RSS Feed

Posts Tagged ‘Sommer’

  1. Seidls in Berlin / Schöneberg

    Juli 21, 2010 by Christiane

    Das Seidls in der Gotenstraße war so in meinem Kopf immer ein Lokal erster Wahl, wenn es um Familienbesuch geht. Also wählten wir es aus für einen schönen Abend mit Cousinchen Gaby.

    Was ich am Seidls mag, ist die wunderbare Jugendstil-Einrichtung mit den schönen Leuchtern und den großen Fenstern mit Blick auf die Bäume. Der kleine Biergarten ist gar nicht so klein und mit vielen alten Bäumen beglückt. Man wartet direkt darauf, dass dat Marlenchen um die Ecke kiekt…

    Zur Küche: Deutsche Hausmannsküche mit verschlanktem und modernen Einflüssen. Es gibt Berliner Leber, Tafelspitz, Wiener Schnitzel usw.. Die Auswahl ist nicht so groß und preislich deutlich gehoben. Leber mit Apfel und Pü 14,50€ ein Salat mit ein paar Scheiben Lachs flotte 13,50€.

    Geschmacklich alle solide. Kein großes Kino. Was mich aber ärgert ist wirklich der Preis für den Salat. Gestern habe ich im Rodeo Ressort erneut mein Steak gegegessen mit einem kleinen Beilagensalat, der im Blattwerk analog zu dem vom Seidls war. Mein Steak mit allem drumherum aber nur 17,50€.. Der Grundpreis für den Seidls-Salat lag für das Grünzeug schon bei 8,50€ 5€ für den Lachs, der nett und gut war, mir aber ein bischen mehr Würze von der Beize gewünscht hätte.

    Vergleiche ich die beiden Läden, stimmt für mich das Preis/Mengen-Verhältnis nicht wirklich.

    Was ich eigentlich auch mag am Seidls, dass noch ausgebildet wird. Eigentlich klasse. Aber diesesmal hatten wir irgendwie Pech. Der Azubi-Kellner latschte mit der Hand in der Hostentasche auf uns zu (oh, we cool), bei der Azubi-Bedienung sahen wir öfters ihren roten String als alles andere. Und richtig eindecken war auch von der Chef-Bedienung nicht drin. Immer rechts meine Liebe, wollte ich ihr schon soufflieren.

    Ok..vielleicht einfach ein Pechtag..

    Das Seidls stellt sich als gediegenes etwas gehobeneres Restaurant dar, welches von der schönen Einrichtung unterstützt wird. Allerdings sind wir diesesmal sowohl vom Personal als auch der Küche enttäuscht. Auch der Preis für ein Glas “blauen Zweigelt” für 6,50€ finde ich happig.

    Vielleicht versuchen wir es nochmals im Winter – aber es gibt ja noch so viel andere Restaurants, die nur darauf warten von uns entdeckt zu werden…

    www.seidls-berlin.de


  2. Biergarten Zenner-Eierschale im Treptower Park

    Mai 13, 2010 by Christiane

    Jetzt müssen wir mal eine Lanze für den Zenner brechen. Ein wenig als Prollgarten ist er ja verschrien, was nicht ganz falsch ist. Aber dadurch ist er auch kurios, schräg, großartig, peinlich, trashig, altmodisch…

    Meiner Meinung nach ist er aber auch einer der schönsten Biergärten von Berlin. Man sitzt an der Spree unter altem Baumbestand, blickt auf die Insel der Jugend und dem Klipper, Boote ziehen vorbei und es hallt “ein Bett im Kornfeld” oder ”Rote Rosen aus Athen” aus den Lautsprechnern.

    Ein Brummen lässt einen die Augen vom Bierkrug heben und gebannt der Landung oder dem Start von Berlin’s einzigsten Wasserflugzeug erleben.

    Michael Wendler oder Schlager von Costa Cordalis erklingen und die zumeist reifen Herrschaften sprinten zur Tanzfläche um wild zu schwofen. Seit Jahren erleben wir dabei einige ältere Herren, wie sie “Hahn im Korb” gleich, um die älteren Mädels buhlen um nach einem Tänzchen diese galant an den Platz zu begleiten. Ja, man(n) kennt sich hier. Dieses Jahr stellen wir mit Erstaunen fest, dass auch mittlerweile Jüngere ausgiebig zu den deutschen Schlagern tanzen. Manche begabt, manche weniger. Mucke gibts allerdings nur am Wochenende. Unter der Woche ist es ganz ruhig und wie uns mal verraten wurde, gehen die Herrschaften dass in’s Rübezahl nach Köpenick.

    Auch wenn sich das ein wenig kitschig oder doof anhört, ganz ehrlich, ich hoffe doch auch im Alter noch so viel Spaß zu haben. Vielleicht läuft dann kein Schlager, sondern The Doors oder Robbi Williams oder meinetwegen auch Tokio Hotel.

    Besonders viel Spaß macht es uns immer den am schlechtesten, gekleideten Besucher der Saison zu ermitteln. Leider hält sich unsere Nummer 1 seit Jahren. Unser Nummer 1 ist ein Herr, weißes Netz-Muscelshirt, wenig Haare am Kopf, dafür am ganzen Körper (brrr besonders am Rücken und Oberarm), dazu weiße Trainingshose, hübsch in die Tennissocken gestopft, geschickt kombiniert mit Aldiletten. Um dieses gelunge Outfit modisch abzurunden, ein niedliches Handyholster, welches elegant unter dem kräftigen Oberarm neckisch hervorlugte..noch Fragen? Die propperen Mädels, denen der Stringtanga aus der Hose rutscht und das nackte Hinterteil ein ein Bondageopfer verwandelt,  sehen wir schon als Zennerstandard an. Aber wir suchen weiter…

    Die Getränkepreise (Selbstbedienung) sind moderat. Kleinigkeiten zum essen (Pommes, Hucken, Steaks, Eis..)gibt’s auch. Wer ganz hungrig ist, kann auch zu Burger King gehen oder das Restaurant vom Zenner besuchen, welches an den Wochenenden Jazzbrunch anbietet. Thomas hat da auch schon Trompete gespielt (is scho a biserl her).

    http://www.eierschale-zenner.de/

    Falls einer nach unserer Beschreibung den Zenner besucht und meint man hätte eine neue Nummer 1 entdeckt, bitte Info an uns.


  3. Biergarten in Berlin, Kreuzberg das Burg am See

    Mai 13, 2010 by Christiane

    Insider Biergarten nennt sich das “Burg am See” und ebenso erster türkischer Biergarten. Beides trifft durchaus zu, wobei ich ja die Bezeichnung “Penis im See” vorziehe. Jeder der sich den kleinen Brunnen, Marke Eigenbau, einmal angesehen hat, wird mir zustimmen :-) Einfach mal auf die Galerie klicken..

    http://www.burg-am-see.de/homepage.html

    Auf 3.000 qm kann man ganz phantastisch direkt am Landwehrkanal sitzen und den Ausflugsdampfern träumerisch nachblicken. Ein riesengroßer toller Abenteuerspielplatz erlaubt auch Eltern in Ruhe ihr Bierchen zu schlürfen, Shisha zu rauchen oder aber Sonnenblumenkerne grazil auszuspucken.

    Bis zu dieser Saison waren die Speisen rein türkisch – also Köfte, türkische Pizza usw. Immer lecker. Jetzt hat ein kleiner Wandel zur klassischer Biergartenküche stattgefunden. Nackensteaks, Pommes, div. süße und salzige Strudelspezialitäten, Obazda mit Brezel, Eis usw.. Um an seine Speisen und Getränke zu kommen muss man sich erst an der Kasse anstellen und dann an den Strudel, Getränke, Eis oder Pizzastand begeben. Habe ich gerade geschrieben klassische Biergartenküche :-)

    In dem großen Biergarten mit wunderbar, altem Baumbestand kann man ab 10:00 morgens wählen, ob man sein Frühstück an den Bierbänken, Biergartenstühlen oder aber in den Beachstühlen einnehmen möchte.

    Ein prima Ort um bei schönem Wetter zu relaxen, Bierchen zu trinken und dem Treiben der Besucher zuzuschauen. Absolut perfekt für Familien.

    Zu finden in der Ratiborstraße/ Ecke Paul-Lincke-Ufer


  4. A’ Bööötle in Mitte – das Deckshaus

    April 26, 2009 by fischer0208

    Das Deckshaus! We love it!
    Direkt am historischen Hafen am Märkischen Museum gelegen bietet, dieses alte Boot Urlaubsfeeling pur. Das Schiffsrestaurant ist alt -keine Ahnung wie alt – aber alt. Bierbänke und ein paar Bistrotische zwischen den vielen Deckaufbauten, machen einen echten Matrosen aus mir. Ahoi!
    Den Sommer haben wir dort am 02.04.09 eröffnet. Ein wenig eingemummelt zwar, aber die Sonne schien und Urlaubsstimmung kam auf. Angeboten wird deftige Küche, Schnitzel, Strammer Max (superlecker), Heringe usw.. Der Koch – wie auch immer er es schafft mit nur einem Zwei-Plattenherd – zaubert einfache aber gute Küche aus der Kombüse. Die Leichtmatrosen, Smutjes oder wie auch immer Bedienungen auf Schiffen heissen, sind aufmerksam um unser Wohl besorgt. So wurde uns bereits anvertraut, dass der Koch jetzt auch frische Bratkartoffeln anbietet. Werden wir natürlich live testen müssen.
    Aber am reizvollsten ist doch der Blick und die Stille. Ab und an hört man die Sirene der gegenüberliegenden Schleuse und das leise quatschen der anderen Gäste. Am Wochenende tuckern dann andere alte Böötchen vorbei, man blickt gemnütlich auf das Wasser und mit ein bischen Training, schafft man es acht, 8!!!, acht Spatzen aus seiner Hand picken zu lassen.
    Wenn dann der Blick gemütlich durch den Hafen schweift, kann man auch mal einen kleinen Raben erleben, der einen Fischreiher jagt. Tage des Donners in der Vogelvariante.
    Man kann auch unter Deck sitzen – habe ich allerdings noch nie gemacht. Da muss Käpt’n Borath sein Logbuch starten…
    Kleiner Auszug aus der Speisekarte:
    Mehr zum Deckshaus: http://deckshaus.de

    Schwäbische Maultaschen mit Käse überbacken und Salatgarnitur 4,90 €
    Backkartoffel mit Kräuterquark und Salatgarnitur 4,50 €
    Matjesfilet auf Bauernbrot mit Salatgarnitur 7,20 €
    Geräucherte warme Sprotten mit Bauernbrot und Butter und Salatgarnitur 6,90 €
    Rote Grütze mit Vanillesoße und Sahnehäubchen 3,10 €
    Black Tiger: Rührei mit Shrimps, Brot und Salatgarnitur 6,30 €
    Bauernfrühstück mit Salatgarnitur 6,80 €
    3 Spiegeleier mit Bratkartoffeln und Salatgarnitur 6,20 €
    Strammer Max: Brot mit Schinken, 3 Spiegeleier und Salatgarnitur 5,70 €
    Sülze mit Remoulade, Bratkartoffeln und Salatgarnitur 7,60 €
    Paniertes Schweineschnitzel, Bratkartoffeln und Salatgarnitur 9,20 €


  5. Der Floriansgarten

    April 16, 2009 by fischer0208

    ach, einer unserer Lieblingsplätze. Genau zwischen Kreuzberg und Schöneberg gelegen (Kreuzbergstraße / Monumentenbrücke) befindet sich ein echt netter Biergarten, in dem noch – wie sich’s gehört – auch Bier getrunken wird. Es gibt doch nix dämlicheres als einen Biergarten, in dem die Leute Latte und anderes verweichlichtes schlürfen und am besten dazu noch psychologische Ratgeber für autoritäre Eltern oder eine Fahradmagazin lesen, oder so.
    Als Süddeutsche muss ich mich jetzt wirklich mal für die echte Biergartenkultur stark machen. Bier, Weizen, das gehört sich so. Dazu g’hört Obazda und a Laugenstangerl oder aber a an’ Leberkäs. Sushi, Cocktails und Pizza pfui!
    Aber genug gemeckert: Im Floriansgarten gibt es Bier, Wein, Selter, Saft und na ja, Kaffee. Wer’s braucht. Aber auch Weißwürtschle, selbergebackende Laugenstangen und oben erwähntes Biergartenleckerligedöns. Ab und an wird gegrillt. An Ostern gab’s geschenkte Ostereier. Nett.
    Samstags, mit viel Glück, fährt hin und wieder der historische Zug aus dem Technikmuseum in das alte Depot. Thomas bekommt seine Kinderaugen und will auch…
    Die Leute sind super entspannt, keiner grölt und geniessen einfach den Tag, Sonne, Ort…
    Die Preise sind absolut moderat. Zwar Selbstbedienung, aber es geht immer ganz schnell und die Leute vom Floriansgarten sind immer nett, schnell und freundlich.
    Und habe ich schon erwähnt, Obazda gibt’s.
    Volle Punktzahl!
    http://floriansgarten.de