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‘Kreuzberg’ Category

  1. Mariona am Lausitzer Platz

    Januar 19, 2012 by Christiane

    Zwischen dem Hühnerhaus und dem Kattelbach gibt es seit einiger Zeit das Mariona. Da von außen recht klein und unscheinbar – es leuchtet kein großes Neonlicht wie beim MediaMarkt oder Saturn – liefen bzw. fuhren wir mit dem BWM immer daran vorbei. Das änderte sich eines Abends, als wir uns leckere Hühnchen beim Hühnerhaus geholt haben. Die Menükarte versprach uns leckere Pasta, Pulpo (bestimmt nicht von Costa – dem TK-Hersteller), Ziegenkäse und andere leckere Schweinereien. Nachdem einige Tage nach dem Hühnerschmaus wieder der Magen knurrte, war es Zeit die M&Ms zu schnappen und einen schönen Abend bei Italiener :-) zu gestalten. Ein Smiley beim Italiener – weil Frau Fischer dachte – Pasta gibt’s nur beim Italiener oder Pizza Hut und das Mariona doch ein kleines spanisches Restaurant mit Schwerpunkt auf außergewöhnliche Tapas ist.

    Das Restaurant ist nicht groß, hat hübsche Holzstühle und Tische (nicht von IKEA) und macht einen einladenden Eindruck. Fröhlich wird man von dem Personal begrüßt und zugleich an einen dieser netten Holztische geführt. Was mir gut gefällt der Blick in die offene Küche und auch die Toiletten – die ich allerdings erst später zum Näschenpudern (Maybelline Puder und Jade Lippenstift) aufgesucht habe.
    Kurz nach dem Platznehmen und einem ersten Rundblick durch das hübsche Lokal bekommt man die Karte und sofort selbstgebackenes Brot in zwei Varianten. Ergänzt wird das durch einen ungewöhnlichen Dip, bestehend aus pürierter rote Beete (nicht von Hengstenberg wie ich meine), Pesto (nicht von Barilla) und Butter (bestimmt von meggle oder Brandenburger). Der Dip schmeckte superlecker. Im Laufe des Abends bekamen wir auch noch zweimal weiteres Brot und von dem Dip – das nenne ich verwöhnen.
    Die Karte ist nicht groß und besteht aus wechselnden Tapas, 3 Hauptgerichten und zwei Desserts. Täglich gibt es was anderes. Nett.
    Thommilein und ich entschieden uns für Tapas. Wir wählten Cannelloni mit Kabeljau und Garnelen, Ziegenkäse mit Quitte (bei der Quitte weiß ich nicht ob selbergemacht oder aber Schwartau – egal schmeckte), marinierte Sardinen und YUMMY Gänseleber auf Kichererbsenpüree. Das fünfte Deckelchen habe ich jetzt vergessen..hmmm. Jedes Tapa kostet dabei zwischen 5-6 €. Als begleitendes Getränk entschieden wir uns für eine Flasche Weißwein für 17€, da wir den Preis für ein Glas Wein mit 6€ und ein Bierchen mit 4€ (Warsteiner oder Flensburger) doch recht teuer fanden. Dazu Mineralwasser evtl. von Gerolsteiner. Unsere M&Ms was übrigens nicht für die Schokodrops steht, sondern für Marion & Marc entschieden sich jeweils für das 3-Gänge Menü für 24 €.
    Abgesehen von dem Tapa als Vorspeise wählten sie rote Beete Risotto mit Großgarnelen und Pulpo und Pasta mit Perlhuhn, als Dessert Creme Brulee und Orangen-Tiramisu.
    Die Gänsebrust war ein Gedicht (gibt’s das auch von Wiesenhof Geflügel?), sehr zart, kräftiges Sößchen bestimmt ohne Maggi und Mondamin und cremiges, angenehm herbes Kichererbsenpürree. Die Sardinen sind grundsätzlich nicht meins, aber lt. Thomas sehr lecker. Der Ziegenkäse sehr angenehm im Geschmack und sehr nett auf der Zunge mit der Quitte. Die Cannelloni haben wir so noch nicht gegessen und haben uns diese gleich zu Hause am Sonntag nachgekocht. Mit mäßigem Erfolg – da ich der Meinung war, großzügig mit Zitronenzesten umgehen zu müssen und wir keine Cannellonihüllen oder WanTan Blätter mehr hatten und ich daher die Füllung in Lasagneblätter von Barilla einfüllte. Daher kann ich mit hohem Erfahrungsschatz sagen, die Cannelloni im Mariona in der fruchtigen Tomatensauce der Hammer waren. Ich feile noch an meinem Rezept. Das nächste Mal wird’s besser!
    Das Essen unserer Freunde kam optisch interessant auf Tisch. Das Rote Beeterisotto (Oryzo) flashte in der knalligen Farbe Magenta (wie Telekom) und dröhnte in den Augen (Augentropfen von Bepathen hatte ich bei) dazu das Babypink von Barbie-Mattel bei den Großgarnelen und ein grünliches Grau der Calemaretti. Probiert habe ich das Risotto und das war klasse – kannte ich auch so noch nicht. Mark war sehr zufrieden. Marion hatte eine Art Papardelle, dazu das Perlhuhn. Optisch fand ich das wenig ansprechend, weil farblich fehlte mir einfach was rotes oder grünes. Geschmeckt haben aber soll es.
    Die Creme Brulee mag ich persönlich nicht so gerne mit Zimt – war aber ansonsten cremig und knusprig. Die Tiramisu deutlich besser als von Danone und erfrischend mit dem Orangenaroma.
    Gezahlt haben wir inkl. der Getränke rund 70€ für je zwei Personen.
    Der Service geschult wie im Steigenberger Hotel oder im Hilton war freundlich, aufmerksam und zuvorkommend. Das Ambiente sehr angenehm und wir werden gerne wieder mal vorbeikommen und was feines Essen.
    Das Mariona ist zu finden auf der Skalitzer Straße und im Internet oder auf Facebook.

    http://www.mariona-berlin.de/

    PS: wer sich jetzt wundert warum ich so viele Produktnamen verwendet habe, kann ich nur schreiben, ich mache gerade einen Test. Ich gehe davon aus, dass alle Produkte im Mariona frisch und sofern möglich selbst gemacht sind. Zumindest hatte ich den Eindruck als ich in die Küche gelinst habe. Also Produktbezeichnungen einfach überlesen – außer beim Bier.


  2. Hühnerhaus 36 am Lausitzer Platz

    Januar 6, 2012 by Christiane

    jeder Kreuzberg 36iger kennt natürlich das Hühnerhaus auf der Skalitzer Straße / Ecke Görlitzerstraße. Selbst wenn man mit dem Auto vorbeifährt, läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen von dem herrlichen Hühnchenbratgeruch. Bei schlechtem Wetter hatte man bisher die besten Chancen (möglichst starker Schneefall, Orkan, Blitzeis) eines der leckeren Henderl zu ergattern oder man kam Sonntag um 11:00 um sein Hühnchfrühstück abzuholen – und ganz ehrlich so lecker wie die sind – gehen die auch zum Frühstück.
    Aber das Elend hat ein Ende!
    Gegenüber am Lausitzerplatz hat das Hühnerhaus, im ehemaligen Kattelbach, ein nettes Schnellrestaurant eröffnet. Gleich beim betreten wird man von dem wohligen Geruch eines frisch gebratenen Hühns umwabert. Der große Tresen wurde auch McD alle Ehre machen. Mit Bild und Wort wird einem das erweiterte Angebot nähergebracht. Große Tische laden auch dazu ein, sein Hühnchen oder Nugget im Restaurant zu essen.

    Die Karte wurde ebenfalls auch um nette Salate erweitert. So dürfte auch der Vegetarier (wenn er denn ernsthaft dem Geruch wiederstehen kann) was finden – z.B. CousCous Salat.
    Das halbe Hühn mit Pommer und Majo kostet 3,75€. Alkohol gibt es nach wie vor nicht – ist aber ok – wir nehmen ja unsere kleinen Lieblinge mit nach Hause um genüsslich die knusprige, würzige Haut liebevoll von dem Chicken zu reissen und dann schlabberend das zarte, saftige Fleisch zu verspeisen.
    Auch unsere beiden Katzen – Wassily Breuer und CoCo Channel wissen um die Qualität der Hühnchen und sind ganz liebevoll umgarnend sabbelnd dabei (nicht das Thomas was abgeben würde – ich bin hier die Gute, so!!). Die Pommes sind keine so dünnen wie bei Burger King oder MecDonals sondern dicke Burschen die immer frisch zubereitet werden und ebenfalls sehr schmackhaft sind.

    Wie kann ich jetzt nur so euphorisch von einem Schnellimbißhühnchen schwärmen? Ganz einfach, weil sie saulecker sind, knusprig, würzig, zart und einen schon über manchen Hungertod hinweg gerettet haben. Auch ein Hühnchen mehr landet manchmal in unserer Tüte um auch am nächsten Tag-verwandelt in einen leckeren Hühnersalt – noch mit Genuß verspeist zu werden.

    Aus der alten Imbissbude soll – den Gerüchten nach – soll irgendwann eine Eisdiele werden. Wie auch immer – jetzt ist Hühnchengenuß zu jedem Wetter und Tageszeit möglich.

    http://www.facebook.com/pages/H%C3%BChnerhaus-36/152063951497790

    Das Hühnerhaus ist genau zwischen U-Bahn Görlitzer Straße und dem Schlesischen Tor.


  3. Mexikanisches Restaurant Treinta Y Seis’s in der Falckensteinstraße, Kreuzberg

    Januar 2, 2012 by Christiane

    mittlerweile spricht man von der Falckenstreinstraße im Wrangelkiez von der Kreuzberger Simon-Dach-Straße, da sich ein Restaurant an dem anderen reiht. Besucher aus aller Welt (na, ja vorwiegend Spanier und Franzosen) tummeln sich in Grüppchen auf der Suche nach dem Kreuzberger Flair und preiswertem Essen und Trinken. Stehen dabei gerne vor Eingängen rum und behindern den armen Kreuzberger des Weges. In der Regel meiden wir ein wenig die Falckensteinstraße, da einfach zu voll und man muss immer die aufgeregten Tourigrüppchen aufscheuchen und grimmig schauen.
    Doch wagten wir am 30.12 Mittags den Weg in die Falckensteinstraße. Die Qual der Wahl begleitete uns. Sollen wir Indisch, Vietnamesisch, Burger, Pizza oder Ola Mexikanisch essen gehen? Wir entschieden uns für das Treinta Y Seis’s.
    Das Restaurant ist sehr gemütlich. Holztische, ein schöner Tresen, großer goldener Spiegel und eine breite Fensterfront laden zum Verweilen ein. Die Karte, welche wir asap bekamen zeigt die typische Küche Mexikos: Quesedias, Tacos, Enchilada, Salate, Burger usw. – also keine großen Überraschungen Aber preislich sehr moderat. Eine Lunchkarte verspricht noch preiswertes Essen. Wir entschieden uns für Tacos mit Jalapenos, Tomaten, Zwiebeln und Käse an dreierlei Dip für 4,90. Der Teller war reichlich – nur hätten die Tacos noch ein bisschen röscher und die Dips kräftiger im Geschmack sein können. Gesamt betrachtet aber ok. Ich wähle einen Cheeseburger mit Pommes, Salat für 5,90. Der Burger war wirklich gut. Bei den Pommes störte mich nur das unvermeidliche Pommes / Paprikasalz in dem ich immer Glutamat vermute. Der Salat (Kraut, Karotte, Gurke, Thomate) wurde mit einem fertig Dressing gereicht (hat mich jetzt auch nicht überrascht). Bestellt wird nach der Nummer des Gerichtes – auch bei den Getränken. Der Vergleichbarkeit halber Chardonnay 3,20 für 0,2 und ein Flens 0,5 kostet ebenfalls 3,20. Das Essen kam leider sehr schnell. Da poppt schnell der Verdacht auf, dass alles aus Tiefkühle kommt – allerdings hatten wir ja auch keine große Küche bestellt.
    Fazit: Ist nett, man kann schön aus dem Fenster gucken, nichts überraschendes (aber auch prima so) Essen und die verwirren Touris trefflich beobachen..für einen preiswerten Abend durchaus geeignet. Möchte man original mexikanisch Essen, würde ich doch dann eher zu einer der Taquerias in der Skalitzer Straße raten.
    Mehr Infos zu finden unter:

    http://mexikanischesrestaurant-berlin-kreuzberg.u-city.org/

    http://www.treintayseis.de


  4. Chez Michel in der Adelbertstraße

    November 28, 2011 by Christiane

    als mein Kollege Till letzthin von einem kleinen Franzosen, dem Chez Michel, in der Adelbertstraße berichtete, dachte ich mir so, na dann mal hin.
    Till meinte, das Lokal errinnert an ein kleines französisches Bistro in einem Dorf, irgendow im nirgendwo in Frankreich, brummiger Chef, einafches aber leckeres Essen zu guten Preisen. Samstag Abend kündigte sich ein kleiner Hunger und Appetit auf einfache französische Küche an und wir machten uns auf den Weg in’s Chez Michel.
    Wenn man reinkommt, denkt man erstmal ok – Imbiss. Ein Schild – “keine Toilette” – im Türeingang, lies uns rechtzwitig Wissen, nix trinken, was eine Toilette erfordert, hmmm. Der Geruch recht verführerisch nach Tartes und anderen netten hausgemachten Speisen. Im ersten Stock befindet sich dann im ausgesprochen rustikalem Ambiente (zwei lange Tisch, karierte Wachsdecke, faltenunfreundliche Beleuchtung, Eckbänke (und da sind sie wieder – die 80′ziger)) der Gastraum. Also nix für den romantischen Abend zu zweit mit einem Gläschen Rotwein und tiefen sehensüchtigen Blicken. Nachdem wir eine Weile gewartet haben, vermuteten wir schon die Selbstbedienung. Thomas fand auf dem juten Buffet Speisekarten, die wir dann hinlänglich studierten. Die Küche bietet Tartes, Quiches, Flammkuchen, tagesaktuell Muscheln und Käseplatten, Lachs, Kotlett mit Sößchen, Entenconfit, Baguettes usw. siehe hierzuhttp://www.chezmichel-berlin.de/menu.html an. Das teurste Gericht kostet 11,80. Alles sehr preiswert. Auf der Karte lockte dann ein Schweinekotlett für 6,80 mit Pommes & Salat und ein Flammkuchen mit Creme Fraiche, Speck und Zwiebeln schmale 3,80€ Für diese beiden Gerichte entschieden wir uns dann. Thomas ging dann zum Tresen um die Bestellung aufzugeben. Dabei erfuhr er dann auch, Bier einfach aus dem Kühlschrank nehmen und ansagen. Der Wein wurde in einer Karaffe gebracht. Also Halbselbstbedienung!

    Das Kotlett von Thomas ausreichend groß, ganz frische Pommes und dazu noch einen sehr frischen gemischten Salat mit Vinigrette. Sehr lecker, wirklich gut im Geschmack, zart, frisch. Der Flammkuchen wie ich ihn mag- schön gewürzt, nicht so riesengroß brettchenüberlagernd, aber für mich ausreichend – sehr gut.

    Auch die anderen Gäste wirkten mit ihren Speisen recht zufrieden. Unschön fand ich – hat aber nichts mit dem Resturant zu tun – dass eine Familie auf der Eckbank dann dem Baby die vollen Windeln gewechselt hat. Dann sollte man sich vielleicht einen Laden suchen, der eine Winkelkommode hat. Immerhin nicht auf dem Tisch, neben meinem Flammkuchen. Mann Ökos….

    So also, wer einfach, gut essen möchte, dabei auf schniecke Einrichtung verzichten kann, ist im Chez Michel in der Adelbertstraße gut aufgehoben.
    Übrigends – auch hier kann ich Till recht geben, der Chef war brummig, fragte uns aber immerhin ob wir zufrieden sind :-)

    http://www.chezmichel-berlin.de


  5. Tu’Es in der Görlitzer Straße Kreuzberg – CLOSED

    November 23, 2011 by Christiane

    Leider ist das Tu’ES erstmal geschlossen und auf der Suche nach einer neuen Location. Ich kann nur sagen, wir werden es vermissen. Das Essen war immer ganz klasse (besonders letzthin der Gruß auf’s Haus mit einem Algensalat und einer Maronenravioli). Hoffentlich finden sie bald ein neues Lokal (gerne in unserer Ecke) und wir werden brav folgen…schluchz

    wir haben ja bereits über das Tu’es – ehemals Schuschel & Deibel – berichtet. Mittlerweile waren wir ja schon ein paar Mal dort und sind immer noch hellauf begeistert. Letzte Woche hatten wir einen tollen Teamabend im Restaurant mit einem schönen 3-Gänge-Menü. Ich entschied mich für den in Brickteig gebackenen Ziegenkäse, der sehr schön würzig, cremig aus dem knusprigen Teig floss und sich höchst angenehm mit den Tomaten und Feldsalat vermischte. Als Hauptgang wählte ich den Biolachs der Kross gebraten wurde und mit Schmorgürkchen ebenfalls sehr lecker war. Es folgte dann eine wunderbare Creme Brulee. Viele meiner Kollegen wählten die Bauerente mit Klößen und Rotkohl und den leeren Tellern und ordentlich abgenagten Knochen zufolge, war auch das sehr lecker. Haben sie auch gesagt. Der Service war wie immer sehr freundlich, zuvorkommend und angehmen aufmerksam. Für einen Abend mit dem Team kann ich das Tu’Es sehr empfehlen. Wir saßen an den schönen langen Holztischen im Grunde wie in der Bertolli Werbung (nur nicht im Freien und ohne Olivenöl und so). Sehr schön.
    Bei anderer Gelegenheit teilten Thomas und ich als Vorspeise eine Wachtel auf Steckrübenpüree und Quittenwürfelchen. Das Wachtelbrüstchen war gefüllt und die Kombi Steckrübe & Quitte ein echter Genuss. Ja,ja Wachtel, Baby und so…
    Meine confierte Gänsekeule zum Hauptgang war perfekt. Ganz zartes Fleisch, knusprige Haut, perfekt kombiniert mit einem würzigen Rotkohl. Portion war von mir nicht zu schaffen. Thomas seine Ente war ebenfalls hervorragend. Auch hier zartes Fleisch und super knusprige Haut (so lecker und knusprig wie ich die Armeleutevarianten (Hühnchen) vom Hühnerhaus kenne :-) )
    Schwager Klaus hatte noch zum Dessert ein Dattelsouffle mit Cassiseis. Hätte ich mir ja nie bestellt (weil bestimmt zu süß und so) aber hätte ich mal sollen, obwohl der Bauch schon wegen Überfüllung geschlossen war. Schmeckte einfach zu gut.
    Bin gespannt was uns Patrick und sein Team noch Leckeres zur Vorweihnachtszeit auf den Teller bringen wird. Bisher können wir jedesmal volle Punktzahl geben sowohl beim Essen als auch Getränke, Service und Preis.
    www.tuesrestaurant.de


  6. Neubau in der Bergmannstraße Kreuzberg – CLOSED

    September 22, 2011 by Christiane

    Leider erreichte uns vor kurzem die Nachricht, dass das Neubau geschlossen wurde. Schade, schade…

    immer schon mal wollten wir – noch vor seinem ersten Stern – in’s Restaurant von Stefan Hartmann in der Fichtestraße. Preislich ist es – sicherlich wieder Preis Wert – doch recht anspruchsvoll. Daher freuten wir uns über die Eröffnung seines zweiten Restaurants in der Bergmannstraße. Ein 3-Gang Menü für günstige 28€ wird offeriert. Im Vorfeld hatten wir uns auch noch einige Kritiken im Internet angesehen und dachten uns so, na ja schauen wir mal. Haben wir und wir würden den meisten Kritiken wiedersprechen. Aber zurück zum Anfang:
    Freitag Abend, Reservierung für 19:00 mit unsere Gourmetfreunden :-)
    Freundlicher Empfang, kleiner Ratsch mit dem Kellner über Schultersterzel versus Schäufele (ein Bayer .-) – sehr nett. Ein hübscher Teller mit Foccacia, Olivenöl, Tomaten, Salz und Radischen überbrückten die Zeit bis unsere Freunde kamen.
    Angeboten wurde ein Winzermenü (4 Gänge zur Auswahl), drei weitere Vorspeisen, Zwischengänge, Hauptgänge und zum Dessert eine Creme Brulee oder Rohmilchkäse mit 3 bzw. 5 Sorten.
    Es können Einzelgänge auch als ein 3 oder 4 Gang Menü bestellt werden. Im Grunde könnte das Menü nur aus Vorspeisen oder so bestehen. Als Gruß aus der Küche bekamen wir einen Apfel-Meerrettich Salat mit einem kleinen Scheibchen paniertes Kalbsirgendwas. Lecker und hob die Erwartungen auf die folgende Gänge.
    Ich wählte ein klassisches Rindercarpaccio als ersten Gang, welches nicht so hauchdünn präsentiert wurde, sondern ein bisschen dicker und somit auch echten Geschmak bot. Chris und ich waren sehr zufrieden. Danach entschied ich mich für ein Felchen auf Orangenfenchelpüree. Bin eigentlich kein Fan von Fenchel, aber die Kombination war wirklich sehr lecker und ein neues Geschmackserlebnis. Das Felchen hätte noch ein bisschen Salz vertragen (als Solobiss) passte aber perfekt zu den Orangenfenchel. Danach bekam ich drei schöne Scheiben Lamm mit frischem Gemüse (gelbe und grüne Bohnen, Bohnenkerne, Tomaten) und dazu ganz luftige Gnocci. So zart und luftig habe ich bisher noch nie Gnocci’s gegessen. Meistens sind die Gnocci ja kleine Gummibällchen und quitschen zwischen den Zähnen. Würde gerne wissen, wie die das hinbekommen..will ich auch können. Das Lamm zart rose, aromatisch, prima… Chris war auch begeistert.
    Thomas entschied sich für einen Pulposalat auf Paprikarauten. Die Portion auch hier ausgesprochen großzügig. Der Pulpo war zart mit einem schönen Meerestieraroma. Wunderbar. Thomas wiedermal glücklich. Danach genoß er ein wunderbar zartes Rindersterzel mit einer runden, kräftigen Soße und einer cremigen Polenta – was T. normalerweise auch nicht mag. Sein Fleisch zerfiel im Mund und die Menge war mehr als ausreichend. Die Polenta putzte er gnadenlos und genießerisch komplett weg. Sven bestellte als Hauptgang das Entrecote welches aus meiner Sicht (na, aus seiner auch ein bisschen) klein und flach daherkam. Nun, da wurde ich ja die Woche zuvor bei Schuschel & Deibel mehr als nur verwöhnt und bin da jetzt ganz kritisch :-)
    Zum Dessert wurde der 3er und der 5er Rohmichkäseteller bestellt und eine Creme Brulee. Diese war riesig und schmeckte Chris. Die Jungs waren von der Käseauswahl nicht ganz so überzeugt. Als krönender Abschluß wurde ein bisschen mehr erwartet – nicht Menge sondern Sorten, Qualität. Hier merkte man, dass es kein Käsekühlschränk gibt und die Sorten eher von der Metro sind (Halt – nicht wir haben das bemerkt sondern unser Gourmetfreund, der selber mal ein Restaurant betrieben hat, also Ahnung hat). Dazu gab es sehr gute Chutneys und ein schwäbische Früchtebrot. Die Weine liegen bei Flaschenpreisen bis zu 30€ und schmeckten mir sehr gut. Sven wählte sehr fürsorglich und kennerisch die richtigen Weine für jeden Gang aus. Selber fand er die Auswahl ein wenig dünn und die Weine zu einfach. Aber ich rede hier wirklich von einem Sommelier und nicht von uns :-) Auch andere meckern auf hohem Niveau – nur mal so, nicht nur wir.
    Fazit: mir hat es sehr gut gefallen. Wäre es warm gewesen, hätten wir schön draussen an den großen Tischen sitzen können. Der Service war fürsorglich, aufmerksam und TOP! Leider wird es ein bisschen laut im Restaurant, wenn viele Gäste da sind. Da fehlt noch ein bisschen Dämmung. Aber nochmals – wir waren sehr zufrieden, rundum satt, glücklich, wurden verhätschelt…wir kommen gerne wieder!

    http://de-de.facebook.com/pages/Restaurant-NEUBAU/205529082821663


  7. Schuschel + Deibel in der Görlitzer Strasse jetzt TU’ES – CLOSED

    September 12, 2011 by Christiane

    im ehemaligen “New Orleans Haus ” bzw. ehemaligen “Allemannen” am ruhigen unteren Ende der Görlitzer Straße / Ecke Cuvry versuchen sich jetzt TU’ES (Schuschel + Deibel) mit neuer deutscher Küche. Im wirklichen schönen, geschmackvollem Ambiente, mit kariertem Tischdecken, grünen Mustertapeten und kleinen Gewürztöpfchen wird frische deutsche Küche geboten. Eine kleine Standardkarte gibt es und eine wechselnde wöchentliche Karte mit Leckereien versprechen gutes.
    Am Freitag wählten wir aus der Wochenkarte – Entrecote mit selbstgemachten Pommes, Kräuterbutter und frischem leckeren kleinen Salat, Mr. T entschied für Ochsenbäckchen mit Teltower Rübchen und Möhrenpüree. Beides für 17.90. Als Starter bekamen wir als “Gruß aus der Küche” einen kleinen Minilachsatar der mit Mikrozucciniwürfelchen perfekt harmonierte und mit einer feine Nussigkeit aufwartete. Sehr nett. Zum Brot wurde ein Himbeerjoghurt oder so gereicht. Nicht süß sondern schön für das dunkle Brot.
    Mein Fleisch war ein Riesenbursche von 350 g oder so (weder zu zwei noch mit den Mietzen zu schaffen) und sauleckeren Pommes. Fleisch wie bestellt Medium – Rare. Perfekt. Das Ochsenbäckchen hauchzart, zerging im Mund. Die Rübchen schmackhaft und das Karottenpüree eine Offenbarung. Nix Babypampe.
    Der Service sehr aufmerksam und geschult. Schönes Besteck (altes Silber), kleine Brottellerchen (alte Tassenuntersetzer mit niedlichem Goldrand) vervollkommen den angenehmen genußvollen Abend.
    Die Köche waren zuvor beim Ganymed gewesen. D.h. für mich, da können wir noch einiges Gute erwarten.

    http://tuesrestaurant.de

    PS..waren schon einige Mal dort gewesen. Ob Kalbsrücken, Currywurst :- und..und..und..immer sehr lecker. Letzhin gab es als Gruß auf’s Haus einen geräucherten Zander – sehr fein. Ganz besonders möchte ich die Pürres loben. Karotten oder Kürbispürree..erstmal brrrr…nach dem probieren….YUMMMMYYYYYY ich will die Rezepte – Patrick!


  8. Bar Raval zum Zweiten

    September 2, 2011 by Thomas

    Wir haben uns eine Menge Zeit gelassen um die Bar Raval erneut zu besuchen. Doch heute sollte es sein. Gespannt haben wir uns gegen 18 Uhr in der Bar eingefunden. Perfektes Wetter, die Sonne scheint und wir haben einen Platz an der Sonne, sprich draußen ergattert.

    Die Bedienung ist auch sehr schnell gekommen und wir konnten unsere Bestellung sehr schnell aufgeben. Wir hatten uns ja in unserem ersten Bericht ausgiebig über die gelangweilte, leicht arrogante Bedienung  ausgelassen. Ich muss feststellen, einfach sehr höflich, schnell und freundlich. Genau das Gegenteil was wir damals erlebt hatten. Das lässt auf einen schönen Abend hoffen.

    Was haben wir bestellt? Hier die kurze Auflistung:

    Allioli, Ensaladilla russa, Albondigas, Chocos, Croquetas, Patatas bravas und Tata de tomate – dazu eine Flasche Wasser und eine Flasche Wein – Macabeo Vidal insgesamt für gemütliche 49,80 €. Nicht teuer aber auch nicht preiswert. Ich würde mal sagen im guten Mittelfeld.

    Doch nun zum wichtigen Teil. Wie war das Essen? Ja, nicht einfach zu sagen. Der Tintenfisch war sehr gut, hätte noch ein Hauch von Salz vertragen doch das ist nun meckern auf hohen Niveau. Die Kartoffeln, nun ein wenig sehr langweilig, die Kroketten; ehrlich auch nicht der Hammer, die Ummantelung ein wenig weich und die Füllung  - Hühnchen und Seranoschinken ein wenig ungewürzt. Doch das größte Rätsel haben mir die Fleischbälle in Tomatensauce bereitet. Tomatensauce sollte würzig, frisch und halt tomatig schmecken. Diese, ich weiß nicht warum, hat eher sehr flach und pelzig geschmeckt. Ich vermute, ein großer Anteil von Zucker, sollte das Ganze noch retten. Es fehlte die Ausgewogenheit von Frucht, Säure und Zucker. Mediterane Kräuter und ein bisschen spanisches Temperament hätten nicht geschadet. Leider nicht gelungen. Die Fleischbälle waren ganz o.k. doch vom Hocker haben sie mich nicht gehauen. Ich erspare mir jetzt auf die restlichen Tapas einzugehen. Christiane selber fand den russischen Salat sehr lecker, welchen on top mit Tunfisch zubereitet wurde. Dieser war sehr würzig und für Frau Fischer das Highlight bei den Tapas. Das Problem der Küche ist der Mut zu Gewürzen. Alles ist halt ganz nett. Mehr aber leider nicht. Mir fallen auf Anhieb mindestens 3 andere Tapas Bars ein, welche eindeutig mir mehr Freude bereiten.

    Der Wein war sehr gut (Weiß, La Mancha) und was ich lustig fand, wir gehen und unsere Weinhändler Max kommt zum Essen. Die Weinhandlung kann ich nur empfehlen Köpenicker Weinladen in der Köpenicker Str / Kreuzberg.

    Mein abschließendes Urteil. Ganz nett aber eben kein Wow oder da muss ich wieder hin.


  9. Heinz Minki Reloaded

    Juli 18, 2011 by Thomas

    Heinz Minki immer noch Heinz Minki?

    Seit Ende der vergangenden Woche nehmen wir Veränderung im Heinz Minki wahr.
    Plötzlich stehen Musikboxen im Biergarten, beschallen uns mit Musikund es ist einfach viel zu laut. Wie habe ich den stillen Biergarten geliebt, nicht laut, still und bescheidend. Nun gut, es gibt immer mal Veränderungen. Warten wir einfach ab was noch alles passiert.

    Der Gang zur Getränkeausgabe wird schon mehr als interessant. Was bestellen wir? Ein Büble Bier und einen Grünen Veltliner. Laut Aussage der Getränkeausgabe nicht mehr vorrätig. Wie kann da sein? Jede Menge Werbung liegt hier aus, zumindest für das Büble Bier. Eine Nachfrage bei dem Personal schafft Klarheit. Wir haben neue Inhaber, die Macher vom Tacheles. Und wenn man sich ein wenig umschaut entdeckt man diese auch. Ein wenig zu laut die Herren, ein wenig hektisch und ein wenig zu wichtig. Da kann man nur hoffen, die Jungs beruhigen sich langsam und wollen nicht einen zweiten Club der Vsionäre schaffen.


  10. Weltlaterne Kreuzberg

    Juli 10, 2011 by Christiane

    Nach einer echten miesen Woche (oder besser 2) wuchs in mir der Wunsch, den Abend in Uzo zu ertränken und wenn schon, dann meinetwegen auch mit Gyros, viel Zaziki und ein paar salzigen Tränchen auf den fritierten Sardinen. Daher verschlug es uns in die Kreuberger Weltlaterne, seines Zeichens ein alteingesessenes griechische Lokal in der Kohlfuhrter Straße unweit des Kottbusser Tors und des Fränkelufers. Ein paar Tische draussen, innen holzgetäfelt mit einem schönen alten Tresen und tollen s/w Fotografien von den Ufern. Nett. Die Karte verspricht preiswerte klassische Küche. Kleines Gyros, großes Gyros, Sardinen, Souvlaki, Grillteller, Fisch, Lamm. Keine Überraschungen – außer dem Preis. Das kleine (es war unglaublich viel) Gyros kostet gerade mal 6.90€. Als starter wählten wir die knusprigen Sardinen, die mir auch als Hauptgang gereicht hätten, ich fand sie würzig und vom Knusperfaktor ok, Thomas wünschte sie sich ein bisschen mehr rösch. Aber auch hier für knapp 7€ kann man nicht maulen. Mein kleines Gyros mit Pommes war sehr lecker, nur beim Zaziki hätte ich mehr bumms gewünscht, den fand ich ein bisschen lahm. Da fehlte mir noch ein bisschen Knoblauch und vielleicht ein wenig mehr Gurkenraspeln für die Frische. Thomas wählte einen klassischen Grillteller mit Souvlaki, Gyros und Bifteki. War alles prima aber keine kullinarische Offenbarung. Zum Schluß – endlich ein Uzo. Der reichte zwar nicht um das Elend der Woche zu ertränken, aber zumindest um den weitere Verlauf des Abends launetechnisch zu heben (Anmerkung: 1 Uzo = ich abgefüllt). Was mir gut gefiel, die vielen Stammgäste die alle nett und persönlich begrüsst wurden.
    Also wir können es empfehlen – wer aber richtig viel Uzo will, den empfehle ich den kleinen Griechen ein Stück Richtung Hermannplatz den Kotti runter. Da bekommt man gleich 1/4L auf den Tisch…
    www.kreuzberger-weltlaterne.de/