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Posts Tagged ‘Italiener’

  1. Belluccis in der Brandenburgischen Straße / Adenauerplatz

    August 29, 2016 by Christiane

    2016 hatten wir uns vorgenommen, Kreuzberg auch mal wieder zu verlassen und in anderen Bezirken das kulinarische Angebot zu testen. Auch hatten wir uns fest vorgenommen, uns immer nett im Restaurant beraten zu lassen, um doch so auch mal was wirklich neues für uns auszuprobieren. Also weg von der klassischen Bestellung Spagetti Carbonara oder Wiener Schnitzel.

    Beide Vorsätze haben wir uns dann vor ein paar Tagen mit einem Besuch im Belluccis erfüllt:
    Charlottenburg – ist nicht Kreuzberg
    Nach Empfehlungen im Restaurant gefragt – ja und sooooo belohnt worden!

    Das Belluccis befindet sich in der Brandenburgischen Straße unweit des Adenauer-Platzes. Es hat eine kleine Terrasse direkt zur Strasse hinaus. Ist ein bisschen laut, aber nicht sehr oder störend.
    Alles ist hübsch mit Gläsern und Stoffservietten eingedeckt und auf den Tischen stehen, diverse Olivenöle und Essige. Nett.

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    Innenansocht Ristorante Belluccis Ku-Damm

    Innenansocht Ristorante Belluccis Ku-Damm

    Drin, mit dunkler Barocktapete, ebenso schick eingedeckt und schöner Beleuchtung. Wirkt schick und nicht nach einem Touri-Laden. Gefällt uns..

    Da wir gegen Spätnachmittag dort hin sind, war natürlich noch nicht viel los. Aber wir lieben diese Zeit. Ich meine, es geht uns ja nicht nur um das Essen,  wir wollen ja auch ein bisschen mit dem Personal ratschen und rausfinden, wie der Laden so tickt. Also ist das Personal hipper als die Gäste, stehen sie nur unmotiviert rum oder so…

    Schnell haben wir vom Besitzer des Ristorante Belluccis– Adriano- die Karte bekommen und konnten uns einen ersten Überblick verschaffen: Ein paar hübsche Vorspeisen, Pizza, Pasta, Carne – auf den ersten Blick nicht sonderlich spektakulär aber ordentlich. Eine ebenso ansprechende Wochenkarte gibt es auch.

    Auf unsere Frage – was wäre denn so zu empfehlen – was ist bei euch besonders lecker? – wurden uns folgende Speisen empfohlen:
    Gemischte Vorspeisenplatte Belluccis (ja die hatte ich schon im Vorfeld ganz genau in’s Auge gefasst), Risotto Milanese mit Filetspitzen – der Koch (natürlich ein temperamentvoller Italiener) sei darauf besonders stolz und das getrüffelte Rinderfilet. Da es so zu sagen, mein nachgeholtes Geburtstagsessen war – haben wir einfach nur lieb genickt und zugestimmt.

    Zu meinem Essen haben ich mir dann einen leichten Lagano-Weißwein bestellt (klar nach Empfehlung), der wirklich ganz ausgezeichnet war.

    Vorneweg gab es für uns Pizzabrot – ganz frisch, knusprig sehr lecker. Hätten wir doch Pizza bestellen sollen? Zumal der Nebentisch Pizza bestellt hatte und die sahen echt gut aus..Aber bestellt ist bestellt, so!

    Pizzabrot m Belluccis Brandenburgische Straße

    Pizzabrot m Belluccis Brandenburgische Straße

    Antipasti

     

    Danach kam die Vorspeisenplatte Belluccis. Optisch schon einmal sehr schön. Vertreten waren die Klassiker Vitello Tonnato (eines meiner Lieblingsgerichte), Carpaccio, Tomate Mozzarella, Salami, Parmaschinken, frittierte Calamari, getrocknete Tomaten, Artischocke. Ich würde sagen – recht klassisch.
    Hört sich erst einmal nicht so aufregend an – aber Leute, das war es. Die Platte war grandios. Das Vitello (na ja Lisa hat ja meinen Vitello-Olympus definiert) wunderbar zartes Fleisch, cremig die Sauce. Prima – das Carpaccio wie ich es liebe. Das Carpaccio war nicht zu kalt oder zu fade, nicht ertränkt in Balsamico oder anderem schnick schnack – Nein, perfekt mit Parmesanspänen, ein bisschen Ruccola und Champignogns. Das Fleisch hatte einen wunderbaren Eigengeschmack.

    großartige Vorspeisen im Belluccis

    großartige Vorspeisen im Belluccis

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    Die Calamari ganz knusprig und zart, die frische Artischocke ermöglichte es zwischen den einzelnen Vorspeisen, so zu sagen den „Gaumen zu reinigen“ und jeden Geschmack für sich aufnehmen zu können. Bei Tomate & Mozzaralla würde ich erst einmal sagen **gähn** – aber das Gericht wird mit so einem hervorragenden Balsamico begleitet, dass es so schmeckt, wie es sollte.

    Der Parmaschinken. Ehrlich so einen guten Schinken habe ich noch nie gegessen. Es hört sich komisch an, aber er hatte einen leichten fruchtigen, blumigen Geschmack. Wirklich besser geht nicht. Es war nicht der übliche hauchdünne, kaum geschmackvolle Schinken, sondern ein echter Knaller, den ein kleiner italienischer Lieferant ein paar Mal die Woche vorbei bringt. Ich würde ihm gerne meine Adresse geben 🙂 Allein für den Schinken würde ich von Kreuzberg zum Adenauerplatz laufen. SUCHTGEFAHR. Kurz gefasst, die klassische Vorspeisenplatte war ein Knaller, weil wirklich allerfeinste Zutaten verwendet wurden, was man echt geschmeckt hat. Bravo!

    Secondi piatti

     

    Dann kam mein bestelltes Risotto. Optisch wieder sehr, sehr ansprechend mit Parmesancracken und einer sehr schönen Safranfarbe. Das Risotto Milanese war genau so, wie es sein soll. Schlonzig 🙂 Also – es war nicht trocken, der Risottoreis nicht zu hart oder zu weich, wunderbar cremig mit einer schönen Safrannote. Die Filetspitzen butterzart. So soll es sein. Wirklich Top- sehr gute Empfehlung.

    Risotto Milanese im Belluccis

    Risotto Milanese im Belluccis

    T. sein Rinderfilet (jetzt kommt Neid auf – sollte nicht das Filet mein Geburtstagsessen sein ?…:-)) Sehr schön angerichtet mit einer Trüffelhaube (Filetto di Manzo) – die perfekt knusprig war. Das Fleisch wie von T. bestellt, medium / rare und sehr zart. Der Geschmack vom Fleisch sehr gut und nicht zu sehr von der Trüffelhaube dominiert. Dazu gab es Kartoffelpüree mit Trüffel und Spinat. Der Spinat ging ein bisschen unter, was aber nichts macht. Das Filet war echt der Knaller (und nein wir haben nicht gefragt ob das Rind Bio, aus dem Umland ist und Heinz heißt) – das war uns in diesem Falle so etwas von egal. Weil es perfekt, ja einfach perfekt war. Jedem Trüffelliebhaber zu empfehlen. Allerdings wer frischen Trüffel erwartet, würde ein wenig enttäuscht sein – wir fanden es Granate – die Knusperhaube hergestellt aus Trüffelcreme und Parmesan war großes Kino. Nochmals bravo in die Küche.

    getrüffeltes Rinderfilet

    Filetto di Manzo im Belluccis

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    Dolci

     

    Wir waren eigentlich schon mehr als satt, wollten uns aber noch ein kleines Dessert gönnen. Bekommen haben wir eine kleine Dessertplatte für zwei. Und es sah wieder klasse aus..smile. Es gab
    Panna Cotta, Tiramisu, Tartuffo und ein Hasenussparfait. Vorweggreifend, dafür würde ich auch zum Adenauerplatz laufen 🙂 – selbst mit meinem gebrochenen Fuß.

    köstliche Dessertaariationen im Belluccis

    köstliche Dessertaariationen im Belluccis

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    Wir sind ja nicht die großen Dessertesser, weil oft zu süß. Aber hier wurden wir eines besseren belehrt. Das Tiramisu wunderbar leicht, ohne dominierenden Grappa oder Espressogeschmack. Nicht nass ertränkt oder erschlagend von zu viel Kakao oder Mascapone. Nein, zart und luftig. Die Panna Cotta sehr klassisch mit Erdbeere, zarter Vanillegeschmack nicht zu viel Gelantine, wunderbar.
    Das Tartuffo – ja um das haben Thomas und ich uns hart bekämpft – besser bekommt man es in Italien auch nicht. Mit den kleinen Schokostücken drin – geil. Ja, und die Lobeshymne kann ich auf das Haselnussparfait fortsetzen.

    Ich möchte – falls es nicht klar aus meinem Geschreibsel hervorgeht sagen – das Essen war mit erstklassigen Zutaten und molto Amore zubereitet. Geht kaum besser. Der Service aufmerksam, freundlich und wir fanden es sehr nett, dass wir Adriano – Cheffe – ein bisschen ausfragen durften und er uns so tolle Speisen empfohlen hat. Grazie! Selbst ein paar Tage später noch, jetzt wo ich den Beitrag schreibe, es gibt nichts auszusetzen und wir schwärmen immer noch.

    Kurz wir waren sehr, sehr happy!

    Das Belluccis wird viel von Stammgästen frequentiert die staun, staun, zumeist auch Italienisch sprechen. Das Personal ist ebenfalls zumeist aus Bella Italia und im Laufe des wunderbaren Essens kam durchaus Italien-Feeling aus. Ich beneide gerade ein bisschen die beiden Kollegen, die in wenigen Tagen nach Italien fahren…aber ich weiß ja wo ich hinlaufen muss..

    OK, es ist mir selber fast ein bisschen zu viel Lobgehudel, aber wir schreiben ja in aller Subjektivität und wie wir es in der Tat gefunden haben. Also perfetto!

    Zu den Preisen: Die Vorspeisenplatte kostet für eine Person 12,90€. Bei dieser Qualität klasse. Das Rinderfilet mit Trüffelkruste 28€. Auch absolut angemessen. Die Dessertauswahl – sorry – kann ich nicht mehr sagen, da diese für uns speziell gemacht wurde (hach, Augenklimpern hilft immer). Pasta geht bei 9,90 los und die Pizzen gibt es schon für 9€. Das Risotto mit der Safrancreme 13,90€. Einen Business-Lunch gibt es zwischen 12:00 und 16:00. Da ist es natürlich günstiger.

    Mein kleiner Tipp an’s Lokal….bitte, bitte macht diese wunderbare Dessert (Dolci) Auswahl immer möglich. Sie ist so köstlich..

    Arrivederci 

     

    Adresse: Brandenburgische Str. 35, 10707 Berlin, Deutschland
    Speisekarte: belluccis.de


  2. Restaurant Dolcetto Trattoria – Pizzeria Berlin Mitte

    April 19, 2016 by Thomas

    Restaurant Dolcetto Trattoria – Pizzeria Berlin Mitte

     

    Tagliatelle Celentano

    Tagliatelle Celentano

     

    Seit einiger Zeit wollten wir uns mit unseren Patenkindern nebst Erzeugern mal wieder treffen Aber wohin mit insgesamt 9 Personen? Eine passende Örtlichkeit zu finden ist nicht leicht. So mal ja bei 9 Personen sehr unterschiedliche Geschmäcker usw. existieren. Also haben wir kurz nachgedacht und uns ist das Restaurant Dolcetto in Berlin Mitte eingefallen. Das Restaurant ist uns schon öfters beim vorbei fahren aufgefallen. Und das gute, wir waren selbst noch nicht dort. Also war die Entscheidung schnell gefallen und bei 9 Personen auch schnell reserviert.

    Als wir angekommen sind war ein schönerer Tisch schon für uns vorbereitet. Der Gastraum ist hell und nett eingerichtet. Und was wir besonders schön fanden, rot weiß karierte Tischdecken. So gehört sich das doch für ein italienisches Restaurant. Das Personal extrem höflich und zuvor kommend. Prima.

    C bestellte sich eine Pizza Amadeus  (Tomatensoße, Mozzarella, Thunfisch, rote Zwiebeln) welche sich durch einen hervorragenden Pizzaboden auszeichnete. Leider aber fehlte der Pizza ein wenig Würze und Pepp. Ich hatte mich für  Tagliatelle Celentano  10.50 € (Bandnudeln mit Rinderfilet-spitzen und Sahnesoße) entschieden. Nudeln würde ich sagen nicht selbst gemach aber von guter Qualität. Aber auch hier das gleiche Problem. Es hat definitiv die Würze, Kräuter usw. gefehlt. Die Filetspitzen waren gut und die Soße leider ein wenig langweilig. Was allerdings bei einer Sahnesoße keine Überraschung ist.

    Sehr gelobt wurde der Victoriabarsch mit Senfsauce von der Tageskarte.

    Was kann man über das Restaurant Dolcetto sagen? Also das Personal ist wirklich Top. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall. Wenn nun die Küche ein wenig mutiger wird und den Speisen mehr Gewürze und Pepp verleiht würde alles stimmen. Aber daran kann man ja arbeiten.

     

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    schöne große Pizza

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    reichlicher Belag

     

    http://dolcetto.berlin

    Inselstr. 13
    Ecke Neue Jakobstr. 1-3
    10179 Berlin – Mitte

    Tel. 030 – 61 29 24 09


  3. Trentasei Restaurant Berlin Kreuzberg

    März 27, 2015 by Thomas

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    Trentasei Restaurant Berlin Kreuzberg

    Gestern ist es mir mal wieder gelungen C zu überreden einfach *Essen zu gehen* Was zurzeit nicht ganz so einfach ist. C hatte das Trentasei Restaurant in der Skalitzer Str. entdeckt. Prima, auf Italienisch  hatte ich auch Lust und so war schnell alles klar.

    Schon von außen kann man erkennen, dass Trentasei ist nicht so ein billig, Touri Italiener. Nein da haben sich die Macher des Restaurants schon mit der Inneneinrichtung wirklich Mühe gegeben.  Aber auch die Tischdekoration vermittelt den Eindruck, hier wird auf Niveau wert gelegt. Ich finde das tut der Gegend gut. Ich habe nämlich die Nase wirklich voll von billigen Tapa Bars, schlechten Schnellimbissen usw.

    Als wir das Restaurant betreten haben sind wir gleich von einer sehr freundlichen Bedienung empfangen worden und haben uns einen sehr schönen Tisch ergattern können. Uns wurde umgehend die Speisekarte gebracht.

    Was auf den ersten Blick auffällt, das Angebot der Speisenauswahl ist nicht sehr groß. Ein paar Pizzen, ein paar Pasta Gerichte, Fleisch und Fisch. Natürlich noch div. Vorspeisen und ein paar nette Nachspeisen.

    Wir haben uns Beide für Pizza entschieden und so bestellte C eine Pizza Margherita  7,50 € und ich eine Pizza Diavola 9,50 €. Was mich schon bei dem Getränkeangebot gestört hat, es gibt nur jeweils ein offenen Rotwein und ein offenen Weißwein. Leider war mein Pino Grigio nicht von der gewünschten Güte. Der Preis von 4 € für 0,25 l ist noch o.k.

    Doch nun zu den Pizzen. Also der Boden war so wie wir es lieben. Dünn und knackig. Bestens. Die Margharita insgesamt schmackhaft und gut. Laut C haben aber noch ein paar Gewürze gefehlt. Also bitte ein bisschen mehr pepp. Meine Diavola war auch gut. Durch die würzige Salami aber mit genügend pepp. Beide Pizzen waren wirklich groß und rechteckig geformt. Serviert auf einer sehr schönen Porzellanplatte.

    Was wir uns aber grundsätzlich gewünscht hätten, ein paar mehr Pizza Klassiker auf der Karte. C hätte sich sonst auch anders entschieden.

    Also was kann man abschließend sagen? Das Trentasei ist ein sehr schönes Restaurant. Der Service ist wirklich vorbildlich. Die Auswahl der Pizzen ist ein wenig klein geraten. Auf jeden Fall hat das Trentasei Potenzial und ist aus unserer Sicht noch nicht an der Leistungsgrenze angelangt. Wir werden auf jeden Fall noch einmal wieder kommen und sehen wie es sich entwickelt.

    Noch ein Wusch. Es wäre toll wenn man die Speisekarte auch auf der sehr schön gestalteten Homepage einsehen könnte

    Trentasei Restaurant

    Skalitzer Str. 34

    10997 Berlin

    Tel.: 30 – 69 50 69 30

    http://www.trentasei.de


  4. Restaurant Falco Nero Paul Linke Ufer Kreuzberg

    Juni 17, 2014 by Thomas

    Restaurant Falco Nero Paul Linke Ufer Kreuzberg

    Nach einem ziemlich nervigen Arbeitstag beschlossen Christiane und ich noch ein wenig die Sonnen zu genießen. Außerdem stellten wir fest, der Hunger meldete sich bei uns Beiden. Christiane hatte vor kurzen mit einer Freundin zusammen im vorbeilaufen das Falco Nero entdeckt aber nicht aufgesucht. So beschlossen wir, heute soll es sein.

    Das Falco Nero hat die Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants Salatgarten übernommen. Ein schöner und großzügiger Biergarten empfängt uns, schnell an einer Bierbank platz genommen, perfekt. Relativ schnell wurde uns auch die Speisekarte gebracht. Nun muss man wissen, dass Falco Nero ist im Grunde ein italienisches Restaurant. Allerdings wurden auch Burger und Schnitzel so sehr sehr guten Preisen angeboten. Nach der Schnitzelpleite im Restaurant Louis war uns einfach nach einem guten ehrlichen Schnitzel. Diese haben wir auch in der Schweinefleisch Variante bestellt. Christiane hatte Schnitzel mit Pommes und vorweg einen kleinen Salat. Zu sehr fairen 7,90 €. Ich habe ebenfalls Schnitzel bestellt, allerdings noch mit einer Pilzrahmsause. Ach ja, und natürlich einen kleinen Salat vorab. Für ganze 9,50 €.

    Fange ich bei den Salaten an. Ja ein wenig frischer hätten ein paar Blätter schon sein dürfen. Und das Dressing leider auch nicht selbst gemacht. Dafür waren die Schnitzel sehr sehr gut. Die Panade so wie sie sein soll. Luftig und gut abgeschmeckt. Das Fleisch zart und die Menge mehr als ausreichend. Die Pommes waren halt so wie Pommes sind. Nicht zu hart und nicht zu weich. Einzig hat mich das Pommesgewürz gestört. Ich finde ja immer ein wenig Salz reicht völlig. So mal die Gewürzmischung nicht selbst gemacht war. Ja und die Pilzrahmsause? Leider aus der Tüte aber die Pilze waren dafür frisch. Doch jetzt mal ganz im ernst. Das ist jetzt mal meckern auf hohen Niveau. Für die Preise wirklich mehr als prima.

    Das Bier 0,4 L Veltins zu 2,60 € ein sehr guter Kurs. Allerdings der Chardonnay für 4,20 € leicht überteuert. Es fällt mir in letzter Zeit auf, dass die Weinpreise allgemein angezogen haben.

    Mein Fazit, man kann sehr günstig und auch recht gut im Falco Nero speisen oder auch nur im Biergarten etwas trinken. Die italienischen Speisen müssen wir unbedingt noch testen.

    Übrigens hat das Falco Nero auch einen Lieferservice.

    Falco Nero

    Forster Str. 22

    10999 Berlin

    Tel.: 03074694916

    http://www.falconero-berlin.de/

     

     

     

     


  5. Bar Bianco Schlesische Straße

    März 7, 2014 by Christiane

    da kommt man fast jeden Tag an der kleinen Bar Bianco auf der Schlesischen Straße vorbei und war nicht ein einzige Mal drin – bis diese Woche. Da habe ich erstmalig zur Mittagszeit die Bar Bianco in netter Begleitung aufgesucht.

    Die Bar ist, wie der Name natürlich aussagt, ganz in weiß gehalten und hat einen kleinen Tresen / Buffet, ein paar Sitzmöglichkeiten am Fenster und im hinteren sehr schmalen Raum. In den Regalen liegen Pasta und andere kleine italienische Lebensmittel. Sogleich wird man doch so ein bisschen vom italienischen Lebensgefühl angesprochen.

    Bestellt wird am Tresen z.B. Panini, Foccacia, Tramezzini, Anti Pasti,ein paar selbergemachte Pasta-Gerichten und kleine leckere Süßigkeiten wie Cannoli oder andere italienische Lekkerchen.

    Es sieht alles sehr ansprechend aus und das Personal scheint aus bella Italia zu kommen. Nett.

    Ich hatte ein Panini mit Schinken und Käse für 3.80, welches noch kurz auf dem Kontaktgrill erwärmt und zum Platz gebracht wurde. War nett und lecker. Eigentlich hatte ich ja auf eines der Gebäckstückchen doch mehr als ein Auge geworfen, aber man will ja nicht völlen. Das ist dann beim nächsten Mal dran. Im Sommer kann man auch ganz nett draussen sitzen und den vorbei flanierenden Passanten zuschauen.

    Also für ein schnelles kleine essen, sehr nett. Da es sehr klein ist, natürlich auch ganz schnell sehr voll. Aber für die Liebhaber von Espresso & Co ein netter kleiner Ort – die Bar Bianco auf der Schlesischen Straße.


  6. Bar Centrale Berlin Yorckstraße

    Februar 5, 2014 by Christiane

    Sonntagabend waren wir von dem charmanten Domenico eingeladen, an einer Weinverkostung in der Bar Centrale teilzunehmen. Vielleicht ganz kurz zu Domenico – Domenico de Marco vertritt kleine Weingüter aus Italien und vermarktet diese im Direktvertrieb. Zumeist sind diese Weine bisher nur in sehr ausgewählten Restaurants erhältlich (schade, schade). Damit sich das ändert, gab es Sonntagabend eine Verkostung einiger Weine aus Sizilien in der Bar Centrale. Präsentiert wurden die Weine von Francesa Curto von dem Weingut Antica Azienda Agraria Curto aus Sizilien.

    Sizilanische Weinverkostung mit Domenico de Marco und Francesca Curto in der Bar Centrale in Berlin

    Sizilanische Weinverkostung mit Domenico de Marco und Francesca Curto in der Bar Centrale in Berlin

    Begleitet wurden die Weine von einem darauf abgestimmten Menü:

    Curto / Wein-Menü
    Inzolia „Poiano“ IGT 2012
    Jakobsmuscheln in Butter gebraten
    auf Fenchel-Blutorangensalat
    * * * * *
    Nero D’Avola „Eloro“ DOC 2010
    Wachtel & Gänseleber auf Caponatina
    von Aubergine mit Aceto Balsamico di Modena IGP
    * * * * *
    Nero D’Avola „Fontanelle“ DOC 2009
    Geschmorte Rinderbacke
    auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus
    * * * * *
    Syrah „Krio“ IGT 2010
    Hirschrücken rosa gebraten mit
    Dreierlei vom Muskatkürbis
    * * * * *
    Moscatello Dolce „Dulce Netum“ DOC 2007
    Cannolo Siciliano
    * * * * *
    49,00 €

    Aber bevor ich jetzt in die Details gehe, noch ein paar Worte zur Bar Centrale. Die Bar Centrale ist ein Klassiker unter den Berliner Restaurants. Kein Hype- Schuppen, sondern einfach ein gepflegtes Restaurant, welches sich der italienischen, gehobenen Küche widmet und eine gigantische Weinkarte bietet.

    Aber jetzt zum Essen und Trinken. Zum ersten Gang der Jakobsmuschel mit Fenchel-Blutorangensalat wurde ein Weißwein – ein Inzolia „Poiano“ IGT 2012 gereicht.

    Der Weißwein war ganz leicht, süffig und passte perfekt zu den Muscheln und Salat. Als ich die Vorspeise gelesen hatte, dachte ich mir so..hmmm Fenchel..mag ich nicht, hmmm Blutorangen eher auch nicht. Aber, aber ich wurde eines besseren belehrt. Die Muscheln perfekt auf den Punkt gebraten. Der Fenchel nicht zu anislastig und mit den Blutorangen – perfekt. Die leichte Fruchtigkeit des Salates unterstrick perfekt die Fruchtigkeit des Wein, der mit jedem Schluck an Volumen gewinnen konnte. Sehr, sehr fein…

    Vorspeise in der Bar Centrale

    Jakobsmuscheln in Butter gebraten
    auf Fenchel-Blutorangensalat

    Danach wurde als secondi piatti eine Wachtel & Gänseleber auf Caponatina
    von Aubergine mit Aceto Balsamico di Modena IGP gereicht. Als Weinbegleitung Nero D’Avola „Eloro“ DOC 2010.
    Die Wachtel war keine ganze Wachtel, sondern eine knusprig gebratene Wachtelbrust, gefüllt mit der Gänseleber…oh, oh……..war das lecker. Die Brust außen knusprig, innen ganz saftig und hatte ein sehr schönes Aroma mit der Gänseleber. Das Caponatina mit Auberginen, Rosinen, Pinienkerne – lauwarm, leicht süß, leicht säuerlich – tolle Harmonie. Dazu gab es einen Rotwein, der sehr schön nach schwarzer Johannisbeere roch, sehr vollmundig und wunderbar im Abgang war (hört sich schon ganz professionell an, gell? Fairerweise muss ich aber sagen, an unserem Tisch saß Michele Scarcella, ein Sommelier und Eigentümer der Weinhandlung Enoiteca Il Calice
    http://www.enoiteca-il-calice.de/frontend/weinhandlung.php

    Wachtel in der Bar Centrale

    Wachtel & Gänseleber auf Caponatina
    von Aubergine mit Aceto Balsamico di Modena IGP

    Als ersten Hauptgang freuten wir uns auf einen Rotwein, einen Nero D’Avola „Fontanelle“ DOC 2009 dazu auf geschmorte Rinderbacke auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus.
    Rinderbacken sind ja mittlerweile wirklich überall angekommen. Kaum ein Restaurant mit ein bisschen Anspruch, welche dieses Retro-Essen nicht auf der Karte hat (ich gebe zu, wir machen die auch gerne zu Hause). Die Backen waren superzart, allerdings ein bisschen ölig. Ich muss sagen, mir sind Ochsenbacken lieber. Die haben einfach mehr bumms. Das Sellerie-Kartoffelpüree war leider einen Hauch zu kalt, aber auch sehr gut. Die Trüffel natürlich wunderbar, klasse…Der Wein dazu – super. Angekündigt wurde er als ein recht schwieriger Wein, da er beim Öffnen der Flasche manchmal stinken kann und er nicht gerade charmant daherkommt und man ihm ein bisschen Zeit lassen muss, bis er sein wunderbares Aroma präsentiert. Also wir hatten Glück, nix hat gestunken, sondern er war einfach fein. Der Wein selber ist sehr selten. Aus zwei Weinstöcken kann gerade mal eine Flasche Wein gewonnen werden und die Reben sind über 50 Jahre alt. Der Nero D’Avola „Fontanelle“ DOC 2009 ist großartig vollmundig und passte natürlich, was auch sonst, prima zu den Rinderwangen. Selbst TB, der ja gar kein Rotweinfan mehr ist, war sehr angetan und das will was heißen 🙂

    Geschmorte Rinderbacke auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus

    Geschmorte Rinderbacke
    auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus

    Als nächstes sollte uns ein Syrah „Krio“ IGT 2010 mit Hirschrücken rosa gebraten mit dreierlei vom Muskatkürbis beglücken.
    Hat es auch!

    GHirschrücken rosa gebraten mit Dreierlei vom Muskatkürbis

    Hirschrücken rosa gebraten mit
    Dreierlei vom Muskatkürbis in der Bar Centrale

    Das dreierlei vom Muskatkürbis bestand aus einem Ravioli gefüllt mit Amarettini und Kürbis – so lecker – leicht süß, cremig innen, perfekte Pasta drumherum. Das Kürbispüree erinnerte mich ein wenig an Griessbrei. Nicht falsch verstehen, sehr guter Griesbrei. Die Konsistenz auf der Zunge brachte diese Erinnerung auf. Ich glaube auch einen Hauch von Zimt herausgeschmeckt zu haben. Der dritte Kürbis im Bunde, war ein klassisches süß-saures Gemüse. War zwar eine gute Abrundung zu den eher süßlichen anderen Varianten – ich stehe allerdings nicht wirklich drauf.
    Der Hirschrücken hat leider sein zartrosa verloren und war dadurch nicht ganz so gut gelungen. Geschmacklich dennoch gut. Leider aber halt zu durch.
    Auch hier hatten wir wieder einen perfekt passenden Wein. Was soll ich sagen..Rot, lecker..prima.

    Nachdem wir mehr als nur satt waren, gab es ja aber noch ein Dessert. Cannolo kenne ich eigentlich nur in der Mehrzahl als Cannoli und aus amerikanischen Krimis, wo die Italienstämmigen Detectives aus New York (oder waren es die Sopranos?) den ganzen Tag Cannolis essen. Später wurde diese dann durch Donuts abgelöst und heute vermutlich durch das Trendgebäck Cronuts :-).
    Egal – also unsere ersten Cannolis. Ich meinte ein Cannolo ist ein Röllchen gefüllt mit Ricotto (schon mal richtig) und ganz viel bäääh Zitronatszeugs…(nicht richtig). In der Tat ist ein knuspriges Röllchen mit ganz viel Puderzucker, gefüllt mit Ricotta und ein bisschen Pistazien.

    Cannoli in der Bar Centrale Berlin

    Cannoli in der Bar Centrale

    Ach und es war so lecker…warum hat mir das nicht schon jemand früher angeboten…warum hatte ich bis dato diese Köstlichkeit übersehen…..? Ist mein Leben nicht schon frustrierend genug?

    Dazu wurde ein Moscatello Dolce „Dulce Netum“ DOC 2007 gereicht. Von Geruch und Farbe sehr an einen guten Brandy erinnernd. Vom Geschmack, mild, nicht zu süß nach wilden Aprikosen schmecken (bilde ich mir, wann habe ich das letzte Mal ne wilde Aprikose gegessen..). Sehr passend für dieses grandiose Dessert. BRAVO!

    Moscatello Dolce "Dulce Netum" DOC 2007

    Moscatello Dolce „Dulce Netum“ DOC 2007

    Der Abend wurde kurzweilig begleitet von Domenico de Marco (ich erwähnte ja bereits seinen Charme) und Francesca Curto der Winzerin (die phantastisch gekleidet war – diese Italienerinnen sag ich euch..Geschmack haben sie).

    Meine Befürchtung, es gibt nur jeweils ein kleines Tröpfchen zu trinken, war vollkommen unbegründet. Es wurde immer wieder nachgeschenkt. Der Service in der Bar Centrale war aufmerksam, freundlich und sehr angenehm. Nochmals Bravo!

    So wer jetzt Lust auf die Weine vom Antica Azienda Agraria Curto bekommen hat, muss in die Bar Centrale gehen. Dort kann man auch das ein oder andere Fläschen für zu Hause bekommen. So und wenn Domenico weiterhin so fleissig ist, vielleicht auch bald bei dem ein oder anderen ausgewählten Weinhändler. Bei Interesse leite ich die Anfrage dann gerne weiter.

    Ich hatte die Bar Centrale gar nicht mehr so richtig auf dem Schirm. Definitiv ein Fehler. Das Essen und der Service sehr angenehm…Freude!

    http://www.bar-centrale.net/de/


  7. Gianni Gillone Pasta Bar: a bit of Tuscany in Berlin

    Januar 20, 2014 by Wouter

    A short and sweet review on one of Berlin’s finest pasta bars out there.

    It’s always a good sign when my review comes without pictures: usually, it means that the food simply demanded all my devotion – or that the venue was too upper-class to pull out the good old flashy camera. Gianni Gillone’s Pasta bar on the Schönhauser Allee is definitely not a high-end restaurant, but the meal did deserve my undivided attention.

    Ginni Gillone's Pasta Bar: a bit of Florence in BerlinMy friend and I, both hungry after an intense work-out in the late afternoon, went for two big plates of old-fashioned Spaghetti Bolognese. The owner and his wife made us feel welcome and appreciated right away, both working with what can only be described as sheer dedication in their tiny kitchen. With the typical Italian hospitality, they apologized that the preparation of our dinner might take a bit longer than anticipated for, due to a big order from the nearby Soho House.

    Their apologies where not needed: after enjoying their delicious garlic bread, two steaming hot plates with pasta bolognese arrived with just the right amount of grated cheese sprinkled on top.
    You could taste each and every ingredient without loosing the total composition of traditional Italian elements. The olive oil was rich and creamy (not vierge, thank god!), the oregano tasted as if it were reaped from the fields from Tuscany just hours ago. The meat had the right amount of seasoning.

    To put it short: we were in Florence.
    Don’t let their basic interior design fool you: Gianni’s is worth the visit.

    For those of you in a hurry: yes, they are a traiteur (take-away) as well!

    Gianni Gillone Pasta Bar & Italienische Feinkost
    Schönhauser Allee 186A
    10119 Berlin
    PS: They are on Google Plus!

  8. Trattoria Marechiaro Wrangelstraße

    Dezember 15, 2013 by Christiane

    es gibt Dinge, die sieht man fast täglich und nimmt sie nicht wahr. Unscheinbar sind sie doch fest in unser Leben eingewoben, aber man schenkt ihnen keine Beachtung. So erging es uns fast 3 Jahre mit der Trattoria Marechiaro im nördlichen Wrangelkiez. Fast täglich fahren wir dort auf dem Weg zur Arbeit vorbei und nahmen die Trattoria Marechiaro nicht bewusst wahr. Das hat sich letzthin auf dem Weg zum samstäglichen Kauf in die Markthalle geändert. Ein kleiner Blick durch das große Fenster offenbarte rot karierte Tischdecken – ja das liebe ich doch. Also beschlossen wir, das es Zeit wird einen intensiveren Blick auf die Trattoria Marechiaro zu werfen.

    Dienstagabend haben wir uns mit Tilo in der Trattoria Marechiaro getroffen- Wäre ich noch in Köln, würde ich erst einmal sagen, typische 80ziger Einrichtung. Altbackene Kupferstiche, handgemalte rote Wände, alte Gaststättenmöbel. Durchaus gemütlich, aber nicht gerade geschmackvoll. Auf der Karte stehen viele Pizzen, Pasta ein paar Fleischgerichte und ein paar Antipasti. Liest sich alles gut. Dazu gibt es noch eine Tageskarte mit ein paar Pastagrichte mit Gambas oder Trüffel.

    Tilo entschied sich für das Vitello Tonnato, frische dicke selbstgemachten Nudeln mit einem Wildragout (glaube ich), wir für Pizza Frutta de Mare und Quattro Formaggi. Preise für die Pizza ab 8 Euro bis ca. 10 Euro. Das Vitello, welches Tilo zur Vorspeise wählte war grandios.

    Vitello Tonnato in der Trattoria Marechiaro

    Vitello Tonnato in der Trattoria Marechiaro

    Die Thunfischsauce bekommt alle Punkte, die ich zu vergeben habe. Die war so cremig – perfekt. Die richtige Tonnatocauce wird ja liebevoll durch ein feines Sieb gestrichen – und das wurde hier auch gemacht. Klasse. Cremig, sämig, würzig…Top!
    Unsere Pizzen

    Pizza Quattro Formaggi in der Trattoria

    Pizza Quattro Formaggi in der Trattoria

    Pizza Frutta de Mare in der Trattoria Marechiaro

    Pizza Frutta de Mare in der Trattoria Marechiaro

    Beide Pizza waren Highights. Groß, dünn, knusprig, reichlicher Belag. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal frische Muscheln noch in der Schale auf einer Pizza gesehen habe. Mein Quattro Formaggi – geräucherter Mozzarella, Mozzarella, sardischer Pecorino und noch ein anderer leckerer Käse…..lecker. Unglaublich lecker.

    Tilo seine Pasta – frisch gemacht reichlich Sauce – er war begeistert

    frische Pasta in der Trattoria Marechiaro

    frische Pasta in der Trattoria Marechiaro

    Der Service war sehr nett, freundliche und aufmerksam. Die Wirtin immer zu einem kleinen Tratsch aufgelegt – zauberhaft. Die Köchin Lisa – wir lieben sie!

    Also liebe Leser: Bestimmt habt auch auch so ein Schätzchen um die Ecke, welchem ihr einen zweiten Blick und einen ersten Bissen gönnen solltet. Wieder einmal hat sich bewahrheitet, nicht das äußere zählt, sondern die inneren Werte.

    Liebe Trattoria Marechiaro wir kommen gerne wieder. Der Abend war wunderbar und die Pizzen können es locker, aber so was von locker mit dem Due Forni oder Casolare aufnehmen.

    Wrangelstr.17
    10997 Berlin
    Stadtviertel: Kreuzberg


  9. Sardischer Abend in Berlin im Al Contadino sotto le Stelle

    Dezember 1, 2013 by Christiane

    Leute, haben wir ein Schwein (maiale)..! Wir wurden von der italienischen Handelskammer eingeladen, an einer Verkostung von sardischen Spezialitäten teilzunehmen. Keine Ahnung warum, aber so etwas hinterfrage ich natürlich nicht, bin ja nicht dusslig (nur manchmal). Also Dienstag wurden wir in das Al Contadino sotto le Stelle in Mitte geladen. google übersetzt mir das mit – dem Bauer unter dem Sternen..aha.

    Nach einer sehr netten Begrüßung durch die Donne der italienischen Handelskammer, nahmen wir unsere Plätze ein (es war vielleicht 18 Personen geladen)..und schmökerten erst Mal in der Speisekarte…sbavare (sabbel). 8 Gänge werden hier angekündigt und jeder einzelne liest sich verheißungsvoll. Vor allen Dingen, weil Gerichte dabei sind, die wir überhaupt nicht kennen. Ich war zwar schon in Sardinen – aber das ist gefühlte hunderte Jahre her (da traf ich meine erste große Liebe Davide Gessa – ich war 11…es folgten noch ein paar, wie Paolo, von der Insel Alba, der mich mit 17 heiraten wollte). Wie auch immer 🙂

    Also lege ich mit dem wesentlichen des sardischen Abends los:
    Nachdem uns der Aperitif wein gereicht wurden (sehr köstlich, kräftig, leichte Muskatnote)
    Salat mit Artischocken aus Samassi und Thunfischrogen, Orangen und Pecorino und Öl aus Oristano.

    Verblüffendes Gericht! Die Artischocken fein geschnitten, roh, salziger Geschmack – durch den Thunfischrogen, die Süße der sardischen Orangen – dazu wiederum ein toller Kontrast mit dem hervorragenden Pecorino. Sehr gelungener Auftakt.

    Danach gab es Artischocken im Ofen gebacken und Büffelmozzarella im Teigmantel. Darauf war ich mit am meisten neugierig. Schmeckte ebenfalls ungewöhnlich – aber ungewöhnlich gut. Ein bisschen schmeckte es nach Fleisch (Konsistenz), dazu ein kalter Tomatenspiegel, der Teigmantel des Mozzarella mit Artischocke erinnerte eher an Tempurateig. Klasse…hätte ich mir bestimmt nie bestellt. Sollte man aber!

    Dann folgte eine sardische Wurstplatte mit halbreifen Pecorino-Käse. Die Salami…ohhhhhhh….toll. Der Käse….die Kombi…schwärm!

    Unnötig zu erwähnen, dass ich schon sardische Lebensmittelgeschäfte in Berlin gegoogelt habe? Dazu das Brot, welches sich als hauchdünner Fladen präsentiert – ebenfalls würzig nach Olio schmeckend…bene, bene…

    Als erster Gang! (Gott wir waren schon satt) gab es Sardische Fregola verrührt mit den Köstlichkeiten des Meeres. Fregola ist eine Art Nudel- bisschen wie Ebly (man sagt es ähnelt israelischen Cous Cous, was ich aber nicht bestätigen würde) aber ganz rund. Dazu due cozze (Venus- und Miesmuscheln) und es war ein Gedicht. Werde ich nachkochen – unbedingt…!!!

    Danach folgte Malloreddus mit Wildschweinragout. Malloreddus sind kleine sardische Nudeln, die ich das letzte Mal am Lago Maggiore gegessen habe. Thomas hat die Menge des Ragouts bemängeln, ich den tollen Geschmack betonen. Kurzum – wiederum ein wunderbares sardisches Rezept…PS…Thomas hat es auch geliebt..er dachte aber an mehr..viel mehr..Sauce 🙂

    Als zweiter Gang!!! folgte der Lammrücken mit Artischocken aus Samassi und Kartoffeln. Der war leider nicht so gut. Das Fleisch bisschen bockelig und zu trocken. Die Kartoffeln hatten ein bisschen viel Salz abbekommen. Schade. Aber meine Kritik wurde sehr nett und freundlich aufgenommen. An der Stelle – der Service und die Weine im Al Contadino sotto le Stelle sehr nett, freundlich, super. Alle Gerichte wurden erklärt und auch die Weine wurden perfekt angesagt. Dazu hat die Cheffin der Italienischen Handelskammer in Berlin auch alles sehr nett erklärt und die Angestellten haben sich wunderbar um einen gekümmert. Ich hatte ja im Vorfeld keine so richtige Vorstellung. Aber alles war (bis auf den Hauptgang) eine echte Ode an Sardegna!! LOB; LOB, LOB!!! LODE, LODE, LODE!!!

    Obwohl unsere Bäuche eigentlich schon wegen Überfüllung geschlossen hatten, nahmen wir noch den weiteren Käsegang. Käse nach Sitten der Insel. Der eine Pecorino war wunderbar mild, der andere sehr räs (kräftig). Dazu gab es wieder einen Weißwein. Dieser…zu meiner Überraschung war der gleiche wie beim Aperitif. Er schmeckte in dieser Kombi auf einmal nach Frucht. Spannend!!!

    Da es mittlerweile schon sehr spät war, verzichteten wir auf das Dessert – frühe Termine drängten uns nach Hause. Aber gegeben hätte es Terrine mit Orangen Muskat Sabayon und Orangenmousse danach sardische Amaretti mit Vernaccia aus Oristano.

    Ich erwähnte ja schon die zauberhafte Betreuung. Diese wurde durch Francesa aus Sardinien vervollständigt, die uns am nächsten Abend zur Austellungseröffnung des Sardegna Stores am Hausvogteiplatz eingeladen hat.

    Da sind wir natürlich hin…und wieder Gott sei Dank!!! Dort lernten wir Domenico kennen, der die wunderbaren Weine aus Sardinien in Berlin (wir bekamen diese ja an dem Abend ebenso zur Verkostung und sie waren GROßARTIG) und Richtung Osten vermarkten möchte und ein wunderbarer Gesprächspartner ist. Ich freue mich schon, ihn nächste Woche wiederzutreffen!!

    So…also…liebe italienische Handelskammer in Berlin – lieben Dank für den tollen, genussvollen sardischen Abend. Ich muss sagen, Sardinien und die wunderbaren Produkte sind in meinen Focus gerückt. Gerne hätten wir die Rezepte und wir kommen gerne wieder zu einer Verkostung…wir sagen auch ganz lieb..Bitte, Bitte, prego, prego…

    Mille grazie, Spero di rivedervi!!!

    Aber ergänzend sei gesagt, die Ausstellung im Sardegna Store ist sehr nett. Besonders unglaublich fand ich die Bilder des sardischen Faschings. Diese ähneln unglaublich der allemannischen Fasnet. Anschauen! Wir hatten Glück – gab auch ne Verkostung! http://sardinienreisen.wordpress.com/2012/03/10/sardegna-store-eroffnung-in-berlin/

    Und nicht zuletzt liebes http://www.alcontadino.eu/ wir kommen wieder. Wo hat man die Chance so viele nette Italiener zu treffen, der (ich liebe sie seit meiner Kindheit – ich meine die Sprache) zu lauschen und so ein tolles
    Essen zu bekommen…FREU GIOIA!!!! Und also, also….ich werde erst einmal sardische Produkte bestellen bzw. kaufen..SO..ich schärme….und TB auch….:-)


  10. I Due Forni

    Juni 24, 2013 by Christiane

    Sonntag war mal wieder Ausgang für uns aus Kreuzberg. Eigentlich wollten wir mit Freunden eine Führung durch die alten Fluchttunnel vornehmen, allerdings war die Tour schon ausverkauft, also haben wir uns das Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße angesehen. Naheliegend, dass man dann auch in der Gegend nett Mittagessen geht. Da wir 3 Kiddies dabei hatten, entschieden wir uns für das I Due Forni, da es auch einen kleinen Spielplatz hat.

    Früher war ich öfters dort, da ich eine Weile direkt nebenan gearbeitet habe und ich behaupte immer, die haben die besten Pizzen der Stadt. Das I Due Forni ist in einer hübschen Villa direkt am Senefelder Platz und bietet einen schönen Garten. Das Personal ist ausschließlich aus Italien und so fliegen einem immer die schönsten Wortfetzen um die Ohren. Ich liebe ja italienisch und ein Buon giorno, grazie, bellisima, bene…bekomme ich alle male noch hin.

    Ich musste gar nicht in die Karte gucken, da ich dort am liebsten die Pizza Quattro Formaggi esse. Diese hat als Belag nicht wie bei vielen anderen Italienern Schafskäse oder anderen irrelevanten Käse (ich meine für Pizza) sondern ist belegt mit Gorgonzola, cremiger Mascapone, Mozzarella und noch einen irgendeinen anderem (sauleckeren) Käse. Die Pizza selber ist hauchdünn, knusprig, groß und schmeckt bis zum Ende phantastisch. Aber ich greife vor.

    Also da es noch ruhig war, konnten wir uns einen schönen Platz aussuchen und die Ruhe die Karte studieren. Es gibt eine Pizzakarte mit bestimmt 30 versch. Pizzen. An den Wandtafeln kann man dann alternativ Nudelgerichte wählen, die zumeist in 3 Ausprägungen zur Verfügung stehen. Salat gibt’s auch 🙂

    Unsere kleine Gruppe entschied sich für Pasta Ragu (oder wie der jute Deutsche sagt, Spagetti Bolognese), Pasta Pomodoro (Spagetti mit Tomatensauce), Pizza Quattro Formaggi, Pizza Quattro Statione (na, Thomas, kannst Du es jetzt aussprechen 🙂 – die andere Pizza habe ich vergessen.

    Schnell kam unser Essen und es hat super geschmeckt – uns allen. Die Pizzen sind einfach auch zu lecker. Aus die Pasta Bolognese (ich tauschte mit den Kiddies ein bisschen Pizza gegen Pasta) waren sehr gut. Ich finde es ja schön, wenn zwei Personen das Gleiche bestellen, wenn dann das Gericht auf einer kleinen Platte angerichtet wird, so dass man sich selbst nehmen kann. Das hat einfach was von einem Familienessen an sich und wenn jeder bei jedem einfach probieren kann, schön.

    Allein was ein bisschen nervt ist der Service. Ewig standen die Essensreste im I Due Forni rum und wir versuchten die gierigen Spatzen zu vertreiben. Erst nach mehrmaliger Aufforderung nahmen sie die Teller mit. Jetzt könnte man sagen, war bestimmt viel los, ne es ging. Aber das war schon immer die Schwäche im I Due Forni. Auch Nachbestellungen waren komplex, wobei ich mich persönlich nicht beschweren kann, da ich alles asap bekommen haben – mag bestimmt an meinem akzentfreien grazie gelegen haben.

    Zu den Preisen: Pizzen zwischen 5,80 – ca. 10€. Pasta auch so um den dreh. Preislich absolut ok.
    Service geht so, meine Begleiter waren diesbezüglich deutlich unzufriedener als ich. Location – draußen sitzen super, innen wird es mir durch die enge Bestuhlung einfach irgendwann zu laut.

    Es gibt auch noch zwei Schwesterrestaurants – das Il Casolare im Planufer (noch lauter) und irgendeines im Friedrichshain, welches ich noch nicht kenne.

    Adresse: Schönhauser Allee 12, 10119 Berlin
    Telefon:030 44017333
    täglich ab 12:00 – leider keine Website