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a Mai 13th, 2010

  1. Biergarten Zenner-Eierschale im Treptower Park

    Mai 13, 2010 by Christiane

    Jetzt müssen wir mal eine Lanze für den Zenner brechen. Ein wenig als Prollgarten ist er ja verschrien, was nicht ganz falsch ist. Aber dadurch ist er auch kurios, schräg, großartig, peinlich, trashig, altmodisch…

    Meiner Meinung nach ist er aber auch einer der schönsten Biergärten von Berlin. Man sitzt an der Spree unter altem Baumbestand, blickt auf die Insel der Jugend und dem Klipper, Boote ziehen vorbei und es hallt „ein Bett im Kornfeld“ oder „Rote Rosen aus Athen“ aus den Lautsprechnern.

    Ein Brummen lässt einen die Augen vom Bierkrug heben und gebannt der Landung oder dem Start von Berlin’s einzigsten Wasserflugzeug erleben.

    Michael Wendler oder Schlager von Costa Cordalis erklingen und die zumeist reifen Herrschaften sprinten zur Tanzfläche um wild zu schwofen. Seit Jahren erleben wir dabei einige ältere Herren, wie sie „Hahn im Korb“ gleich, um die älteren Mädels buhlen um nach einem Tänzchen diese galant an den Platz zu begleiten. Ja, man(n) kennt sich hier. Dieses Jahr stellen wir mit Erstaunen fest, dass auch mittlerweile Jüngere ausgiebig zu den deutschen Schlagern tanzen. Manche begabt, manche weniger. Mucke gibts allerdings nur am Wochenende. Unter der Woche ist es ganz ruhig und wie uns mal verraten wurde, gehen die Herrschaften dass in’s Rübezahl nach Köpenick.

    Auch wenn sich das ein wenig kitschig oder doof anhört, ganz ehrlich, ich hoffe doch auch im Alter noch so viel Spaß zu haben. Vielleicht läuft dann kein Schlager, sondern The Doors oder Robbi Williams oder meinetwegen auch Tokio Hotel.

    Besonders viel Spaß macht es uns immer den am schlechtesten, gekleideten Besucher der Saison zu ermitteln. Leider hält sich unsere Nummer 1 seit Jahren. Unser Nummer 1 ist ein Herr, weißes Netz-Muscelshirt, wenig Haare am Kopf, dafür am ganzen Körper (brrr besonders am Rücken und Oberarm), dazu weiße Trainingshose, hübsch in die Tennissocken gestopft, geschickt kombiniert mit Aldiletten. Um dieses gelunge Outfit modisch abzurunden, ein niedliches Handyholster, welches elegant unter dem kräftigen Oberarm neckisch hervorlugte..noch Fragen? Die propperen Mädels, denen der Stringtanga aus der Hose rutscht und das nackte Hinterteil ein ein Bondageopfer verwandelt,  sehen wir schon als Zennerstandard an. Aber wir suchen weiter…

    Die Getränkepreise (Selbstbedienung) sind moderat. Kleinigkeiten zum essen (Pommes, Hucken, Steaks, Eis..)gibt’s auch. Wer ganz hungrig ist, kann auch zu Burger King gehen oder das Restaurant vom Zenner besuchen, welches an den Wochenenden Jazzbrunch anbietet. Thomas hat da auch schon Trompete gespielt (is scho a biserl her).

    http://www.eierschale-zenner.de/

    Falls einer nach unserer Beschreibung den Zenner besucht und meint man hätte eine neue Nummer 1 entdeckt, bitte Info an uns.


  2. Biergarten in Berlin, Kreuzberg das Burg am See – CLOSED jetzt Jockel

    Mai 13, 2010 by Christiane

    Insider Biergarten nennt sich das „Burg am See“ und ebenso erster türkischer Biergarten. Beides trifft durchaus zu, wobei ich ja die Bezeichnung „Penis im See“ vorziehe. Jeder der sich den kleinen Brunnen, Marke Eigenbau, einmal angesehen hat, wird mir zustimmen 🙂 Einfach mal auf die Galerie klicken..

    http://www.burg-am-see.de/homepage.html

    Auf 3.000 qm kann man ganz phantastisch direkt am Landwehrkanal sitzen und den Ausflugsdampfern träumerisch nachblicken. Ein riesengroßer toller Abenteuerspielplatz erlaubt auch Eltern in Ruhe ihr Bierchen zu schlürfen, Shisha zu rauchen oder aber Sonnenblumenkerne grazil auszuspucken.

    Bis zu dieser Saison waren die Speisen rein türkisch – also Köfte, türkische Pizza usw. Immer lecker. Jetzt hat ein kleiner Wandel zur klassischer Biergartenküche stattgefunden. Nackensteaks, Pommes, div. süße und salzige Strudelspezialitäten, Obazda mit Brezel, Eis usw.. Um an seine Speisen und Getränke zu kommen muss man sich erst an der Kasse anstellen und dann an den Strudel, Getränke, Eis oder Pizzastand begeben. Habe ich gerade geschrieben klassische Biergartenküche 🙂

    In dem großen Biergarten mit wunderbar, altem Baumbestand kann man ab 10:00 morgens wählen, ob man sein Frühstück an den Bierbänken, Biergartenstühlen oder aber in den Beachstühlen einnehmen möchte.

    Ein prima Ort um bei schönem Wetter zu relaxen, Bierchen zu trinken und dem Treiben der Besucher zuzuschauen. Absolut perfekt für Familien.

    Zu finden in der Ratiborstraße/ Ecke Paul-Lincke-Ufer

    CLOSED: Der Nachfolger ist das Jockel und die haben sauleckere Burger und Pizzen und es gibt frisches Efes


  3. s‘ Brätle Uhlandstraße Charlottenburg

    Mai 13, 2010 by Christiane

    Traditionell treffen Thomas und ich uns nach meinem Friseurbesuch  bei Aveda in irgendeinem Restaurant in Ku’Damm Nähe. Diesesmal wählten wir uns das uns noch unbekannte s’Brätle aus. Über das zugehörige Wiesenstein am Vikoria-Luise-Platz berichteten wir ja bereits  https://food.wetravel24.de/?p=84

    Das s’Brätle macht gleich von aussen einen gemütlichen Eindruck. Nette Korbsesselchen, Decken, reiferes Publikum. Holla – das kennen wir doch schon :-). Ich glaube die Leute wechseln immer zwischen dem Wiesenstein und dem s’brätle. Vielleicht hält es ja jung?

    Anyway…innen ein wenig spießig eingerichtet, eine Mischung aus wir könnten auch ein Bistro sein oder aber eine anspruchsvolle Altersheimkantine (auweia bin ich aber heute böse) -vielleicht liegts ja daran, dass Vatertag ist, das Wetter doof und ich nicht mit dem Bollerwagen durch die Gegend wandern kann.

    Egal…weiter im Text. Also ganz so schlimm ist das „Fluidum“ nicht, aber auch nichts für ein romantisches Tet a´Tet.

    Zu Essen gibts schwäbisches und Schnitzel

    Wir wählten Schnitzel mit Pommes und einem kleinem Salat, Thomas entschied sich für Wurstsalat mit Bratkartoffeln. Preise ok, fast günstig für die Lage. Habe aber vergessen wie teuer, so ganz konkret.

    Das Schnitzel: Die Pommes wurden erst rund 5min nach dem Schnitzel gebracht, eindeutig frisch frittiert, aber das Fett hatte wohl schon bessere Zeiten hinter sich. Das Schnitzel ok, aber auch nicht mehr. Der Wurstsalat war ein bischen fade, die Bratkartoffeln brauchten auch noch Salz und Pfeffer – wie alles andere auch. Tja…Fazit: ok, nochmal hin, nicht unbedingt, schließlich gibt’s ja noch mehr Restaurants zu entdecken. Aber nach einem kleinen Stadbummel, nett draussen sitzen was essen über die Rüstigkeit des Alters sinnieren – dafür ist das s’Brätle bestens geeignet.

    http://www.wiesenstein.de/html/wiesenstein_-_s_bratle.html


  4. Brunch im Via Nova 1, Friedrichshain

    Mai 13, 2010 by Christiane

    wenn man so unseren Blog liest, wird der Eindruck nicht verwehrt, dass wir selten aus Kreuzberg rauskommen. Aber hier der Beweis: Unser Bericht aus dem Friedrichshainer Via Nova.

    Für Sonntag 10:00 haben wir uns dort mit Freunden zum frühstücken verabredet. Auf eine Reservierung meinten wir verzichten zu können, da der Laden ja recht groß ist und das F’hainer Völkchen doch eh nicht so früh aufsteht. Mit viel Glück konnten wir noch ein Plätzchen für 5 Erwachsene und 4 Kiddies ergattern. Hatten wir doch komplett vergessen, dass Muttertag war. Wir Kreuzberger kennen ja nur einen Feiertag – den 1. Mai!

    Das Lokal recht groß, etwas laut und hallend aber doch noch gemütlich. Gemütlich halbrunde Sitzecken (paradoxer Begriff) am Eingang, großzügige Raucherlounge, klassische Gastronomiemöbel. Entlang dem sehr langen Tresen wird ein fulminantes Brunchbüffet angeboten. Klassiker wie Mozzarella mit Tomate, Lachs, diverse Rühreivariationen, ausgezeichnete türkische, überbackene Hackfleischbällchen, gefüllte heiße Pilze mit Spinat, Spinat-Joghurtsalat, Bulgursalat, in Filoteig gebackener Schafskäse, Pfannkuchen mit Schokolade, leckere türkische Desserts, Obst, Kuchen, Wurst, Käse und und und…alles da und mehr. Stunden müsste man für seine 9€ absitzen um alles auszuprobieren. Allein die Brotauswahl fand ich ein bischen dürftig. Die Brötchen waren ein wenig zu trocken aufgebacken. Ansonsten alles wirklich gut und lecker. Die warmen Gerichte waren alle schön heiß, alles sehr dekorativ angerichtet und es wurden nicht wie im Sage Restaurant die Wurst einfach aus dem Päckchen auf die Platte geschmissen. Alles sehr löblich.

    Leider war es wirklich supervoll, so dass es einfach zu laut und nervig war. Ich witzelte (natürlich nicht politisch korrekt), dass für unsere Mitbürger aus den östlichen Bezirken der Muttertag scheinbar echt wichtig ist und dass wir in K’Berg sicherlich mehr Platz und Ruhe gehabt hätten. Als wir nach dem Quickbrunch zurück in die Heimat fuhren, was soll ich sagen…himmlische Ruhe und Leere. Tja, was lernen wir? Am Muttertag zu Hause bleiben und in’s Cream oder GriGri gehen.

    Abschließend: Wir sind ja nicht die Brunch-Fans, aber der ist echt klasse und seinen Preis wert. Deutlich besser als im Alberts, Kultürzeit oder im Sage Restaurant. Preis 9€.

    PS..draussen stehen auch noch jede Menge Plätze zur Verfügung – schöne Südseite

    Zu finden: Revaler-Straße 9 http://www.cafe-vianova.de/