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‘in fremden Ländern’ Category

  1. Sezam Restaurant Konyaalti Antalya

    Juni 1, 2012 by Christiane

    noch immer befinden wir uns auf der Mission – wo ist die gute türkische Küche in Antalya geblieben. Gestern – nach einem Ausflug nach Kemer – welches ca. 35 KM von uns entfernt liegt und eher einer russischen Enklave gleicht, wurden wir fast vor der Haustüre fündig. Wobei direkt fast bedeutet, man braucht schon ein Auto und so…
    Auf dem Weg zur Innenstadt von Konyaati, entdeckten wir ein Restaurant (eines der wenigen) mit dem Namen Sezam. Na Sesam ööfne Dich und husch, husch rein mit uns.
    Die Karte ist komplett türkisch, also war eher raten dran. Pide klar – irgendwas mit Brot. Aber was ist Tavuk Pirzola oder Alabalik Izgara, Grida Izgara, Ali Nazik oder Biber Sosu Ile? Das einizige was wir eindeutig identifizieren konnten war Kalamar Tava, die TB auch sogleich bestellte. Der hübsche und reizende Kellner empfahl mir Kurzu Pizola und machte mir das internationale Zeichen für sehr lecker. Da ich davon ausging (bei ca. 10 € große, große Portion) machte ich meinerseits internationale Zeichen dafür, ob ich auch die Hälfte bekommen kann. Also bestellte ich irgendwas – und davon 4! Nachdem der nette, hübsche 🙂 Kellner mit unserer Bestellung davon gerauscht ist, kam der Chef – Hasan – um in schönstem englisch mit uns zu plauschen (es kommen wohl kaum Touristen dort hin, was echt schade ist) und uns ein luftiges Brot mit schwarzem Sesam, Tazik, rote Schafskäsepaste und eine Petersilien- Zwiebel-Tomatenpaste hinzustellen. YES- endlich die guten türkischem Meze. Hätte das Knofi aus der Bergmannstraße nicht besser machen können. Mit Freude im Herzen verspeisten wir den Gruß auf’s Haus. So mag ich meine Türkei.

    Danach kamen unsere (meine mir unbekannte) Speisen. Thomas bekam einen wunderbar frischen gemischten Salat, Tazik und knusprigen Ringchen von einem Tintenfisch. Die Portion war ein bisschen klein für den Herren, aber er durfte ja noch von meinem Teller die Reste naschen. Und was gab’s bei mir? Lammkotlettchen wunderbar zart und würzig dazu einen Pilaw und Tomate. Sehr, sehr lecker. Nachdem ich kein „vom Knochennager“ bin, habe ich ausgesprochen großzügig und lieb wie ich bin, Thomas das Knabbern überlassen. Mit wohl gefüllten Bäuchleins sind wir dann zurück zum Hotel, haben uns auf unser Bett auf dem Balkon zurückgezogen und von vielen weiteren leckeren Meze geträumt.

    Bin gespannt, morgen werden wir Otel Otik in der Altstadt aufsuchen und überprüfen, ob das Essen immer noch so saulecker ist wie vor zwei Jahren.


  2. Khan Beach Club am Beachpark Antalya

    Juni 1, 2012 by Christiane

    unweit des Hillside Su Hotels befindet sich der weitläufige Beachpark mit vielen Beachclubs und kleinen Restaurants. Wie bereits im Vorbericht geschrieben, kann man jede Menge Cheeseburger, Toasts, Sandwiches und anderen Fast Food geniessen. Grundsätzlich ist der Khan Beach Club nicht wirklich anders. Sie bieten aber auch frische Pasta, Pizza und ein paar türkische Gerichte an. Ja, leider auch zu den überhöhten Preisen wie berichtet. Aber trotzdem sollte er hier Erwähnung finden. Erstmal zur Location:
    Direkt am Kiesstrand kann man komfortabel auf Liegen gemütlich auf’s Meer schauen. Alles ist in weiß, sand und türkis gestaltet und allein die Farbgestaltung mit dem perfekten Blick auf’s Meer und die große Bucht von Antalya mit den Steilküsten und Bergen ist gigantisch. Im Gartenbereich steht für die Kinder ein netter Spielplatz zur Verfügung. Für Tet-a-Tet’s kann man sich kuschlig in eine der Boxen mit Baldachin zurückziehen. Große Kissen und Sitzsäcke laden ebenfalls zum verweilen ein. Bei Regen gibt es auch einen Innenbereich, der mit den weißen Holzböden, Holzdecken und der weiß/türkisen Einrichtung eher an die Hamptons erinnernt als an einen türkischen Beachclub.
    Vor ein paar Tagen haben wir hier zum ersten Mal gegegessen – ja Burger. Und die waren in Ordnung. Besonders macht diesen Laden eigentlich, der ungemein nette Service. Gestern Abend hat es hier aus allen Wolken geschüttelt und als wir als gute Raucher nach draussen sind, ist sogleich ein Angestellter hinterhergehüpft um uns Handtücher zu bringen. Da wir mittags sehr nett im Sesam in Konyaalti gespeist haben (dazu später mehr), haben wir uns nur für Getränke entschieden, die sogleich mit Salzstangen und Salznüssen serviert wurden. Nach einem sehr netten Plausch mit dem Cheffe, bekamen wir sogar noch für umsonst einen Obstteller. Fand ich sehr nett.
    Am Nachbartisch wurde noch richtig gespeist und die Teller sahen sehr gut aus. Sehr dekorativ, tolles Geschirr und den anderen Gästen scheint es geschmeckt zu haben,.
    Am Sonntag findet dort eine Hochzeit statt, wir gehen mal gucken…


  3. Türkische Küche in der Türkei

    Mai 30, 2012 by Christiane

    die türkische Küche gilt nach der Französischen und der Chinesischen als einer der besten der Welt.
    Dies hätte ich bisher auch so unterschrieben. Bisher waren wir schon vier oder fünf Mal in der Türkei und haben uns immer sehr über die orientalische Kost gefreut. Was ist passiert? Dieses Mal hat es uns wieder nach Antalya- genauer nach Konyaakli verschlagen. Aktuell wohnen wir im Hotel Hillside Su, welches über 5 Restaurants verfügt. In der Umgebung gibt es einen Beachpark, der direkt am Strand liegt und einem die türkische Genüsse mit fröhlichem Merhaba näher bringen sollte. Tja sollte. Aber der Reihe nach.
    Samstag Abend – nach einem kleinen Unfall meinerseits – ich dachte am Besten ist so ein Unfall gleich zu Anfang der Reise – da hat man mehr davon 🙂 beschlossen wir im mediteranen Restaurant des Hillside Su zu speisen. Das Restaurant befindet sich in der superweißen mit Pink oder rotem Licht angestrahlten Lobby. Auf der einen Seite kann man mediteran an langen Tresen mit Designhockern, vielen Spiegeln und Fernsehgeräten speisen. Auf der anderen Seite, gleicher Tresen, Sushibar. Klar, erwartet man in der Türkei. Wir entschieden uns für den mediteranen Speisebereich und bekamen auch zügig die Karte. Mediteran bedeuetet offensichtlich div. Sandwiches, Tris Pasta, Lambchops, Salat. Hmmmmm wo ist Manti? Sis Kepab, Köfte? Nix da. die Peise haben uns regelrecht umgehauen. Für ein ödeldödel Sandwich mit Fries 11€. Glas Weißwein, 7.50. Die anderen Presie möchte ich gar nicht nennen, der einfachste Salat ebenfalls um 10€. Aber egal. Wir haben uns Sandwiches bestellt und ich bekam ein zart gekühltes, trockenes Chicken-Sandwich mit lummeligen (wer den Begriff nicht kennt, lapprig) auf keinen Fall die Zungen vor Hitze verbrennenden Pommes. Dazu Mayo und Ketchup. Na ja. Thomas versuchte das Steak Sandwich, welches auch deutlich weniger Außenentemeperatur als die türkische Riveria hatte. Das Fleisch war zwar zart, aber die karamelisierten Zwiebeln sehr kühl. Geschmacklich na ja.
    Da ich auf Grund meines genähten (nicht angenähten, nur mit 4 Stichen geflickt) aber dazu schreibe ich noch im Reiseblog, sehr eingeschränkt bin, versuchten wir es am nächsten Tag unweit des Hotels im Beachpark. Dieser scheint seine besten Zeiten hinter sich zu haben und viele der kleinen Gözelem, Köfte und Kepab Buden sind dicht oder noch dicht.
    Auf der Karte des Beach Clubs auch das typisch türkische Angebot. Burger, Fries, Sandwich, Pasta. Teufel aber auch – wo ist mein Sis Kepab, meine geliebten Manti (Mini Maultaschen mit Joghurt Sauce, Paprika-Knoblauchöl, yummyyyyy)? Nix davon. Burger zu 6 € gibts. Schmeckte nicht schlecht, aber die Fries wieder lapprig. Efes, 4€. Wenn man sich überlegt, dass 1/3 der Bevölkerung von Antalya von 325€ (4 Pers) im Monat lebt, sind dies horrende Preise und mind. doppelt so hoch als noch vor zwei Jahren.
    Am nächtsten Abend fuhren wir mit dem Taksi (Taxi) in die Old Town von Antalya und entdeckten auch sogleich am Uhrturm ein geschätzes Cafe, welches früher Cafe Berlin hies, da die Besitzer türkische Restaurantbetreiber aus Berlin sind. Der Kellner kam aus Köln und freute sich mit uns einen kleinen Ratsch zu halten. Nach der Frage wo die gute Küche geblieben ist und ob er uns was empfehlen könne, verweiste er auf Gölem, einige Meter weiter. OK, er ist Einheimischer, wird’s also schon wissen. Stolz erzählte er, alle Zutaten sind aus der Umgebung, offene Showkitchen, alles sehr sauber, weit über die Grenzen Antalyas bekannt und eine Webcam erlaubt der ganzen Türkei in das Szenelokal zu gucken. COOL….hört sich super an. Endlich leckere türkische Küche!!! Also sportlich hingehumpelt. Das Gölem erwies sich als Schnellimbiss 🙂 Klar, dass es da eine offene Küche gibt und ja die Webcam haben wir entdeckt und auch reingelächelt – schaut doch die ganze Türkei dabei zu 🙂 Aber egal. Wir waren hungrig und bestellten einen Adana Kepab und einen Grillteller. Vorab Tatzik (mit den unvermeidlichen Pommes) und Thomas einen Grillteller für rund 11€. War ok…ist aber ehrlich gesagt in Berlin besser. Gestern Abend – mittlwerweile sind wir dank eines Mietwagens auch mobil- haben wir uns trotzdem ein Beachlokal ausgesucht. Und was gab es, ja ihr dürft raten – Burger, Toast, Salat, Pasta und den beliebten Döner nach Art von Kreuzberg. Natürlich ein wenig einheimisch abgewandelt mit Majo und Ketchup…..ich muss türkische Kraftausdrücke lernen. Thomas entschied sich wieder für einen Grillteller für die üblichen 11€ und das Fleisch war ok. Mein Chickendöner war leider wieder sehr trocken. Beim Grillteller gab es Rohkost dazu. Hätte man mit Ketchup und Mayo verfeinern können. Als einzige Erklärung fällt mir nur ein, hier gibts viele Engländer…

    Also die Spannung liegt auf heute Avend – erst shoppen in Lara (Bezirk von Antalya) und dann vielleicht, wer weiss, mal schauen gut Éssen? Daumen drücken.

    So, Ende vom Livebericht wo wir gerade auf einem Daybed unter perfekt blauen Himmel am 50m langen Pool liegen..


  4. Bali Sanur

    Juli 10, 2011 by Christiane

    Sanur ist ein kleiner touristischer Ort auf Bali, welcher weniger die Partygäste anzieht als vielmehr die ruhesuchende Touristen. Unser wirklich großartiges Hotel lag direkt am Strand und unmittelbar hinter dem exotischen Garten lag die „Hauptstrasse“ von Sanur. Auf ca. 8km bietet diese schmale Strasse, entweder Shops oder aber Restaurants. Die Qual der Wahl ist mehr als komplex und ich vermag gar nicht die vielen Restaurants zu beschreiben, die wir alle besuchten.
    Aber ein Gericht, welches ich immer wieder bestellte und in vielen Varianten erhielt, möchte ich doch erwähnen – und am allerbesten ist das Gericht im Jegeg – einem kleinen, sehr netten Restaurant.
    Bei diesem Gericht handelt es sich um einen schlichten Avocadosalat mit Garnelen und im positiven Falle mit einem würzigen Limonendressing, frischen Kräutern und etwas Salat. Im nicht so guten Falle, nehme man von Knorr die rosa Cocktailsauce oder auch als Sauce American bekannt und erschlage die kleine unschuldige gestorbene Avocado damit. In den 15 Nächten auf Bali haben wir uns rauf und runter gegessen – vom Jimberan Beach mit Sunset Dinner und Seafood bis zum Cat & Fidle mit original Fish & Chips aber auch das berühmte Mi Goreng und Bamo Goreng landete auf unseren Tellern als auch wunderbare Lammsteaks und Sirloinsteaks aus Australien, Sandwiches und und und. Es ist schön abends im Restaurant zu sitzen, erfrischende Tücher gereicht zu bekommen, der manchmal guten, manchmal miserablen Livemusic zu lauschen und weil der Magen mal wieder nicht so will, vorsichtig ein paar Schlückchen Arrak schlürfen und darauf hoffen, der Urlaub geht nie, nie wieder zu Ende und wie lecker jetzt wohl ein Schnitzel wäre. Für alle die kulinarisch sich einmal durch die ganze Welt futtern können, den Abend auf einem „Daybed – was für ein Widerspruch“ – ausklingen wollen lassen, dann auf nach Bali.
    Achtung: der Wein ist superteuer und empfiehlt sich daher nicht ganz für passionierte Weintrinker mit Durchschnittsbudget


  5. Bangkok Food

    Juli 10, 2011 by Christiane

    eine Zeitlang war es hier im Blog recht ruhig, das lang aber weniger daran, dass wir dem Essen oder Essen gehen abgeschworen haben, als vielmehr, dass wir ein paar Wochen in Bangkok und Bali waren.
    Nun gut, berichte ich jetzt einfach mal von unseren Erlebnissen aus der Stadt der Engel.
    Schon am ersten Tag verliefen wir uns auf einem Markt, der voll von kleinen wussligen Menschen war. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem kleinen Restaurant, von dem wir hofften authentisches Thai-Food zu bekommen. Auf dem Markt begegneten wir auch gleich fliegenden Garküchen mit Würstchen, irgendwelchen Bällchen, gegrillten oder fritierten Kakerlaken, Satays und vielem mehr. Doch halt, was habe ich da gerade geschrieben? Ja, fritierten Kakerlaken, Grillen oder Würmer. Eindeutig waren dies Insekten die ich gar nicht leider kann als fingerfood im Angebot…brrrr…nachdem wir so zu sagen eine kleine Ernüchterung verspürten eilten wir weiter durch die erdrückende Enge, wurden unseren europäischen Essgewohnheiten bewusst und versuchten unseren noch nicht den hiesigen Verhältnissen angepassten Appetit in ein uns kulinarisches Etablisment zu steuern. Leider in Bangkok gar nicht einfach (wir waren im Bankenviertel). Restaurants sind dort mehr als rar. Nach langem suchen fanden wir dann eine Pizzaria, welche wir dankbar in der unglaublichen Schwüle aufsuchten. Noch dankbarer aßen wir unsere Pizza…die gar nicht mal so übel war. Pizza halt und ohne cockroach topping.
    Ab Abend fanden wir wiederum nach langen suchen, ein kleines Restaurant in einem Hinterhof versteckt, der zwar recht karg war, aber Essen, Ventilatoren und Trinken bot.
    Wir bestellten irgendwas aus der Karte mit den bunten Bildchen und bekamen – ja chinesisches Essen, welches ganz ausgezeichnet schmeckte. Dazu Singha Bier und der erste Tag war gerettet.
    Am nächsten Tag verschlug es uns nach einem Ausflug auf dem Khong in eine der berühmten Malls – das Siam Center. Nachdem wir wiedermal hungrig waren, verschlug es uns sogleich in den Foodcourt. Ich hatte ja schon beeindruckende Foodcourts in Singapur, KL und Hong Kong gesehen, aber das war unbeschreiblich! Essen aus allen Herren Länder, Cinnamon Rolls – ein ganzer Stand, quitschbunte Süßigkeiten, Cannolis, Satays, Würstchen, Thai Food, Indian, Chinese, Sushi, Korean, Italien. Tapas..alles!!!! Wire versuchten es mit Phad Thai und irgendeinem anderen klassischen Gericht und beides war für ein Foodcourt wirklich gut. Ich finde es, außer man traut sich an die Garküchen – ist es nicht einfach in Bangkok Essen zu gehen, da es gar nicht soviele Restaurants gibt. In der Nähe der berühmten Silom Road kann es dann passieren, dass man in eine Tapabar gehen will und es sich um einen Puff handelt. Also Augen auf….


  6. Vorsicht Eichhörnchen

    Oktober 3, 2010 by Christiane

    Hi Deguoren! („Hi Deutsche“; wörtlich: De = Tugend, guo = Land, ren = Mensch)

    ich habe mir ja nun etwas Zeit gelassen mit meinem nächsten Kapitel.
    Eine weitere neue MampfSchmatzSchlürf – Entdeckung ist Pekingente.

    Toll, toll, toll…Wir waren also in Ha’erbin (eine Stadt in der DongBei Gegend d.h. wörtlich übersetzt Ost Nord Gegend, aber in China sprechen sie die Himmelsrichtungen genau entgegen dem Deutschen aus, aus diesem Grund wäre die korrekte Übersetzung Nord Ost…). Da wir auf unseren Reisen von den Typen, die die Unternehmungen planten, immer wieder in echt schlechte Restaurants geführt wurden (und das ist echt schwierig meiner Meinung nach, da ich jedes Mal einfach irgendwo reinlaufe, aber immer etwas finde, was mir schmeckt!) war T. mal wieder unruhig und hungrig auf der Rückbank des Busses gesessen. Wir stoppten irgendwann, um die „Innenstadt zu besichtigen“…Blödsinn! –> die Futtersuche ging los.

    Gleich im ersten
    Supermarkt/Lebensmittelgeschäft/Markt/Hierwirdallesverkauftladen/IchweißdierichtigeBezeichnungnicht
    sah ich einen kleinen Stand, in dem jede Menge gebratene Enten ‚den Kopf hängen ließen‘. (hehe…) Hingegangen, zugeschaut wie der Mann an der Theke mit einem hurescharfen Beil die Ente zerkleinerte, um sie den Menschen, die vor mir anstanden, zu geben. Wasserstau im Mund, ‚Haben will‘, erneute Begeisterung, wie er mit seinen geschickten Bewegungen das Ganze für mich wiederholt, um endlich die Trophäe entgegen zu nehmen, zu küssen und gen Himmel zu strecken (ok, das Ende ist erfunden. Hätte ich aber zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, wie sie schmeckt, wäre ich vielleicht tatsächlich mit einer Träne im Auge auf die Knie gefallen und hätte mir den Metzger gekauft, damit er dieses Wunder jeden Tag für mich wiederholen kann!).
    Pekingente wird serviert mit einer Art Crèpe, dunkler Sauce und normalerweise auch mit Gurke. So kann man sich dann die Crèpes selber belegen. Da der „Metzger“ aber schon auf die Entfernung die Frage/Aussage in meinen Augen erkannte (zumindest vermute ich das), ‚Wer braucht schon Gurken?!!‘ beließ er es bei Crèpe + Ente und dunkler Sauce. Es war?…kurz in Gedanken verfallen…himmlisch!
    Zur Speise bekommt man lediglich einen Plastikhandschuh, mit dem man dann in die Entenstücke reingreifen darf und sich so seinen herzhaften chinesischen Crèpe baut.

    Um zum Ende der kulinarischen Neuigkeiten zu kommen nun noch die Geschichte zu unserem Lieblingsjapaner. Ja, wir haben ihn gefunden.

    Auf einem der vielen Streifzüge durch die Stadt fanden wir einen Japaner und, jetzt kommts, er serviert !!Schnitzel!! Gut, es ist angeblich irgendein japanisches Rezept, wird mit ganz wenig dunkler Sauce serviert, die oft an asiatischen Gerichten zu finden ist und hat einen chinesischen/japanischen Speisenamen, aber ICH denke, dass da ein dicker, verschwitzter, deutscher Koch in der Küche sitzt, Karl-Heinz oder Manfred heißt, sich als Japaner ausgibt, ins Fäustchen lacht und denkt: „die dummen Chinesen/Deutschen!“
    Der macht das wie in Amerika…da heißt ganz normaler Vanillekaffee auch „French Vanilla“, oder Wurst „German Sausage“. Schon kein schlechter Schachzug Manni!

    …Jedenfalls sind wir ja nun beim „Japaner“ und meine treuen Leser werden sofort wissen, was die nächste Frage sein wird…genau: „Wo bleibt der Sake???“

    Wir sind uns nicht 100% sicher, ob es wirklich Sake war, da niemand von uns den chinesischen Namen dafür kannte, aber wir tranken ihn, er war lecker und wir tranken mehr und er blieb lecker…warmer Schnaps zum Essen…ich bleibe in diesem Land noch ein bisschen.

    Jetzt zu meiner körperlichen Verfassung. Also da kann ich nur sagen…Prima! China lässt mich gar nicht abnehmen, weil es hier alles so gut schmeckt und dazu gehe ich einmal wöchentlich zum xicao + anmo…was so viel bedeutet wie Spa!!! (wörtlich übersetzt heißt es „Baden“ und „Massage“) Ganz genau, Sonntag ist hier Beautyday geworden. Wir haben jetzt schon zwei Spas ausfindig gemacht. (das eine ist das *****Sheraton und vom anderen habe ich den Namen nicht, es war aber auch japanisch) Man wird behandelt wie ein Scheich.

    Unser Sonntag schaut dann ungefähr so aus. Wir gehen essen gegen 12 Uhr. Danach dann ins Spa und beginnen mit Baden. Erstmal ca. 1 Stunde. Baden heißt: Sauna, kaltes Becken, mittelwarmes Becken (40°C), heißes Becken (46° – 50°C), wärme Raum,…etc. + wiederholen. Wenn wir dann einigermaßen warm sind, holen wir uns eine kleine Chinesin („Entschuldigung“ für die Wortwahl, aber die sind einfach sooo süüüüß), die uns für eine Stunde ganzkörper-masiert. Einziger Minuspunkt, bei Ganzkörper sind keine Füße dabei. Schade! Jetzt wieder baden, aber mindestens 2 Stunden. Wir verlassen das Spa dann meistens zur Abendessenszeit.

    In diesem Zusammenhang ist auch unser legendäres Louis Vuitton Bild entstanden. Wir waren so begeistert von den Spa – Schlaf/Massage/Gammelanzügen, dass wir sie haben wollten. Und wir haben sie!! Nach unserem ersten Beautyday sind wir zum Abschluss noch in einen Pizza Hut gegangen. (Pizza Hut ist in Asien kein Fast Food Restaurant, sondern ein nobles Restaurant. Hier bezahlt man westliche Preise und bekommt gar nicht die Atmosphäre eines Fast Food Ladens. Es läuft klassische Musik, die Einrichtung ist mit vielen Pflanzen dekoriert und die Stoffe, die verwendet werden, sollen den Eindruck machen, dass es sich um etwas Hochwertiges handelt.) Wir wollten danach in „Expandables“ auf Chinesisch gehen (Sylvester Stalone und Konsorten mit chinesischer Stimme ist legendär!!!) und da wir uns (selbstverständlich) im Pizza Hut überaßen, kamen wir auf die Idee sofort in unsere liebgewonnenen Pyjamas zu schlüpfen und das Kino so zu genießen. Der große Louis Vuitton Laden kam uns da auf dem Weg ins Kino natürlich nur recht!

    Ich sammle also brav weiter und meine Begeisterung für neue Ideen, Situationen und Menschen bleibt bestehen. Ich grüße euch alle und lasst euch Folgendes gesagt sein:

    „No chasing and hitting squirrels, for your safety.“
    („Bitte zu IHRER Sicherheit, keine Eichhörnchen jagen und/oder schlagen!!!“ – versteht sich von selbst)

    T.


  7. Kontraste, Kontraste, Kontraste

    September 11, 2010 by Christiane

    Hi, Ihr Lieben,

    es gibt wieder einen Batzen an Neuigkeiten. Dem Titel gemäß bitte ich euch ein besonderes Augenmerk auf die immer wieder vorherrschenden Gegensätze dieser uns unbekannten Welt zu legen. Sie sind immer vorhanden und ich bitte euch daher diese in meiner Schrift und den angehängten Fotos zu suchen und hoffentlich zu finden, sie machen alles hier unvergesslich…

    Zuerst zu den neuen kulinarischen Orgasmen…

    – HotPot (die zwei unterschiedlichen Flüssigkeiten): es handelt sich hier um eine Art Fondue. Beide Flüssigkeiten (eine scharf, die andere eine normale Brühe) werden von unten durch eine von einer Gasflasche genährten Flamme erhitzt und richtig heiß gemacht. Man kann im Vorhinein aus einer riesen Auswahl von Fleisch, Fisch, Gemüse und Tofu auswählen, welches man im Anschluss in die brodelnden Pfützen schmeißen darf.

    Es ist ein unglaublich geselliges Essen (wie man es von unserem Fondue kennt,) da sich schon ein oder zwei Mal um den gleichen Fisch, oder Fleischberg gestritten wird! Nein, ganz im Gegenteil, Ellbogen werden zwar schon benötigt, aber Kommunikation steht im Vordergrund und das ist etwas sehr Schönes.

    – Da wir hier unsere gemeinsamen Essen immer wieder als „Vorglühen“
    verwenden, ist der nächste „Höchstgenuss“ natürlich Baijiu (weißer Schnaps). Hier möchte ich kurz (auch wenn man es nicht sollte) Wikipedia zitieren:
    „A number of accounts in English comment unfavorably on the taste of baijiu, comparing it with paint thinner, rubbing alcohol, and diesel fuel. The typically high ABV of much baijiu is commonly cited by the Chinese as the reason for these impressions.“

    Nicht 100 % korrekt…der Geschmack ist: Kleber!

    Mein Name hierfür in Deutsch ist:
    „GänsehautschnapsAugenzumachenmussundKopfschütteldaechtwiederlich“ – Jahrzehnte haben Forscher gebraucht, um den Namen korrekt wiederzugeben… . Falls ihr ihn in die Hände bekommt, kann ich euch nur raten, ihn während eines Essens zu euch zu nehmen. Der Name verändert sich daraufhin zu „Gänsehautschnaps“. Toll geeignet, um später wegzugehen.

    – Grün gefüllte Oreos (Geschmacksrichtung: Eisgeschmack !!!) Ich weiß nicht, ob das hier in China tatsächlich ein Geschmacksrichtung ist, vielleicht haben die Chinesen ja neben den 4 Regionen süß, sauer, salzig und bitter auf ihrer Zunge noch eine weitere, nämlich die Eisgeschmack Region – möglich ist es. Da hat das Marketing der Firma NabiscoWorld (Oreoproduzent) sehr gut gearbeitet.

    – Und nun vorgestern, nach einem 3 Stunden Billard Abend mit Simon, wieder etwas Unbeschreibliches. Ich versuche es trotzdem… . Nun ja, bis um 12 Uhr nachts waren wir Billard spielen und wollten danach selbstverständlich noch einen Mitternachtssnack. Wir machten uns also auf zum nächstgelegenen Essensstand, und was wir dort fanden, war wie so vieles hier ein Wunder. (leider hatte ich einmal meine Kamera nicht dabei)

    Ein „Buffet“ an ausgewählten Meerestieren und anderer Leckereien. Wir entschieden uns für !!!! Mini Hummer !!!! (immer noch 12:30 nachts)

    [Vorsicht, makaberer Einschub – …mit denen wir, nachdem sie noch lebten. gegeneinander kämpften, wie mit Transformern früher, und Ihnen die Freiheit geschenkt hätten, wenn sie durch eine von uns entworfene Rennstrecke gelaufen wären. Taten sie aber nicht. Der Daumen der Imperatoren ging zu Boden und die Duellanten mussten in das heiße Fett…]

    …der köstlich war, aber die Puhlerei geht auf’n Sa**! Als wir also hier am knabbern waren, plötzlich, von rechts unten hinter mir…ein Geräusch…da führt sich doch tatsächlich eine Taube in einem Taubenkäfig bestückt mit 6 Tauben auf und flattert mit ihren Flügeln.

    Simon und mir kam sofort der gleiche Gedanke: „Die wollen wir auch essen!!!!“ Gedacht, bestellt…yummy…schmeckt wie super leckeres Hähnchen.

    Nach für chinesische Verhältnisse jeder Menge Dekadenz und Gelächter schlossen wir unseren „Snack“ mit einer Rechnung von 10 € ab. (für 20 Minihummer, 1 Taube, 2 Schalen Reis, 4 Hähnchenspieße, 4 Rindspieße, 4 Bier)

    Zum Thema Kontraste auch das Bild mit den Affen (welches aber in Changchun war)…

    Wir waren vor ein paar Tagen wieder mal in der Innenstadt Changchuns und entdecken – nun ja – dieses „Schauspiel“, gespickt von Wahnsinn und Ironie!!! Ich wusste nicht, ob ich lachen (aufgrund dessen, wie surreal die Situation war), oder traurig sein sollte…
    Es kam so weit, dass ein betrunkener Penner vorbei lief und einen der Affen trat, und zwar richtig, sodass der Affe verständlicher Weise ausrastete und seinen „Tyrannen = „Besitzer““ angriff…Fazit: die armen Affen.

    Eines meiner Lieblingsbilder ist nach dem Abend des HotPots + Baijiu + später ab in den Klub entstanden: Es ist das in welchem ich gegen Simon Shaizi (engl. Liar’s Dice) spiele. Es ist ein dynamisches Foto in welchem deutlich wird, dass die Entscheidung, ob man den Gegner einen Lügner nennt, oder nicht, damit zusammenhängt, wie schnell man auf die vom Kontrahenten angesagte Aussage reagiert. So wird Shaizi gespielt!

    Noch eine tolle Tradition des Chinesischen möchte ich euch näher vorstellen, bevor ich euch mit den restlichen Bildern alleine lasse.

    Es ist nicht vergleichbar, wie vital und sportlich hier ältere Menschen sind. Ein Beispiel zeigt der letzte Sonntagnachmittag, den ich mit Lukas hier in einem willkürlich ausgewählten Park verbrachte. Es sind so viele Menschen auf „Spielplätzen für Ältere“, das kennen wir in Deutschland nicht so.

    Schaut euch das Outfit und das Alter des Tischtennisspielers an den ich angehängt habe. Der spielt nicht im Verein und ist auch kein Sportlehrer…!!!

    Eine Info braucht ihr noch für das Verständnis eines Bildes, die anderen könnt ihr selber in den richtigen Rahmen packen und geistig an einen schönen Platz hängen. Das Bild, in dem man gelbes Papier mit einer roten Schleife sieht…es handelt sich hierbei um Totengeld! (bitte selber nachschlagen, falls Interesse daran besteht)

    Ich wünsche euch von hier aus liebe Grüße.

    shao4teng2bin1 (mein chinesischer Name)


  8. Konservenfisch und Maden

    September 11, 2010 by Christiane

    Nimen hao!

    Selbstverständlich war der Griff zum Konservenfisch mit der Jalapeno ein Fehler und ich konnte nur einen Happen von machen, da er ernsthaft wiederlich war, aber wenigstens hatte ich es ausprobiert! Wer stellt den denn auch neben den lecker Tomatendosenfisch??? Dann blieb nur noch das Brot, welches sich als äußerst schmackhaft entlarvte.

    Seit diesem ersten Missgriff gab es aber nur noch äußerst äußerst positive und leckere Speißen. Ernsthaft!

    Es fing bei kleinen Sachen wie chinesischem „Jakult“ (welches ich im Nachhinein im Internet als Trinkjoghurt für Kleinkinder fand) und Erdnussbutterkeksen und fand heute seinen absoluten Höhepunkt.

    Vorgestern hatte ich in meinem „Ich-weiß-es-nicht“ in der Mensa einen Krähenfuß, wodurch ich darauf schließen konnte, dass es sich bei dem Gericht um Huhn handelte. Genussvoll wurde dieser selbstverständlich gekostet, wodurch mir jede Menge Humor und Witz zuteil wurde. Fotos sind leider nur auf der Kamera eines Sinologen, werden aber nachgereicht.

    Heute dann die Spitze…Es war wie gestern ein genialer Tag hier in Changchun, sowohl vom Wetter (so wie ein Sommer sein sollte) als auch von den Impressionen. Ich habe nachher ein paar Bilder angehängt, jedoch kann ich nicht versprechen, ob sie nur annähern den Flair von allem hier wiedergeben können. Es ist unglaublich aufregend und wird sowohl von Gegensätzen, als auch aus Andersartigkeit geprägt. Es geht mir sehr, sehr gut hier.

    Ich hatte selbstverständlich schon am ersten Tag die lockersten Sinologen ausfindig gemacht und seit dem treiben wir uns nach dem Unterricht eigentlich jeden Tag zusammen rum. Vormittags sind die in einer anderen Klasse als ich, sobald der Unterricht aber endet, unternehmen wir was, da wir alle die Meinung teilen, nur so „lebt“ man China. Sehr gute Jungs (zwei davon aus Berlin). Ein äußerst witziger Haufen insgesamt unsere Gruppe. Zwei waren bereits in China, was das Niveau des Umgangs mit den Leuten und die Erfahrungen wahnsinnig steigert.

    Heute kam uns die Idee, dass wir uns einfach mal blindlings in den Bus vor unserer Universität setzen in die Stadt fahren und aussteigen, wenn uns irgendwas zusagt. Ich sage euch, daraus wurden mit die interessantesten, lustigsten und aufregendsten 5 Stunden seit einiger Zeit. Wir unterhalten uns mit Chinesen (auch wenn wir uns noch schwer tun, natürlich besonders ich (zu geringe Kenntnisse), da viele eine sehr eigene Mundart haben), kaufen auf Billigmärkten, saugen unsere Umwelt auf und SELBSTVERSTÄNDLICH essen an Straßenständen!!!! YUMMY!!!

    Das ist so lecker und man sollte es machen, wenn man hier ist. Bloß nicht den Reiseführern trauen. Die Bauchschmerzen halten sich in Grenzen, wenn man überhaupt von „Schmerzen“ schreiben darf. Es grummelt halt a bissi, aber die Erfahrung ist MIR das absolut wert.

    Wir hatten zwar heute Mittag schon ein sehr leckeres Mittagessen in irgendeinem natürlich willkürlich ausgesuchten Restaurant, aber die abendliche Atmosphäre, das gesprochene Mandarin und der dich umgebende Kontrast von Armut direkt neben Luxus haben dem Abendessen den letzten Schliff verpasst und zu etwas Besonderem gemacht. Es ist hier echt aufregend.

    Ich laufe durch die Stadt und es wirken sooo viele Sachen auf mich ein, dass ich mich dabei bemerke, wie ich aktiv versuche, irgendwo in mir Stauraum zu finden, um so viel wie möglich abzuspeichern und in die jetzige Email zu packen.

    An einem Straßenstand war es dann so weit, dass wir Maden auf dem Grill sahen und auch aßen. Auch diese waren schmackhaft. Ich würde sie auf jeden Fall als Beilage gerne wieder sehen. Sie waren jetzt nicht unbedingt vom Geschmack her ein UNGLAUBLICHES Erlebnis, aber sie haben geschmeckt. Gut sogar.

    Wie schon gesagt, hier ist alles in Ordnung und jetzt langsam geht alles auch einen routinemäßigen Weg, aus dem wir 4-5 Studenten am Nachmittag immer wieder ausbrechen, aber ich habe überhaupt keine Probleme, von denen z.B. andere Studenten berichten:

    – Essen in der Mensa –> super lecker. Wir haben jetzt ausgemacht, dass jeder von unserer Gruppe verschiedene Gerichte (in Schälchen) auswählt, wir diese dann in die Mitte stellen, und jeder von allem probieren kann. Somit probieren wir alle Gericht am Schnellsten aus.
    Genauso gehen wir ab morgen im Supermarkt vor, damit wir da auch genau wissen was wir essen können und was nicht. Beim Bier machen wir das eh schon seit dem ersten Tag!:)

    – Schlafprobleme (nicht vorhanden)

    Ich habe auch seit heute früh aus dem chinesischen Frühstück ein deutsches, naja amerikanisches gemacht…In China bekommt man zum Frühstück neben Dampfnudeln, salzigen Pfannkuchen und einer Art von Omelette eigentlich das Gleiche, wie bei uns Mittags, nur in kalt. Das heißt, das kann Gurkensalat, gewürzte Zucchini, Bohnen…eigtl. kann das alles Gemüse sein und dazu auch Fleisch, welches dann auch warm sein kann.

    Da ich das jetzt nicht schlimm finde, es aber auch nicht meine erste Wahl ist, lief ich in den Supermarkt, um mir Marmeladen zu kaufen. Und seitdem habe ich JEDEN Morgen Pfannkuchen (=Art von Omelette), bzw. Dampfnudeln mit Marmelade!!! So muss ein Morgen beginnen…Kostenfaktor pro Pfannkuchen, bzw. Dampfnudel sind 1 yuan.
    (Info: 8,irgendwas yuan sind 1 €).  Toll, toll, toll…

    Außerdem habe ich mit den anderen Jungs gestern eine Tradition geboren und wir sitzen nun jeden Abend bei uns im Waschraum (wir haben kein Chillzimmer) auf rumgedrehten Mülltonnen und haben unsere eigene Teezeremonie erfunden.

    Als ich in der Stadt war, brachte ich den Einwurf, dass wir doch auch den Tee unbedingt trinken müssen und so kam es, dass ich die erste Packung lü cha (grünen Tee) auf einem der kleine Märkte sponsorte und wir diesen in mehreren Aufgüssen jeden Tag ca. 1 Stunde genießen. Herrlich entspannend und gesellig + wahnsinnig schmackhaft.

    Heute wurde die Tradition um hei cha (schwarzen Tee), hua cha (Jasmin Blumen Tee, „Blume“ da der Tee wie eine kleine Kugel, bzw. Blume ausschaut und nach Aufguss aufgeht) und eine neue Sorte lü cha erweitert. Wir schaffen uns hier eine tolle Atmosphäre!!!

    Nun noch ein paar Bilder für euch und dann setze ich mich an mein unzähliges Vokabular.

    Aus dem Land des Lächelns,

    T.


  9. Snobs

    September 11, 2010 by Christiane

    Hi ihr,

    Tag 1 in Changchun. Hier werde ich die nächsten 6 Wochen versuchen, meine Kenntnisse des Manarin zu erweiteren.

    Der Flug selbst war spitze! Ich musste nicht mit den nervigen anderen Mitstudenten zusammen sitzen, von denen ich jetzt schon weiß, dass Sie mir auf den Sa** gehen. Und auch sonst hat alles gepasst. Beinfreiheit, schön ruhig und gutes Essen.

    Warum „nervige Mitstudenten“? Naja, das erklärt sich aus der nächsten Kurzgeschichte von ganz alleine…

    Also irgendwann,  nachdem wir vom Flughafen abgeholt wurden, kamen wir dann auf dem Campus in unserer Behausung an. Nettes kleines Studentenzimmer, 1,5 Zimmer zwei Betten (schön harte Matraze, juhuu) und ein Bad. Internet hat leider immer nur derjenige, der das LAN Kabel in die Buchse steckt, aber das ist ja halb so wild.

    Da wir ja nichts zu Essen hatten, gingen wir in den „Supermarkt“ im Gebäude der Mensa. In Anführungszeichen, da naja…er hatte halt keine richtigen Wände, sonder war, ähnlich wie unser Garten daheim mit einer grünen Folie abgegrenzt.

    Wie geht T. einkaufen? Da man ja wirklich überhaupt nix von den Produkten versteht (ihr müsst euch das so vorstellen…ihr könnt die Verpackungen einer bestimmten Produktkategorie zuordnen, einige der Schriftzeichen lesen, aber dadurch, dass ihr die Wörter, die diese Schriftzeichen bilden, nicht kennt und dass die verrücktesten Farben für das Verpackungsdesign gewählt werden, steht man ein bisschen doof da)

    Was solls! Dann guckt man halt, was gut sein KÖNNTE. Auf Verdacht kaufen ist doch eh viel spannender…da hat man noch den „Weihnachtsbaumeffekt“!!!

    Ich marschiere durch und wähle 2 Arten von Chips und ein Snickers, da ich mir denke, „Ach, die gehen doch immer und wenn du hungrig bist, dann machen die’s erstmal!“ Ebenfalls wichtig, Wasser – da hab ich jetzt irgend so einen ich schätze mal 2,5 l Humpen, der von der Verpackung her ausschaut, als ob er destilliertes Wasser beinhaltet. Gut schmeckt’s!

    Und zu guter Letzt…naja, ich will ja noch etwas Ordentliches essen und mein Auge fällt auf Konservenfisch mit Tomate…yummy…blöd nur, dass man für diesen einen Dosenöffner benötigt. Also steige ich auf die rechts dazu gelegene Konserve um, die irgendeine Art von Fisch (ich bin mir zu 99% sicher, dass es Thunfisch sein soll) abbildet und dazu noch eine feurige Jalapeno, dafür aber mit Öffner. Alles was ich dazu noch brauche ist Brot. Eingepackt, losmarschiert.

    Keinen Ton von der Verkäuferin beim Abkassieren verstanden, deshalb den Preis von der Kasse abgelesen…26,60 yuan – ca. 3 Euro für 2 Packungen Chips, 1 Snickers, Wasser, Brot und Konservenfisch…sehr fair.

    Nun der Vergleich, was die anderen Studenten gekauft haben: Wasser. Sonst nix – weil (Anm. d. Red.: in einer pipsigen und verachtenden Stimme bitte ab hier weiterlesen) „das Andere schaut ja so eklig aus und ich weiß gar nicht was drinnen ist!!!“ – Blödel!!! Denken, rumdrehen und nach Hause gehen.

    Nun bin ich seit einer Stunde wach, habe erstmal meine nach goldgebräunter Ente schmeckenden Chips gezückt, da ich mir denke, Weltjournalisten müssen in Krisengebieten und zu unmenschlichen Zeiten immer wieder auf Junkfood zurückgreifen…

    Ortszeit 9.04 Uhr, um 10.30 werden wir abgeholt und dann entdecken wir glaube ich den Campus. Wie gesagt der „Weihnachtsbaumeffekt“ bleibt bestehen.

    Das war guten Morgen China aus Changchun, mein Name ist T.

    Auf Wiedersehen.


  10. Abenteuer China

    September 11, 2010 by Christiane

    Hallo, mein Name ist T.,

    ich bin der kleine Bruder einer Freundin der Chefin dieses Blogs – und ich verbringe die nächsten Monate im fernen China.

    Neugierig wie ich bin, werde ich selbstverständlich alles ausprobieren, was kulinarisch möglich ist – auch wenn es krabbelt. Und davon werde ich Euch erzählen.

    Viel Spaß,

    Euer T.