entschwunden. Das Preis – Leistungsverhältnis mag für Charlottenburg stimmen. Als verwöhnter Kreuzberger alles 2 bis 3 Eurochen zu teuer oder einfach für den Preis nicht Top genug. Wobei der Preis für den Hauptgang – nach einigem überlegen – preislich doch ok ist. Freds Entrecote oder Moniseur Moustache sind doch etwas teurer.

    O.K. das Ganze ist mal wieder meckern auf hohen Niveau. Ich werde das La Piaf bestimmt mal wieder besuchen. Besonders im Sommer, wenn man die schöne Terrasse nutzen kann.

     

    http://www.le-piaf.de/

     

     


  3. Tapas Nummer 6 Beermannstraße 6 Treptow

    Januar 16, 2011 by Christiane

    Auch diesesmal fanden wir auf Grund von MundzuMund-Propaganda unseren Weg in diese kleine, kleiner, am allerkleinesten Tapas Bar in Berlin. Eine Kollege hatte gehört, da würde es was ganz nettes in der Beermannstraße geben.

    Mit einer spanischen Kollegin hatte ich einen Termin in der Schlesischen Straße um mit einem Partner gemeinsame Aktionen für Spanien zu besprechen. Also was iegt näher, als danach unsere la pataza del almas zu schnappen (was glaube ich jetzt peruanisch ist) zu schnappen um mit viva espana den arbeitsreichen Tag ausklingen zu lassen. Schnell reserviert – absolut notwenig bei 12 Plätzen – und den kleinen Laden gestürmt. Der – ich erwähne es gerne nochmals – mini, mini, supermini ist. Die Karte verspricht alles was man mag und so kennt von Tapas. Aber da wir eine waschechte Spanierin bei uns hatten, konnten wir uns releaxed zurücklegen (und die Schuld falls es nicht schmeckt ihr in die Schuhe schieben :-) ) und K.A. bestellen lassen. Sie entschied für die 2-Personen Platte und einige extra Tapas. Ich zähle mal so ganz allgemein auf: Manchego, Anchovis, Kichererbschen, Aioli, kanarische Kartoffeln mit versch. Mojos, Pimentos, Salat, russischer Salat, Tortilla mit Tunfisch, Datteln im Speckmantel, Oliven, Chorizo getrocknete Tomaten…kurz gesagt, der Tisch bog sich. Thomas und ich alles Laien (na ausser bei Schnitzel, schwäbischem und so) würden sagen, lecker, ordentliche Portionen, jummy. Wir wurden prima satt. K & J – die Profis waren ihren Aussage nach zu urteilen, ebenfalls sehr zufrieden. Auch die Crema Catalana sah gut aus, schmeckte wohl, wobei mein geübtes Creme Brulee Auge sagen würde, a  biserl is der Zucker angebrannt.

    Die Platte für zwei Personen liegt bei 19.50€ und mit ein paar Extras ist das für 4 ausreichend. Die spanische Weinkarte wurde ebenfalls als postiv anerkannt. Die Flasche von dem Weißen kostet 12.50€.

    Zum Lokal selber, habe ich schon mal mini, klein, winzig erwähnt? Ja also, zusammengewürfeltes Mobilar, bischen trashig (gerade die Toilette), bunt, irgendwie witzig und ein Örtchen (nicht das Klo) um prima zu versumpfen und stundenlang zu ratschen, essen, trinken (wenn man dann auch alleine drin ist, ja auch zu rauchen). Für den Sommer gibt es eine kleine Terasse.

    Das Personal (ähm, es gab nur die Kellnerin und der Koch) nett. Leider kam sie mit den Weinen ein bischen durcheinander und wenn geübte Trinker dabei sind, empfiehlt es sich a) am Wochenende hinzugehen b) zu fragen, wieviel von dem Wein es noch gibt. Der geht halt mal schon nach dem zweiten Gläschen aus.

    Unbedingt reservieren, nicht weitersagen, da noch ein echter Tipp und einplanen, dass man auf Grund – ach es ist so nett, lass uns noch ein Gläschen trinken und die Aioli ist auch so superlecker  – am nächsten Tag freinehmen. Ach…das nenne ich dolce vita (ja, ich weiß ist italienisch)

    Reservierung unter:0179-7477704

    Mehr http://www.berlinerfresse.de/2008/10/20/tapas-nr-6-leckeressen-geheimtipp/

     

     


  4. Taverna Odyssoys Fridelstraße Neukölln

    Januar 16, 2011 by Christiane

    Manchmal habe ich einfach tierisch Lust auf richtig viel Fleisch, Knoblauch, Ouzo, sattessen.. so geschehen am 01.01.11. Schon am morgen hatte ich großen Appetit auf Zaziki und erinnerte mich an das nette, griechische Lokal tief im Süden von Deutschland, welches unglaublich hässlich eingerichtet war, aber die Mama superlecker kochte.. also schwelgend in meinen Kindheitserinnerungen beschlossen wir griechisch Essen zu gehen. Und zwar in die Taverny Odyssoys in der Friedelstraße.

    Was zeichnet dieses Lokal aus? Nun, zum einen, dass es einen Raucherbereich gibt und der Besitzer immer supernett ist. Den Gelüsten des ganzen Tages entsprechend, bestellte ich -klar- Gyros mit selbergemachten Pommes und Zaziki satt für 9.50€. Thomaso wählte – auch klar – Calemare. Erwartet hatte er die Standard im Fettmäntelchen Calemare und wurde zu seiner Freude sehr überrascht. Es gab nicht die kleinen Gummiringchen, sondern richtig leckere Pulpoärmchen. Nicht gummiartig sondern zart und würzig. Sehr fein. Preis so um die 9€ Dazu gab’s natürlich einen sehr angenehm gekühlten Ouzo. Mein Gyros entsprach den Erwartungen. Will heissen, war prima aber keine Überraschung. Angenehm waren wir gesättigt und werden  auch wieder kommen. Wobei wir das nächste Mal den Griechen “die blauen Tische” ein Stück weiter die Straße runter testen wollen.

    Das Odyssoys ist ein wirklich netter Grieche der gut zu Rauchern ist und im Sommer gibts auch ein paar Plätze draussen, die es einem erlauben dem treiben von Neukölln und dem Maybachufer zuzuschauen.

    Friedelstraße 37, Berlin - 030 6239762

     

  5. 23 Minuten Romantik im Ristorante Aida in Charlottenburg

    November 14, 2010 by Christiane

    immer wenn ich kleines Vermögen beim Frisör (sorry, Coloristen und Hairstylist) losgeworden bin, holt mich der gute Ehegatte ab, damit ich meine Charlottenburger glattgeföhnte, erblondete Mähne adäquat den Wilmersdorfer Witwen vorführen kann. Auch so vor ein paar Wochen geschehen. Eigentlich wollten wir meine Giselle Bündchen (O-Ton, mein Stylist) Mähne in der “dicken Wirtin” präsentieren. Aber Fußball machten uns einen kleinen Strich durch die Planung.

    Also gingen wir ein bisschen planlos in das Restaurant Aida, vor dem unser Auto stand.

    Innen gediegen (passte gar nicht zu meinem Haar!) etwas spiesig – aber egal um’s Essen gehts ja. Die Karte bekamen wir sofort und entschieden uns für echte Spagetti Carbonara (hah!) 7.50€ und einen Vorspeisenteller mit Vitello Tonnato, Mozarrella-Tomatenrolle mit Pesto und Carpaccio. Zauberhände in der Küche schafften es zeitgleich mit den Getränken unser Essen nach 3 Minuten auf den Tisch zu stellen. Ob Harry Potter hier einen Nebenjob hat? Die Carbonara waren der übliche Sahne-Speckkram. Nicht die “echten”..pfui! Ist wie Schnitzel Wiener Art als das echte Kalbsschnitzel zu verkaufen.

    In weiteren 3 Minuten waren ebenso die Spagetti und der Vorspeisenteller aufgegessen, der sehr gut war aber für 12€ sehr übersichtlich.

    Auf die Frage der Kellnerin, ob’s geschmeckt hat, antwortete der traurig dreinblickende Thomas, mit nein. Er hätte keine Sahnesauce erwartet. Darauf die Dame – Carbonara sei halt kompliziert (??).

    Nachdem insgesamt – nicht geschätzten auch nicht gefühlten – 23 Minuten haben inkl. der Zahlung das Aida verlassen und sind schweigsam nach Hause gefahren. Bei soviel Romantik hätte ich mir auch ne Pudelmütze aufsetzen können und in der Sonnenallee (bestimmt glücklicher) einen Döner futtern können.

    Sicherlich kan man sagen, die finden immer ein Haar in der Suppe, aber gutes Essen ist halt ne haarige Angelegenheit.

    http://www.aida-ristorante.de/

    PS…ich sehe natürlich nicht wie ne olle Mutti aus wenn ich vo Friseur komme, sondern echt chic, so..muss ja auch mal gesagt sein..


  6. deux ou troi choses, Bistro Lyonese Kreuzberg

    November 14, 2010 by Christiane

    Vor kurzem hatten wir vorübergehend eine französische Mitbewohnerin  Aanor die uns unbeabsichtigt einen ganzen neuen Blick auf das französische Berlin erlaubt hat. Auf einmal fiel auf, wieviele französischen Restaurants, Brasserien, Bistros und Creperien gibt.

    Welch ein Zufall, dass seit ca. 4 Wochen in der Köpenicker Straße 10a ein neues Restaurant, das deux ou troi choses, eröffnet hat. Letzte Woche Samstag Abend haben wir es erstmalig mit Freunden aufgesucht. Das Lokal selber ist hell, dunkle Möbel und verfügt über einen tollen Kachel-Kaminofen. Nett, kuschlig, romantisch mit dem Kerzenlicht und Kaminfeuerschein..Schmeichelhaft für den Teint :-)

    Eine “feste” Speisekarte oder Weinkarte gibt es nicht. Auf der Tafel vor dem Restaurant kann man die Menüs des Abends erlesen bzw vom Maitre berichten lassen. Gefällt mir!

    Die Weinempfehlungen werden dazu vom Sommelier ausgesprochen.

    Nachdem wir den letzten freien Platz ergattern konnten (gut, wer hätte gedacht, dass schon so schnell reserviert werden muss) entschieden wir uns an diesem Abend für Herzragout (nee, ich nicht) mit Späzle, knusprige Sardine auf Belugalinsen und Kartoffellauchsuppe als Vorspeisen. Zum Herzragout kann ich nicht’s sagen. Chris wirkte aber zufriden. Thomas sein Starter mit der Sardine war würzig, knusprig lecker. Die Kartoffelsuppe (eine klare Brühe – oder Wasser?), mit ein paar Kartoffel- und Lauchstücke und gelackte Geflügelleber fand ich sehr fade. Da half auch das Salz welches am Tisch stand nicht. Langweilig dazu zu sagen ist fast untertrieben. So kann’s auch Erasco! 5€ kostet jede Vorspeise.

    Zum Hauptgang entschieden wir uns für einen Loup de mer auf Meeresfrüchtesauce und zweimal Ochsenbäckchen auf einem Lauchgemüse. Die Bäckchen waren ordentliche Backen und zart im Geschmack. Das Lauchgemüse sah allerdings eher wie Glasnudeln aus. So ein bischen Kartoffel oder so hätte nicht geschadet. In sich aber alles sehr gut und reichlich. Der Loup war knusprig gebraten und sehr gut. Die Meeresfrüchtesauce war eher ein Süppchen mit Gemüse und Miesmuscheln. Geschmacklich prima, aber doch eher ein Süppchen. Preis für jeden Hauptgang 15€

    Zum Dessert entschieden 3 von 4 für die Creme Brulee mit Quittenkompott. Wurde nett im Glächen serviert und schmeckte nett nach Vanille. 5€ pro Dessert ist zu berappen.

    Zum Wein, ich weiß nur für Wein und Wasser haben wir rund 80€ berappt – kann ich nur sagen - sie waren sehr  gut. Der Sommelier lohnt sich (auch sein Outfit :-) ). Ideal ist sowas natürlich, wenn man einen echten Weinliebhaber- und Kenner bei sich hat. Thomas und ich hätten uns profan immer für den Hauswein entschieden :-)

    Fazit: Ich bin eigentlich schon ein Fan davon, eine Getränkekarte zu haben auch wenn es in Lyon üblich ist, sich preisneutral beraten zu lassen. Es ging mir auch ein bischen zu schnell, 3 Gänge in 60 Minuten geniessen zu müssen oder dürfen. Da habe ich schon lieber ein bisschen mehr Pause zwischen den Gängen. Ansonsten, war es ein schöner Abend, lag aber auch an der Begleitung. Wem nach einem Bonsoir, Salut und Merci mit französischem deftigem Essen aus Lyon ist, dann ab in’s Bistro Lyonese

    http://www.qype.com/place/1587317-Deux-ou-trois-choses-Bistrot-Lyonnaise-Berlin


  7. neulich im Rodeo Berlin in Mitte – CLOSED

    November 14, 2010 by Christiane

    lange wird es ja leider das wunderbare Rodeo im alten Postfuhramt nicht mehr geben. Grund genug das Ersparte zusammenzukratzen und mit Freunden nochmals einen genussvollen Abend erleben.

    Dank der Freundschaft mit Tilo, bekamen wir einen superguten Platz am Rande, der zumindest uns Mädels einen ungetrübten Blick auf den Rest des Restaurants erlaubte. Nach unseren Apertifs entschieden wir uns für die diversen Menüs. Hier möchte ich nur kurz über meines berichten, welches aus einen Dreierlei vom Fasan als Vorspeise bestand (Praline, Capuccino und Pastete) einem Hirschsauerbraten & Hirschfilet mit Pastinakenpüree und einer Orangemousse. Das Fasanendreierlei wunderbar harmonisch, leichter Wildgeflügelgeschmack im Capuccino, Pastetchen zart, luftig und die Praline kräftig im Geschmack. Vielleicht ein bischen fest. Aber das ist mal wieder auf höchstem Niveau gemeckert. Das Hirschhauptgericht, wie soll es anders sein - herrlich zart – das Fleisch zerfiel regelrecht im Mund und das Pastinakenpüree harmonierte mit seiner Süße wunderbar mit dem herben Wildgeschmack. Die Sauce -  statter Glanz, satter Geschmack - molto bene.

    Auch das Dessert, sehr fein und bildete einen sowohl optisch als auch geschmacklich hervorragenden Abschluß.

    Ganz besonders möchte ich auch bemerken, dass Thomas sein Fisch ebenfalls bestens gemundet hat und perfekt gewürzt war :-) . Tilo, Andi, Daniel und der Rest – wir vier haben uns an dem Abend bestens amüsiert und ausgesprochen lecker gegessen. Auch vielen Dank an den Gruß aus der Küche – die zarte, leicht glasige Jakobsmuschel auf Wildpilzen.

    Wir sind jetzt schon traurig, dass es diese wunderbare Location bald nicht mehr geben wird.

     ***PS..ist mir wieder eingefallen, Thomas wählte als Vorspeise das Rote-Beetchen-Süppchen mit Räucherbonbon…er war sehr begeistert. Jetzt muss ich wohl einen Aal zur Praline machen und nachkochen..


  8. Ming China Restaurant in Mitte

    Oktober 17, 2010 by Christiane

    nachdem ich von Tobias den Eintrag zur “Fast-Food Pekingente” gelesen habe, und mir das Wasser im Munde zusammenlief, erinnerte ich mich an Hoa’s Empfehlung dem Ming in der Brückenstraße.

    Vergangenen Samstag Spätnachmittag, nach dem Xten Ausflug zum vermalidaiten Baumarkt, betraten wir das Restaurant bei der Chinesischen Botschaft.

    Nachdem ich mit Hoa auch noch über die besten Dim Sum In Berlin ausgestauscht habe, fiel mir die Entscheidung trotz üppig, verlockender Karte leicht. Frau F. wählte: D1, D4, D8 und D11. In Übersetzung: Gedämpfte Teigtaschen mit Schwein, gedämpfte Reismehltaschen mit Garnelen, gebratene Hefeklösse mit Schwein und gedämpfte Teigtaschen mit Garnelen, Huhn und Schwein. Dazu gab’s ganz traditionell ein wenig Essig.

    Das Ming ist bekannt für seine traditionelle Küche ohne ChiChi und Heckmeck. Jeweils 4 DimSum gab’s als Portion. Mehr als nur reichlich und sehr lecker. Dazu passte hervorragend das Tsingtao Bierchen. Thomas wählte knusprige Entenbrust mit Morcheln und Glasnudeln für 13.50€. Auch hier eine reichlich bemessene Portion. Beiden waren wir sehr zufrieden.

    Die DimSum kosten zwischen 3.50€ und 4.80€. Das Restaurant ist klassisch rot und gold eingerichtet. Viele Chinesen kommen dort zum Essen, daher gibt es Hühnerfüße, Qualle, Pansen, Schweineohren-Sülze, Hühnermägen und andere ach so leckere kleine Leckereien. Gut, dass ein Teil der Karte nur in Chinesisch ist :-)

    http://www.ming-dynastie.de/

    Am Wochenende sollte man reservieren, da es abends ein Buffet gibt, welches sehr, sehr lecker aussah. Auch wenn chinesisch essen ein wenig altmodisch anmutet (da gerade Thai oder Vietnam in ist), ist es doch mal wieder schön spießig zu sein.


  9. Lavanderia Vecchia Neukölln

    September 12, 2010 by Christiane

    während Katrin’s kleiner Bruder kulinarisch aufregendes aus China berichten kann, hat es uns in das nicht minder aufregende Neukölln verschlagen. In die wunderhübsche Lavanderia in einem zweiten Hinterhof in der Flughafenstraße. Einschlägige Berichte lasen wir bereits in den üblichen Stadtmagazinen, mehrfach wurde wir gefragt, wart ihr da schon? Jetzt können wir mit einem wissenden Blick großspurig sagen, natürlich, selbstverständlich! Yes, wir waren da und würden gerne gleich wieder heute abend hingehen und morgen und übermorgen und…Aber stop…ein paar Stunden zurück.

    Reserviert hatten wir für gestern Abend. Erwartungsvoll betraten wir die ”alte Wäscherei”. Cooler Laden war sogleich mein erster Gedanke. Weiße Tische und Stühle, schöne altmodische Tischdecken, überall Wäscheleinen mit schönen alten Geschirrtüchern, offene Küche, indirekte Beleuchtung. Der Wohlfühlfaktor trat sofort ein.

    Freundlich wurden wir an unseren Platz geführt, der uns einen perfekten Blick auf die offene Küche und die Köche erlaubte. Da es ein “Einheitsmenü” gibt, blieb nur noch die Entscheidung zwischen Rot- oder Weißwein. Wasser, Öl, Brot, Salz, Pfeffer standen schon bereit. Die Teller fröhlich gemustert, endlich mal kein Einheits-Gastrogedöns. Prima, prima. Wir wussten bereits aus dem Internet was uns serviert werden würden und warteten daher hungrig und erwartungsvoll auf die 10 AntiPasti’s. Und schon gings auch los. Gestartet wurde mit einer klaren Fischsuppe, an der wir schnupperten und schmeckten. Ich fragte natürlich gleich “besserwisserisch” nach ob die Suppe auch aus Muscheln und Anis gemacht wurde, was der Chef nach einer kurzen Rückfrage verneinen musste. Der wunderbare Geschmack kam von Meeresfrüchten (na ja sooo weit war ich jetzt auch nicht enfernt, paah). Sehr lecker. Danach folgte ein kleines Scheibchen Brot, welches ich mit Aioli identifizierte. war aber auch nicht so. Also hielte ich bei den vielen nachfolgenden Gängen lieber meine Klappe und machte diese nur auf, um wieder was superleckeres in diese zu schieben. Danach gab es wunderbaren Mozzarella mit Tomatenconfit (ich dachte Büffelmozarella, war aber aus Kuh und dem Umland – perfekte Täuschung), hervorragend fritierten Pulpo, wunderbar zartes Vitello Tonnato mit einer leichten Tunfischsauce wie sie besser nicht sein könnte, Carpaccio mit Ruccola und Bresaola, Bruscette und..und..und. Dazu prima Brot. Als “zweiter” Gang wurden uns superschmale frische Taglioni mit einer Art Pilzen (vermuten wir mal, bin jetzt aber vorsichtig) serviert, die ebenfalls ausgezeichnet waren. Als Hauptgang gab es Kalbsbäckchen – sowas von schweinelecker – wobei der Begriff schweinelecker nach Brahms Tierwelt so wohl nicht korrekt ist. Zart, mürbe, das kleine Bäckchen zerfiel regelrecht im Mund und hinterliess nur ein perfektes Wohlfühlgefühl… Yummy!

    Als Dessert wurde eine Torta susina gereicht, ein Desserkuchen mit geschmackvollen Pflaumen. Auch wieder sehr fein und rundete den Abend auf’s Beste ab. Zum Menü gibt es soviel Wein und Wasser wie man möchte – für schmale 39€. Ich kann nur sagen, das Geld war sehr gut angelegt und wir gingen sehr glücklich und zufrieden nach Hause..und träumten von leckeren AntiPasti, einem glücklichen Kälbchen was uns sein Bäckchen schenkte.

    Wir sind ja auch große Fans der Hostaria in der Mittenwalder und in der Gräfestraße. Also die Lavandaria kann den beiden mehr als nur das Wasser reichen und da alle doch so unterschiedlich von der Lokalität sind könnte man Montags hierhin gehen, Dienstags dort und Mittwochs da..(danach gehts dann straight ahead zum Schönheitschirugen, Magenband anlegen.)

    http://www.lavanderiavecchia.de/

    PS: Der Service – um diesen nicht zu vergessen – war sehr freundlich und aufmerksam, nur hätten wir uns gewünscht, das uns die einzelnen Gänge angesagt worden wären. Es liegt zwar der Menüplan aus, aber die Reihenfolge bei den Antipasti waren machmal anders und unser italienisch ist nun, sagen wir mal so,…aähmm….rudimentär. Aber das ist auch schon das Einzige was es zu meckern gibt..

    Also volles Lob für die Lavanderia Veccia und seinen hochbegabten Koch. Wir kommen gerne wieder, bis dahin arrivederci, ciao bella Lavanderia….


  10. Restaurant Mumbai in Ägypten, Hurghada, Grand Hotel Mall

    Juli 24, 2010 by Christiane

    von aussenwie kommt man auf die Idee, über ein indisches Restaurant in Ägypten zu schreiben? Ganz einfach – weil wir dort waren und sowohl vom Essen als auch der Atmosphäre und Einrichtung sehr begeistert waren.

    Gut, mag auch sein, dass uns das Essen im Hotel gelangweilt hat (und wie!!!).

    Als Appetizer gab es ein phantastisches Ananas-Zimt-Chutney, Tandori-Zwiebeln und eine scharfe, würzige rote Sauce. Sehr gelungen. Wie wir erfahren haben, fliegt der Chefkoch auch regelmäßig nach Indien um frische Gewürze und Kräuter zu kaufen. Gut so!

    Als Vorspeise bestellten wir uns Samosas, die genauso schmeckten wie sie sollten.

    Für den Hauptgang entschieden wir uns für Murg Tikka Masala (Hühnchen mit Tomaten-Zwiebeln), begleitet von Reis und Naan Garlic (Traditionelles Brot mit Knoblauch) und Thomas für Mumbai Kepab Selection die aus Samosas, Chicken Tikka und Ajwaini Mati Tikka (Fischsteaks mit Joghurt-Kardamon-Sauce) bestand. Alles sehr fein gewürzt, cremig..lecker. Portionsgröße wie auch in Deutschland gewohnt.

    Zum Dessert bekamen wir vom Restaurantbesitzer noch Zaffani Phirni, einen Pudding aus Semiola-Gries mit Pistazien und Safran. Habe ich noch nie gegessen, würde ich aber wieder :-)

    Weil es so lecker war, besuchten wir das Restaurant gleich ein paar Tage später wieder. Diesesmal entschieden wir uns für Lacka Paratha (geschichtetes Brot mit Butter), Gosh Seekh Kepab (indische Lammkepabs aus dem Holzofengrill) und Lammkotletts mit Ingwer aus dem Tandooriofen.

    Nicht billig dat janze, also wer günstige Ägypten-Preise erwartet wird enttäuscht. Die Preise im Mumbai Restaurant, entsprechen denen in Deutschland. Aber das wars wert. Einfach sehr lecker und gut..und es hat so schön gerochen. Allein dafür würde ich wieder in das ansonsten stinklangweilige Hurghada fahren.

    Zu finden in der Grand Mall auf der rechten Seite.

    Restaurant Mumbai