RSS Feed

Posts Tagged ‘Asien’

  1. Restaurant Sen im Viethaus

    Mai 13, 2014 by Claudia Thomas

    Immer schon, seit ich in Nähe der Fischerinsel wohne, wollte ich einmal dieses Gebäude heimsuchen: das Viethaus. Ein imposanter Bau aus den 70igern, aus einer Zeit als die DDR und Vietnam die intensive kommunistische Freundschaft pflegten. Das Haus liegt an der Leipziger Straße gegenüber vom Spittelmarkt und beherbergt neben einem Handelszentrum, das Halong Hotel, ein Wellness-Center und ein riesiges Restaurant namens „Sen”.

    Heute auf dem Rückweg von einem Termin und in garantierter Aussicht auf einen in jüngster Zukunft niedergehenden Platzregen, schloss ich das Rad kurzerhand an und schritt durch die Schiebetür (!), fest entschlossen mich nun endlich einmal auf die Tageskarte vom „Sen” einzulassen. Das Restaurant selbst war um knapp 14:00 Uhr mit je zwei mal zwei Gästen kaum noch besucht. Ich nahm an einem Tisch im Seitenbereich Platz, der im Gegensatz zur riesigen Halle etwas gemütlicher erschien und setze mich in die Nähe des einen Gastpaares, das sein Mahl schon hinter sich zu haben schien und dessen Gespräche auf ein Fiasko hinsichtlich ihres Essens schließen ließen. Ich war also prima unterhalten.

    sen_1

    Der Blick in die Karte offenbarte eher das übliche Angebot vietnamesischer Küche mit einer erstaunlich hoch angesetzten Preisspanne. Die Gerichte auf der Tageskarte, wahlweise mit Tagessuppe oder Frühlingsrollen, fingen im Preisgefüge bei 8,— Euro an, das sind durchschnittlich 1-2,— Euro mehr als der übliche Vietnamese oder Thai in der Stadt für ein kleines Menü anbietet.

    Die normalen Gerichte der Abendkarte liegen bei 15,— Euro, für Sommerollen – üblicherweise ab 2,90 für zwei Stück im Stadtbild serviert – werden hier immerhin stattliche 6,— Euro vom Gast verlangt. Ich nehme so gut wie kein vegetarisches, noch veganes Angebot in der Karte zur Kenntnis.

    Der junge Mann Service nimmt sehr freundlich, noch leicht unbeholfen meine Bestellung auf. Seine Kleidung signalisiert, dass es sich hierbei noch um einen jungen Mann in Ausbildung handelt, das ist also alles in Ordnung so. Ich kläre was es für eine Suppe gibt, „Tomatensuppe mit Hühnerfleisch” klingt nun für mich nicht so asiatisch und so entscheide ich mich für die Frühlingsrollen, die ich sonst wirklich nie nehme.

    Weiterhin entscheide ich mich für die knusprige Ente mit scharfer grüner Curry-Sauce und Gemüse von der Tageskarte, uns soll ein stilles Wasser begleiten. Nebenan wird derweil zur Rechnung noch ein vietnamesischer Kaffee geordert, der sehr stilgerecht serviert wird und eigentlich schon vom Aussehen überzeugt. Auch die sehr dickflüssige Kondensmilch, die den vietnamesischen Kaffee nun einmal auszeichnet, scheint mir die richtige zu sein, wenn auch die Gäste diese nicht so richtig goutieren möchten.

    sen_2

    Derweil werden mir die Frühlingsrollen angereicht. Sie sind klein, ganze drei Stück werden von ihnen serviert mit etwas Chilisauce –  davon nicht wirklich viel. Sie schmecken wie tot frittiert, der Teig schmeckt vor, eine geschmacklich überhaupt relevante Füllung kann ich nicht entdecken, womöglich hat deswegen der Teig seine erstaunliche Dominanz. Ich möchte nicht gemein sein, aber man ist womöglich viel besser beraten, kauft man die tiefgefrorenen Frühlingsrollen beim befreundeten Supermarkt und wirft diese selbst ins Öl oder legt sie in den Backofen. Geschmacklich dürfte sich das auf alle Fälle rechnen. Preislich sowieso …

    Die wirklich schlechtesten Frühlingsrollen meines Lebens. Leider.

    Na gut. Die Zweitschlechtesten. Ich hatte einmal selbst welche fürchterlich anbrennen lassen.

    sen_3

    Während die Gäste am Nebentisch aufbrechen, wird mir mein Tagesgericht serviert. Die graugrüne Currysauce ist dicklich wie ’ne gute ordentliche Béchamel und reichlich und wirft bereits leicht Haut, was schon auf den ersten Blick auf eine ausgewogene Beimengung von chemischen Nebenerzeugnissen schließen lässt. Das Gemüse bestehend aus neckisch deutsch quadratisch geschnittener Paprika, Mohrrüben, Champignons und Brokkoli als auch Blumenkohl (?), den ich mich nicht erinnern kann jemals in einem asiatischen Gericht vorher gefunden zu haben, ist mit Ausnahme der sehr lätschigen Champignons knackig. Oben drauf liegt ein Viertel einer in Scheiben geschnittenen Ente, die sich als sehr sehr tot herausstellt. Nicht nur die Ente hat ihre rosigen Zeiten längstens hinter sich gelassen, auch die sie umschließende Panade könnte womöglich noch mit Kruppstahl verschwägert sein.

    Somit auch nicht die beste Ente meines Lebens. Leider.

    Die farbliche Konsistenz der Sauce erinnert mich an eine Fertig-Curry-Sauce vom Asiaten, die ich noch zu Zeiten gekauft hatte, als ich sie noch nicht selbst zubereitet habe. Wenn auch diese hier besser schmeckte, womöglich aber auch ihre Schärfe sonstiges Geschmacksempfinden pragmatisch ins Aus schoss. Wohlwollend kann ich wenigstens anmerken, dass mich nach dem Essen nicht die üblichen metallene Glutamat-Effekte begleitet haben. Die Curry-Sauce war an sich noch mit das Beste an diesem Essen, zumindest hatte sie „ordentlich Bums”. Ihre Farbe war grausam. Dagegen war der traditionell beigefügte Reis sehr weiß und … Reis halt. Die Portion für ein Tagesgericht war absolut ausreichend – zumal die drei poussierlichen Frühlingsrollenbriketts noch den Magen blockierten.

    sen_4

     

    Alles in allem fand ich die Location schon sehr beeindruckend, die Einrichtung scheint gehoben stellenweise imposant, nicht kitschig, kaum modern. Der Service ist nett und schnell. Das von mir gewählte Tageskartenangebot hatte mich aber nicht so überzeugen können, dass ich das zwingende Bedürfnis habe dort nochmals am Abend einzukehren, um dann deutlich tiefer in das Portemonnaie greifen zu dürfen. Da ist in Berlin einfach sehr ursprüngliche vietnamesische und deutlich bessere Küche längst nachgewachsen.

    Sen
    Leipziger Straße 54
    10117 Berlin
    Öffnungszeiten: Mo-So 12:00 – 00:00 Uhr

     

     


  2. Sri Lanka Essen

    Mai 2, 2014 by Christiane

    wir waren ja gerade einige Tage in Sri Lanka gewesen und auch wenn der Weg für ein gutes Curry doch ein bisschen weit ist, möchten wir dennoch darüber berichten oder eher darüber, wie gut man doch in Hotels Essen kann.

    Also, wir hatten ganz klassisch einen All-Inc Urlaub in Negombo im Hotel Goldi Sands auf Sri Lanka gebucht. Und ich gebe zu – schon das zweit Mal. Davon abgesehen, dass das Hotel an einem phantastischen Strand liegt, ist das Essen im Hotel großartig.

    Aber erst einmal zum Strand – noch Fragen?

    Strand beim Hotel Goldi Sands in Negombo Sri Lanka

    Strand beim Hotel Goldi Sands in Negombo Sri Lanka

    Hotelstrand Goldi Sands Negombo Sri Lanka

    Hotelstrand Goldi Sands Negombo Sri Lanka

    Nun zum wichtigsten:
    Die Currys in Sri Lanka gehören zu den schärfsten Gerichten der Welt – also nicht unbedingt für unsere Zungen geeignet. Daher bekommt man in der Regel in den Hotels und Restaurants für unseren Gaumen angepasste Versionen, die aber immer noch genug bumms haben. Von daher ist es schwierig über die authentischen Sri Lankan Currys zu schreiben. Aber schreiben wir über das was wir essen konnten und liebten – und uns dazu geführt hatte, jeden Tag sehr, sehr pünktlich zum Essen zu gehen 🙂 und eben schon das zweit Mal Urlaub im Hotel Goldi Sands zu buchen.

    Da wäre das Negombo Prawns Curry mit Blättern vom Moringo Baum. Diese Blätter sind hier vollkommen unbekannt und gehören zu einem meerrettichähnlichen Baum und sind super gesund und verfeinern diese Curry ungemein.
    Für das Curry werden die ungeschälten Shrimps mit Ingwer, Chili, Kurkuma und anderen Sachen mariniert und anschließend mit Kokosnussmilch und den Blättern des Moringobaumes kurz gekocht…köstlich…

    Sehr lecker auch das Pineapplecurry. Hierfür wird die frisch geschnittene Ananas ebenfalls mit Chili, Kurkuma, Ingwer und Kokosnussmilch gekocht und ergänzen ganz, ganz wunderbar Kartoffeln…fruchtig und scharf – lecker

    Beim black devilled Beef-Curry heißt es aufpassen. Selbst die Western Version hat ganz schön viel Schärfe und meiner Erfahrung nach hilft Daal (Linsencurry) nicht gerade zur Regulierung der Schärfe. Dazu passt dann am tatsächlich ein bisschen schlichter Reis.

    Als Topping haben mich die frischen kleinen Ananasstücke mit Chili begeistert. Diese pimpen tatsächlich auch den einfachsten Reis auf.

    Grundsätzlich gibt es sowohl mittags als auch am Abend eine tolle Auswahl von diversen Currys sei es mit Rind, Schwein, Huhn oder vegetarisch im Hotel Goldi Sands zur Auswahl. Ergänzt wird das lokale Essen immer gebratenenen Nudeln (eher chinesisch oder indonesisch) aber auch mit Spagetti. Dafür dass keiner der Köche jemals in Italien gewesen ist, ganz ausgezeichnet zubereitet. Immer sehr aromatisch, al dente. Hut ab.

    Sehr gerne möchten wir auch die diverse Salate, die oftmals mit ein paar Früchten verfeinert werden erwähnen. Z.B. Weißkraut mit Ananas, Papaya oder Minibananen. Hört sich banal an, schmeckt aber.

    Bei den Desserts wird im Hotel Goldi Sands auf die Klassiker gesetzt. Z.B. Mousse au Cocolate, Creme Caramel, Frucht-Mousse, Profiterole. Natürlich werden ganz viele frische Früchte angeboten. Auch hier jeden Tag eine neue große Auswahl. Wächst ja alles vor der Nase. Auch hier – ganz ausgezeichnet. Da akzeptiert man gerne das ein oder anderen Gramm mehr an den Fußknöcheln.

    Damit die Gäste eine hübsche Abwechslung haben, gibt es Themenabande. Englisch, mongolisch, Sri Lankan, Italienisch, Barbecue usw.. Ich gebe zu – vor dem englischen Abend wollte ich mich drücken, da aber immer eine große Auswahl an lokalen Gerichten geboten wurde, war dieser auch in sehr in Ordnung. Das Barbecue findet unter freiem Himmel statt und es werden z.B. köstliche Krebse gegrillt. Bei der mongolischen Nacht sucht man sich seine Zutaten zusammen und die Köche bereiten diese vor den Augen des Gastes zu. Sehr, sehr lecker…

    Natürlich haben wir auch außerhalb des Hotels gespeist – was grundsätzlich immer in Ordnung war. Aber im Hotel…da verdrehe ich immer noch vor Freude meine Augen.

    Schon von der ersten Reise habe ich mir aus Colombo ein echtes Sri Lanka Kochbuch mitgebracht und von dieser Reise einige Gewürzmischungen. Also werde ich demnächst mich an Sri Lankan Food versuchen – oder aber halt wieder in dieses wunderbare Hotel fahren.. auch nicht so schlimm 🙂


  3. Vietnamesisches Restaurant Cuno Kreuzberg

    April 4, 2014 by Thomas

     

    Obwohl das vietnamesische Restaurant Cuno nicht weit von uns entfernt ist, waren wir schon längere Zeit nicht mehr dort. Doch jetzt gab es einen guten Anlass. Ich habe mich mit meinem ehemaligen Chef zum Essen verabredet und da CF Ihn auch kennt, ist Sie natürlich mit gekommen.

    Wie Ihr ja eventuell schon mitbekommen habt, sind wir ja absolute Vietnam Fans.  Einer unserer nächsten Reisen wird uns bestimmt mal wieder nach Vietnam verschlagen.

    Doch nun zum Cuno und warum wir es so mögen. Das Cuno liegt direkt an der Schlesischen Str., Ecke Skalitzer Str. und ist einer der ältesten vietnamesischen Restaurants in Kreuzberg. Was sofort auffällt, hier arbeiten wirklich Vietnamesen und die Inneneinrichtung ist sehr dezent und modern. Schnell kommt eine der sehr netten und umsichtigen Bedienungen und händigt die Speisekarte aus.

    Man kann zwischen den täglich wechselnden Menüs und der Standardkarte wählen.

    Hier der Link zur Speisekarte:

    http://www.berlin-cuno.de/index.php/sushi/daily-menues.html

    Ich persönlich bin ein absoluter Fan von der Flying Duck. Knusprig gebratene Entenbrust, innen noch so rosa wie es sein soll. Dazu Mango Curry Sauce mit Broccoli, Möhren, Paprika, dazu perfekt im Geschmack abgestimmt mit Kokosmilch und  Basilikum.

    Mein ehemaliger Chef hatte sich für die Duck on the Road entschieden. Er war mehr als zufrieden. CF hatte sich wieder für Ihre geliebten MAKI entschieden. Auch ein Volltreffer.

    Was man im Cuno einfach immer wieder feststellen kann, hier sind die Produkte frisch, mit liebe zubereitet und die vietnamesische Küche modern interpretiert. Das gelingt leider in den meisten anderen Restaurants sehr selten. Aber auch die stehts gleich bleibende Qualität des Essens und des Service zeichnet das Cuno aus.

    Wie wir von einem der Besitzer erfahren haben wird das Cuno im April 2014 renoviert und wird dann im Mai in neuen Glanz erscheinen. Wir sind schon gespannt und werden berichten.

     

    Flying Duck

     

     

    Maki

    Maki

     


  4. Restaurant Waterlily in Friedrichshain

    November 26, 2013 by Wouter

    Nothing makes my culinary heart beat faster than a new restaurant that claims to offer ‚real, authentic Vietnamese dishes‘. Waterlily at the Karl-Marx-Allee promises to be one of those places that increase your cardiac rhythm.

    Upon arrival, I was greeted by friendly, humble staff and shown a table at the window, next to a gently purring radiator. To my untrained, Western eye, the staff looked very much genuine Vietnamese to me, but you could fool me if you would tell me they are actually from Laos, Myanmar or Thailand.

    Speaking of Thailand: why is it that their in Waterlily menu resembles so much ingredients typically used in Thai dishes? Green curry, peanuts, fresh fruits and a lot of coconut milk. Delicious, nonetheless, but a bit outlandish when you expect to choose from authentic, Vietnamese specials.

    I opted for the R8: Rice with green and red curry, a lot of (western) vegetables and chicken filet baked in coconut milk and a hint of lemon grass. To accompany my meal, I was suggested to drink their fresh made fruitshakes, based on coconut milk and strawberries. Again, nothing typical Vietnamese here.

    But hey – I am being a nitpicker here. Because the most important goal tonight was to simply enjoy a nice dish in a friendly atmosphere. And that is what exactly what occured: the ambience is in Waterlily quiet, almost serene, there is no loud background music and the staff is very alert.
    The food was de-li-ci-ous: everything had its own, uncorrupted taste while it merged with each other in a surprisingly pure fashion. They have mastered the art of keeping the chicken filet tender and they didn’t overdo the spicing.

    The bill was just as pleasant as the whole treatment had been for me: to spend just over ten euro’s for a filled stomach and a relaxing hour away from the busy Karl-Marx-Allee was an hour well-spent. Might not be the legitimate Vietnamese restaurant we are all hunting for in Berlino, but it sure is worth the try.

    If only for the lovely, cut-out Waterlilies on the wall.

    Karl-Marx-Allee 113, Friedrichshain, open daily from 18:00 to 22:00


  5. green bamboo in der Falkensteinstraße

    Juni 25, 2013 by Christiane

    eigentlich meide ich so ein bisschen die Falkensteinstraße, da sie doch so ein ein bisschen touristisch wie die Simon-Dach-Straße in F‘ Hain geworden ist und ich natürlich davon ausgehe, wo die Touris sind, wird die Speisenqualität schlechter. Unberücksichtigt habe ich aber bei meinen Vorurteilen gelassen, dass Mittags ganz viele Angestellte aus den ganzen Start Up’s und Labels zum Essen gehen und die Qualität gar nicht so schlecht sein kann. Ja, ja ich und meine Vorurteile.

    Vor kurzem machte ich mit meiner lieben Freundin Eva ein Mittagspäuschen, na ja eher eigentlich sie, da ich ja gerade im wohlverdienten Dauerpäuschen (zumindest jetzt im Sommer bin). Anyway…Eva schlug das green bamboo (vietnamesisches Restaurant) vor, welches ich vor einiger Zeit schon ein- bis zweimal besucht hatte (aber vergessen habe darüber zu bloggen). Es war superheiß und alle Plätze waren leider draußen schon besetzt, aber an direkt an der großen Fensterfront fand sich ein wunderbarer Platz für uns.

    Mittags bietet das green bamboo eine kleine Tageskarte mit 6-7 Gerichten und eine nette Auswahl an erfrischenden Getränken aus Wassermelone usw an. Die Standardkarte kann natürlich auch verwendet werden. Unsere Entscheidung fiel auf einen Reisnudelsalat, lauwarm, mit Hähnchenbrust, Minze, Nuoc Mam Dressing (das ist die vietnamesische Fischsauce…und da wo die herkommt, riecht es echt heftig. In Vietnam stehen bei Mui Ne ganz viele der Fässer rum, in denen der Fisch fermentiert und zu der wohlschmeckenden Sauce wird).

    Gereicht wird dieser Salat in einer der coolen abgeschrägten Schalen, die man gerne in vietnamesischen Restaurants findet. Die Reisnudeln waren schmal und leicht lauwarm, die Hühnchenbrust hauchfein geschnitten und butterzart, das Dressing lecker. Besonders fein fand ich die Kräuter wie Minze, Poligonum, Koriander kombiniert mit hauchfeinen Paprika- und Karottenstreifen. Der knackige Salat vervollständigte dieses perfekte Essen für diesen unglaublich heißen Tag.
    Für den Preis von 5,80€ absolut Top.

    Ansonsten bietet die Speisekarte klassisches vietnamesische Speisen von Pho (Fa gesprochen), Summerrolls, vietnamesischen Currys an. Zusätzlich kann auch aus dem Sushi-Angebot gewählt werden. Diese fand ich in der Vergangenheit nicht ganz so perfekt (ich esse immer die Makis) wie im Cuno auf der Schlesischen Straße.

    Zum Service – wie für Vietnamesen üblich, sehr lieb, freundlich, flink und unaufdringlich.

    Kurzum: es war ein schönes Päuschen mit prima essen und toller Unterhaltung.

    Adresse:
    green bamboo
    Falckensteinstr. 5
    10997 Berlin
    030 / 886 258 79
    Öffnungszeiten:
    Mo-So: 11.30 – open end


  6. Bali Sanur

    Juli 10, 2011 by Christiane

    Sanur ist ein kleiner touristischer Ort auf Bali, welcher weniger die Partygäste anzieht als vielmehr die ruhesuchende Touristen. Unser wirklich großartiges Hotel lag direkt am Strand und unmittelbar hinter dem exotischen Garten lag die „Hauptstrasse“ von Sanur. Auf ca. 8km bietet diese schmale Strasse, entweder Shops oder aber Restaurants. Die Qual der Wahl ist mehr als komplex und ich vermag gar nicht die vielen Restaurants zu beschreiben, die wir alle besuchten.
    Aber ein Gericht, welches ich immer wieder bestellte und in vielen Varianten erhielt, möchte ich doch erwähnen – und am allerbesten ist das Gericht im Jegeg – einem kleinen, sehr netten Restaurant.
    Bei diesem Gericht handelt es sich um einen schlichten Avocadosalat mit Garnelen und im positiven Falle mit einem würzigen Limonendressing, frischen Kräutern und etwas Salat. Im nicht so guten Falle, nehme man von Knorr die rosa Cocktailsauce oder auch als Sauce American bekannt und erschlage die kleine unschuldige gestorbene Avocado damit. In den 15 Nächten auf Bali haben wir uns rauf und runter gegessen – vom Jimberan Beach mit Sunset Dinner und Seafood bis zum Cat & Fidle mit original Fish & Chips aber auch das berühmte Mi Goreng und Bamo Goreng landete auf unseren Tellern als auch wunderbare Lammsteaks und Sirloinsteaks aus Australien, Sandwiches und und und. Es ist schön abends im Restaurant zu sitzen, erfrischende Tücher gereicht zu bekommen, der manchmal guten, manchmal miserablen Livemusic zu lauschen und weil der Magen mal wieder nicht so will, vorsichtig ein paar Schlückchen Arrak schlürfen und darauf hoffen, der Urlaub geht nie, nie wieder zu Ende und wie lecker jetzt wohl ein Schnitzel wäre. Für alle die kulinarisch sich einmal durch die ganze Welt futtern können, den Abend auf einem „Daybed – was für ein Widerspruch“ – ausklingen wollen lassen, dann auf nach Bali.
    Achtung: der Wein ist superteuer und empfiehlt sich daher nicht ganz für passionierte Weintrinker mit Durchschnittsbudget


  7. Bangkok Food

    Juli 10, 2011 by Christiane

    eine Zeitlang war es hier im Blog recht ruhig, das lang aber weniger daran, dass wir dem Essen oder Essen gehen abgeschworen haben, als vielmehr, dass wir ein paar Wochen in Bangkok und Bali waren.
    Nun gut, berichte ich jetzt einfach mal von unseren Erlebnissen aus der Stadt der Engel.
    Schon am ersten Tag verliefen wir uns auf einem Markt, der voll von kleinen wussligen Menschen war. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem kleinen Restaurant, von dem wir hofften authentisches Thai-Food zu bekommen. Auf dem Markt begegneten wir auch gleich fliegenden Garküchen mit Würstchen, irgendwelchen Bällchen, gegrillten oder fritierten Kakerlaken, Satays und vielem mehr. Doch halt, was habe ich da gerade geschrieben? Ja, fritierten Kakerlaken, Grillen oder Würmer. Eindeutig waren dies Insekten die ich gar nicht leider kann als fingerfood im Angebot…brrrr…nachdem wir so zu sagen eine kleine Ernüchterung verspürten eilten wir weiter durch die erdrückende Enge, wurden unseren europäischen Essgewohnheiten bewusst und versuchten unseren noch nicht den hiesigen Verhältnissen angepassten Appetit in ein uns kulinarisches Etablisment zu steuern. Leider in Bangkok gar nicht einfach (wir waren im Bankenviertel). Restaurants sind dort mehr als rar. Nach langem suchen fanden wir dann eine Pizzaria, welche wir dankbar in der unglaublichen Schwüle aufsuchten. Noch dankbarer aßen wir unsere Pizza…die gar nicht mal so übel war. Pizza halt und ohne cockroach topping.
    Ab Abend fanden wir wiederum nach langen suchen, ein kleines Restaurant in einem Hinterhof versteckt, der zwar recht karg war, aber Essen, Ventilatoren und Trinken bot.
    Wir bestellten irgendwas aus der Karte mit den bunten Bildchen und bekamen – ja chinesisches Essen, welches ganz ausgezeichnet schmeckte. Dazu Singha Bier und der erste Tag war gerettet.
    Am nächsten Tag verschlug es uns nach einem Ausflug auf dem Khong in eine der berühmten Malls – das Siam Center. Nachdem wir wiedermal hungrig waren, verschlug es uns sogleich in den Foodcourt. Ich hatte ja schon beeindruckende Foodcourts in Singapur, KL und Hong Kong gesehen, aber das war unbeschreiblich! Essen aus allen Herren Länder, Cinnamon Rolls – ein ganzer Stand, quitschbunte Süßigkeiten, Cannolis, Satays, Würstchen, Thai Food, Indian, Chinese, Sushi, Korean, Italien. Tapas..alles!!!! Wire versuchten es mit Phad Thai und irgendeinem anderen klassischen Gericht und beides war für ein Foodcourt wirklich gut. Ich finde es, außer man traut sich an die Garküchen – ist es nicht einfach in Bangkok Essen zu gehen, da es gar nicht soviele Restaurants gibt. In der Nähe der berühmten Silom Road kann es dann passieren, dass man in eine Tapabar gehen will und es sich um einen Puff handelt. Also Augen auf….


  8. Ming China Restaurant in Mitte

    Oktober 17, 2010 by Christiane

    nachdem ich von Tobias den Eintrag zur „Fast-Food Pekingente“ gelesen habe, und mir das Wasser im Munde zusammenlief, erinnerte ich mich an Hoa’s Empfehlung dem Ming in der Brückenstraße.

    Vergangenen Samstag Spätnachmittag, nach dem Xten Ausflug zum vermalidaiten Baumarkt, betraten wir das Restaurant bei der Chinesischen Botschaft.

    Nachdem ich mit Hoa auch noch über die besten Dim Sum In Berlin ausgestauscht habe, fiel mir die Entscheidung trotz üppig, verlockender Karte leicht. Frau F. wählte: D1, D4, D8 und D11. In Übersetzung: Gedämpfte Teigtaschen mit Schwein, gedämpfte Reismehltaschen mit Garnelen, gebratene Hefeklösse mit Schwein und gedämpfte Teigtaschen mit Garnelen, Huhn und Schwein. Dazu gab’s ganz traditionell ein wenig Essig.

    Das Ming ist bekannt für seine traditionelle Küche ohne ChiChi und Heckmeck. Jeweils 4 DimSum gab’s als Portion. Mehr als nur reichlich und sehr lecker. Dazu passte hervorragend das Tsingtao Bierchen. Thomas wählte knusprige Entenbrust mit Morcheln und Glasnudeln für 13.50€. Auch hier eine reichlich bemessene Portion. Beiden waren wir sehr zufrieden.

    Die DimSum kosten zwischen 3.50€ und 4.80€. Das Restaurant ist klassisch rot und gold eingerichtet. Viele Chinesen kommen dort zum Essen, daher gibt es Hühnerfüße, Qualle, Pansen, Schweineohren-Sülze, Hühnermägen und andere ach so leckere kleine Leckereien. Gut, dass ein Teil der Karte nur in Chinesisch ist 🙂

    http://www.ming-dynastie.de/

    Am Wochenende sollte man reservieren, da es abends ein Buffet gibt, welches sehr, sehr lecker aussah. Auch wenn chinesisch essen ein wenig altmodisch anmutet (da gerade Thai oder Vietnam in ist), ist es doch mal wieder schön spießig zu sein.


  9. Kontraste, Kontraste, Kontraste

    September 11, 2010 by Christiane

    Hi, Ihr Lieben,

    es gibt wieder einen Batzen an Neuigkeiten. Dem Titel gemäß bitte ich euch ein besonderes Augenmerk auf die immer wieder vorherrschenden Gegensätze dieser uns unbekannten Welt zu legen. Sie sind immer vorhanden und ich bitte euch daher diese in meiner Schrift und den angehängten Fotos zu suchen und hoffentlich zu finden, sie machen alles hier unvergesslich…

    Zuerst zu den neuen kulinarischen Orgasmen…

    – HotPot (die zwei unterschiedlichen Flüssigkeiten): es handelt sich hier um eine Art Fondue. Beide Flüssigkeiten (eine scharf, die andere eine normale Brühe) werden von unten durch eine von einer Gasflasche genährten Flamme erhitzt und richtig heiß gemacht. Man kann im Vorhinein aus einer riesen Auswahl von Fleisch, Fisch, Gemüse und Tofu auswählen, welches man im Anschluss in die brodelnden Pfützen schmeißen darf.

    Es ist ein unglaublich geselliges Essen (wie man es von unserem Fondue kennt,) da sich schon ein oder zwei Mal um den gleichen Fisch, oder Fleischberg gestritten wird! Nein, ganz im Gegenteil, Ellbogen werden zwar schon benötigt, aber Kommunikation steht im Vordergrund und das ist etwas sehr Schönes.

    – Da wir hier unsere gemeinsamen Essen immer wieder als „Vorglühen“
    verwenden, ist der nächste „Höchstgenuss“ natürlich Baijiu (weißer Schnaps). Hier möchte ich kurz (auch wenn man es nicht sollte) Wikipedia zitieren:
    „A number of accounts in English comment unfavorably on the taste of baijiu, comparing it with paint thinner, rubbing alcohol, and diesel fuel. The typically high ABV of much baijiu is commonly cited by the Chinese as the reason for these impressions.“

    Nicht 100 % korrekt…der Geschmack ist: Kleber!

    Mein Name hierfür in Deutsch ist:
    „GänsehautschnapsAugenzumachenmussundKopfschütteldaechtwiederlich“ – Jahrzehnte haben Forscher gebraucht, um den Namen korrekt wiederzugeben… . Falls ihr ihn in die Hände bekommt, kann ich euch nur raten, ihn während eines Essens zu euch zu nehmen. Der Name verändert sich daraufhin zu „Gänsehautschnaps“. Toll geeignet, um später wegzugehen.

    – Grün gefüllte Oreos (Geschmacksrichtung: Eisgeschmack !!!) Ich weiß nicht, ob das hier in China tatsächlich ein Geschmacksrichtung ist, vielleicht haben die Chinesen ja neben den 4 Regionen süß, sauer, salzig und bitter auf ihrer Zunge noch eine weitere, nämlich die Eisgeschmack Region – möglich ist es. Da hat das Marketing der Firma NabiscoWorld (Oreoproduzent) sehr gut gearbeitet.

    – Und nun vorgestern, nach einem 3 Stunden Billard Abend mit Simon, wieder etwas Unbeschreibliches. Ich versuche es trotzdem… . Nun ja, bis um 12 Uhr nachts waren wir Billard spielen und wollten danach selbstverständlich noch einen Mitternachtssnack. Wir machten uns also auf zum nächstgelegenen Essensstand, und was wir dort fanden, war wie so vieles hier ein Wunder. (leider hatte ich einmal meine Kamera nicht dabei)

    Ein „Buffet“ an ausgewählten Meerestieren und anderer Leckereien. Wir entschieden uns für !!!! Mini Hummer !!!! (immer noch 12:30 nachts)

    [Vorsicht, makaberer Einschub – …mit denen wir, nachdem sie noch lebten. gegeneinander kämpften, wie mit Transformern früher, und Ihnen die Freiheit geschenkt hätten, wenn sie durch eine von uns entworfene Rennstrecke gelaufen wären. Taten sie aber nicht. Der Daumen der Imperatoren ging zu Boden und die Duellanten mussten in das heiße Fett…]

    …der köstlich war, aber die Puhlerei geht auf’n Sa**! Als wir also hier am knabbern waren, plötzlich, von rechts unten hinter mir…ein Geräusch…da führt sich doch tatsächlich eine Taube in einem Taubenkäfig bestückt mit 6 Tauben auf und flattert mit ihren Flügeln.

    Simon und mir kam sofort der gleiche Gedanke: „Die wollen wir auch essen!!!!“ Gedacht, bestellt…yummy…schmeckt wie super leckeres Hähnchen.

    Nach für chinesische Verhältnisse jeder Menge Dekadenz und Gelächter schlossen wir unseren „Snack“ mit einer Rechnung von 10 € ab. (für 20 Minihummer, 1 Taube, 2 Schalen Reis, 4 Hähnchenspieße, 4 Rindspieße, 4 Bier)

    Zum Thema Kontraste auch das Bild mit den Affen (welches aber in Changchun war)…

    Wir waren vor ein paar Tagen wieder mal in der Innenstadt Changchuns und entdecken – nun ja – dieses „Schauspiel“, gespickt von Wahnsinn und Ironie!!! Ich wusste nicht, ob ich lachen (aufgrund dessen, wie surreal die Situation war), oder traurig sein sollte…
    Es kam so weit, dass ein betrunkener Penner vorbei lief und einen der Affen trat, und zwar richtig, sodass der Affe verständlicher Weise ausrastete und seinen „Tyrannen = „Besitzer““ angriff…Fazit: die armen Affen.

    Eines meiner Lieblingsbilder ist nach dem Abend des HotPots + Baijiu + später ab in den Klub entstanden: Es ist das in welchem ich gegen Simon Shaizi (engl. Liar’s Dice) spiele. Es ist ein dynamisches Foto in welchem deutlich wird, dass die Entscheidung, ob man den Gegner einen Lügner nennt, oder nicht, damit zusammenhängt, wie schnell man auf die vom Kontrahenten angesagte Aussage reagiert. So wird Shaizi gespielt!

    Noch eine tolle Tradition des Chinesischen möchte ich euch näher vorstellen, bevor ich euch mit den restlichen Bildern alleine lasse.

    Es ist nicht vergleichbar, wie vital und sportlich hier ältere Menschen sind. Ein Beispiel zeigt der letzte Sonntagnachmittag, den ich mit Lukas hier in einem willkürlich ausgewählten Park verbrachte. Es sind so viele Menschen auf „Spielplätzen für Ältere“, das kennen wir in Deutschland nicht so.

    Schaut euch das Outfit und das Alter des Tischtennisspielers an den ich angehängt habe. Der spielt nicht im Verein und ist auch kein Sportlehrer…!!!

    Eine Info braucht ihr noch für das Verständnis eines Bildes, die anderen könnt ihr selber in den richtigen Rahmen packen und geistig an einen schönen Platz hängen. Das Bild, in dem man gelbes Papier mit einer roten Schleife sieht…es handelt sich hierbei um Totengeld! (bitte selber nachschlagen, falls Interesse daran besteht)

    Ich wünsche euch von hier aus liebe Grüße.

    shao4teng2bin1 (mein chinesischer Name)


  10. Konservenfisch und Maden

    September 11, 2010 by Christiane

    Nimen hao!

    Selbstverständlich war der Griff zum Konservenfisch mit der Jalapeno ein Fehler und ich konnte nur einen Happen von machen, da er ernsthaft wiederlich war, aber wenigstens hatte ich es ausprobiert! Wer stellt den denn auch neben den lecker Tomatendosenfisch??? Dann blieb nur noch das Brot, welches sich als äußerst schmackhaft entlarvte.

    Seit diesem ersten Missgriff gab es aber nur noch äußerst äußerst positive und leckere Speißen. Ernsthaft!

    Es fing bei kleinen Sachen wie chinesischem „Jakult“ (welches ich im Nachhinein im Internet als Trinkjoghurt für Kleinkinder fand) und Erdnussbutterkeksen und fand heute seinen absoluten Höhepunkt.

    Vorgestern hatte ich in meinem „Ich-weiß-es-nicht“ in der Mensa einen Krähenfuß, wodurch ich darauf schließen konnte, dass es sich bei dem Gericht um Huhn handelte. Genussvoll wurde dieser selbstverständlich gekostet, wodurch mir jede Menge Humor und Witz zuteil wurde. Fotos sind leider nur auf der Kamera eines Sinologen, werden aber nachgereicht.

    Heute dann die Spitze…Es war wie gestern ein genialer Tag hier in Changchun, sowohl vom Wetter (so wie ein Sommer sein sollte) als auch von den Impressionen. Ich habe nachher ein paar Bilder angehängt, jedoch kann ich nicht versprechen, ob sie nur annähern den Flair von allem hier wiedergeben können. Es ist unglaublich aufregend und wird sowohl von Gegensätzen, als auch aus Andersartigkeit geprägt. Es geht mir sehr, sehr gut hier.

    Ich hatte selbstverständlich schon am ersten Tag die lockersten Sinologen ausfindig gemacht und seit dem treiben wir uns nach dem Unterricht eigentlich jeden Tag zusammen rum. Vormittags sind die in einer anderen Klasse als ich, sobald der Unterricht aber endet, unternehmen wir was, da wir alle die Meinung teilen, nur so „lebt“ man China. Sehr gute Jungs (zwei davon aus Berlin). Ein äußerst witziger Haufen insgesamt unsere Gruppe. Zwei waren bereits in China, was das Niveau des Umgangs mit den Leuten und die Erfahrungen wahnsinnig steigert.

    Heute kam uns die Idee, dass wir uns einfach mal blindlings in den Bus vor unserer Universität setzen in die Stadt fahren und aussteigen, wenn uns irgendwas zusagt. Ich sage euch, daraus wurden mit die interessantesten, lustigsten und aufregendsten 5 Stunden seit einiger Zeit. Wir unterhalten uns mit Chinesen (auch wenn wir uns noch schwer tun, natürlich besonders ich (zu geringe Kenntnisse), da viele eine sehr eigene Mundart haben), kaufen auf Billigmärkten, saugen unsere Umwelt auf und SELBSTVERSTÄNDLICH essen an Straßenständen!!!! YUMMY!!!

    Das ist so lecker und man sollte es machen, wenn man hier ist. Bloß nicht den Reiseführern trauen. Die Bauchschmerzen halten sich in Grenzen, wenn man überhaupt von „Schmerzen“ schreiben darf. Es grummelt halt a bissi, aber die Erfahrung ist MIR das absolut wert.

    Wir hatten zwar heute Mittag schon ein sehr leckeres Mittagessen in irgendeinem natürlich willkürlich ausgesuchten Restaurant, aber die abendliche Atmosphäre, das gesprochene Mandarin und der dich umgebende Kontrast von Armut direkt neben Luxus haben dem Abendessen den letzten Schliff verpasst und zu etwas Besonderem gemacht. Es ist hier echt aufregend.

    Ich laufe durch die Stadt und es wirken sooo viele Sachen auf mich ein, dass ich mich dabei bemerke, wie ich aktiv versuche, irgendwo in mir Stauraum zu finden, um so viel wie möglich abzuspeichern und in die jetzige Email zu packen.

    An einem Straßenstand war es dann so weit, dass wir Maden auf dem Grill sahen und auch aßen. Auch diese waren schmackhaft. Ich würde sie auf jeden Fall als Beilage gerne wieder sehen. Sie waren jetzt nicht unbedingt vom Geschmack her ein UNGLAUBLICHES Erlebnis, aber sie haben geschmeckt. Gut sogar.

    Wie schon gesagt, hier ist alles in Ordnung und jetzt langsam geht alles auch einen routinemäßigen Weg, aus dem wir 4-5 Studenten am Nachmittag immer wieder ausbrechen, aber ich habe überhaupt keine Probleme, von denen z.B. andere Studenten berichten:

    – Essen in der Mensa –> super lecker. Wir haben jetzt ausgemacht, dass jeder von unserer Gruppe verschiedene Gerichte (in Schälchen) auswählt, wir diese dann in die Mitte stellen, und jeder von allem probieren kann. Somit probieren wir alle Gericht am Schnellsten aus.
    Genauso gehen wir ab morgen im Supermarkt vor, damit wir da auch genau wissen was wir essen können und was nicht. Beim Bier machen wir das eh schon seit dem ersten Tag!:)

    – Schlafprobleme (nicht vorhanden)

    Ich habe auch seit heute früh aus dem chinesischen Frühstück ein deutsches, naja amerikanisches gemacht…In China bekommt man zum Frühstück neben Dampfnudeln, salzigen Pfannkuchen und einer Art von Omelette eigentlich das Gleiche, wie bei uns Mittags, nur in kalt. Das heißt, das kann Gurkensalat, gewürzte Zucchini, Bohnen…eigtl. kann das alles Gemüse sein und dazu auch Fleisch, welches dann auch warm sein kann.

    Da ich das jetzt nicht schlimm finde, es aber auch nicht meine erste Wahl ist, lief ich in den Supermarkt, um mir Marmeladen zu kaufen. Und seitdem habe ich JEDEN Morgen Pfannkuchen (=Art von Omelette), bzw. Dampfnudeln mit Marmelade!!! So muss ein Morgen beginnen…Kostenfaktor pro Pfannkuchen, bzw. Dampfnudel sind 1 yuan.
    (Info: 8,irgendwas yuan sind 1 €).  Toll, toll, toll…

    Außerdem habe ich mit den anderen Jungs gestern eine Tradition geboren und wir sitzen nun jeden Abend bei uns im Waschraum (wir haben kein Chillzimmer) auf rumgedrehten Mülltonnen und haben unsere eigene Teezeremonie erfunden.

    Als ich in der Stadt war, brachte ich den Einwurf, dass wir doch auch den Tee unbedingt trinken müssen und so kam es, dass ich die erste Packung lü cha (grünen Tee) auf einem der kleine Märkte sponsorte und wir diesen in mehreren Aufgüssen jeden Tag ca. 1 Stunde genießen. Herrlich entspannend und gesellig + wahnsinnig schmackhaft.

    Heute wurde die Tradition um hei cha (schwarzen Tee), hua cha (Jasmin Blumen Tee, „Blume“ da der Tee wie eine kleine Kugel, bzw. Blume ausschaut und nach Aufguss aufgeht) und eine neue Sorte lü cha erweitert. Wir schaffen uns hier eine tolle Atmosphäre!!!

    Nun noch ein paar Bilder für euch und dann setze ich mich an mein unzähliges Vokabular.

    Aus dem Land des Lächelns,

    T.