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Türkische Küche in der Türkei

30. Mai 2012 by Christiane

die türkische Küche gilt nach der Französischen und der Chinesischen als einer der besten der Welt.
Dies hätte ich bisher auch so unterschrieben. Bisher waren wir schon vier oder fünf Mal in der Türkei und haben uns immer sehr über die orientalische Kost gefreut. Was ist passiert? Dieses Mal hat es uns wieder nach Antalya- genauer nach Konyaakli verschlagen. Aktuell wohnen wir im Hotel Hillside Su, welches über 5 Restaurants verfügt. In der Umgebung gibt es einen Beachpark, der direkt am Strand liegt und einem die türkische Genüsse mit fröhlichem Merhaba näher bringen sollte. Tja sollte. Aber der Reihe nach.
Samstag Abend – nach einem kleinen Unfall meinerseits – ich dachte am Besten ist so ein Unfall gleich zu Anfang der Reise – da hat man mehr davon 🙂 beschlossen wir im mediteranen Restaurant des Hillside Su zu speisen. Das Restaurant befindet sich in der superweißen mit Pink oder rotem Licht angestrahlten Lobby. Auf der einen Seite kann man mediteran an langen Tresen mit Designhockern, vielen Spiegeln und Fernsehgeräten speisen. Auf der anderen Seite, gleicher Tresen, Sushibar. Klar, erwartet man in der Türkei. Wir entschieden uns für den mediteranen Speisebereich und bekamen auch zügig die Karte. Mediteran bedeuetet offensichtlich div. Sandwiches, Tris Pasta, Lambchops, Salat. Hmmmmm wo ist Manti? Sis Kepab, Köfte? Nix da. die Peise haben uns regelrecht umgehauen. Für ein ödeldödel Sandwich mit Fries 11€. Glas Weißwein, 7.50. Die anderen Presie möchte ich gar nicht nennen, der einfachste Salat ebenfalls um 10€. Aber egal. Wir haben uns Sandwiches bestellt und ich bekam ein zart gekühltes, trockenes Chicken-Sandwich mit lummeligen (wer den Begriff nicht kennt, lapprig) auf keinen Fall die Zungen vor Hitze verbrennenden Pommes. Dazu Mayo und Ketchup. Na ja. Thomas versuchte das Steak Sandwich, welches auch deutlich weniger Außenentemeperatur als die türkische Riveria hatte. Das Fleisch war zwar zart, aber die karamelisierten Zwiebeln sehr kühl. Geschmacklich na ja.
Da ich auf Grund meines genähten (nicht angenähten, nur mit 4 Stichen geflickt) aber dazu schreibe ich noch im Reiseblog, sehr eingeschränkt bin, versuchten wir es am nächsten Tag unweit des Hotels im Beachpark. Dieser scheint seine besten Zeiten hinter sich zu haben und viele der kleinen Gözelem, Köfte und Kepab Buden sind dicht oder noch dicht.
Auf der Karte des Beach Clubs auch das typisch türkische Angebot. Burger, Fries, Sandwich, Pasta. Teufel aber auch – wo ist mein Sis Kepab, meine geliebten Manti (Mini Maultaschen mit Joghurt Sauce, Paprika-Knoblauchöl, yummyyyyy)? Nix davon. Burger zu 6 € gibts. Schmeckte nicht schlecht, aber die Fries wieder lapprig. Efes, 4€. Wenn man sich überlegt, dass 1/3 der Bevölkerung von Antalya von 325€ (4 Pers) im Monat lebt, sind dies horrende Preise und mind. doppelt so hoch als noch vor zwei Jahren.
Am nächtsten Abend fuhren wir mit dem Taksi (Taxi) in die Old Town von Antalya und entdeckten auch sogleich am Uhrturm ein geschätzes Cafe, welches früher Cafe Berlin hies, da die Besitzer türkische Restaurantbetreiber aus Berlin sind. Der Kellner kam aus Köln und freute sich mit uns einen kleinen Ratsch zu halten. Nach der Frage wo die gute Küche geblieben ist und ob er uns was empfehlen könne, verweiste er auf Gölem, einige Meter weiter. OK, er ist Einheimischer, wird’s also schon wissen. Stolz erzählte er, alle Zutaten sind aus der Umgebung, offene Showkitchen, alles sehr sauber, weit über die Grenzen Antalyas bekannt und eine Webcam erlaubt der ganzen Türkei in das Szenelokal zu gucken. COOL….hört sich super an. Endlich leckere türkische Küche!!! Also sportlich hingehumpelt. Das Gölem erwies sich als Schnellimbiss 🙂 Klar, dass es da eine offene Küche gibt und ja die Webcam haben wir entdeckt und auch reingelächelt – schaut doch die ganze Türkei dabei zu 🙂 Aber egal. Wir waren hungrig und bestellten einen Adana Kepab und einen Grillteller. Vorab Tatzik (mit den unvermeidlichen Pommes) und Thomas einen Grillteller für rund 11€. War ok…ist aber ehrlich gesagt in Berlin besser. Gestern Abend – mittlwerweile sind wir dank eines Mietwagens auch mobil- haben wir uns trotzdem ein Beachlokal ausgesucht. Und was gab es, ja ihr dürft raten – Burger, Toast, Salat, Pasta und den beliebten Döner nach Art von Kreuzberg. Natürlich ein wenig einheimisch abgewandelt mit Majo und Ketchup…..ich muss türkische Kraftausdrücke lernen. Thomas entschied sich wieder für einen Grillteller für die üblichen 11€ und das Fleisch war ok. Mein Chickendöner war leider wieder sehr trocken. Beim Grillteller gab es Rohkost dazu. Hätte man mit Ketchup und Mayo verfeinern können. Als einzige Erklärung fällt mir nur ein, hier gibts viele Engländer…

Also die Spannung liegt auf heute Avend – erst shoppen in Lara (Bezirk von Antalya) und dann vielleicht, wer weiss, mal schauen gut Éssen? Daumen drücken.

So, Ende vom Livebericht wo wir gerade auf einem Daybed unter perfekt blauen Himmel am 50m langen Pool liegen..


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