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‘Kreuzberg’ Category

  1. Bar Raval zum Dritten

    Mai 2, 2012 by Christiane

    über die Bar Raval hatten wir ja bereits zweimal berichtet und auch dabei keinen Hehl gemacht, dass wir nicht so begeistert sind.
    Aber manchmal muss man auch mal seine Meinung revidieren, ja, ja können wir.
    Letzthin war ich zweimal mit Geschäftsfreunden dort beim Essen.
    Brav habe ich jeweils die Auswahl den Geschäftspartnern überlassen, da diese deutlich dem spanischen Lande mehr zugetan sind als ich und demnach auch viel mehr Erfahrung in der umfangreichen Tapawelt haben. Im Detail mag ich gar nicht beschreiben, was wir alles gegessen haben, aber es war wirklich prima. Die Patatas Bravas waren knusprig und die Aioli so wie sie sein sollte. Sehr fein war der Oktopus auf galizische Art – wirklich sehr fein, yummy, die Chorizo kam sehr knusprig und würzig auf den Tisch. Tataki (Scheibchen, sehr rosa) von der Presa vom Ibéricoschwein ist ein Highlight – wie es auch die Webseite der Bar Raval verspricht. Das Tomaten, Avocado Champignon Tatarchen mir Ruccola rundet alles sehr nett ab. Auch die anderen Tapas waren alle ausgezeichnet.

    Jetzt kann man noch ein bisschen am Service rumnörgeln, der mal so mal so ist. Aber im großen und Ganzen, gehe mittlerweile gerne in die Bar Raval 🙂


  2. IKOS – Im Kreuzberger Osten Köpenicker Straße, Kreuzberg – CLOSED

    April 30, 2012 by Christiane

    früher war das IKOS eine finsterlich anmutende Eckkneipe mit dem wohlklingenden Namen „Zur Haltestelle“.
    Von außer hat sich erstmal nichts geändert. Manch einer würde immer noch eine finsterliche Eckkneipe mit verstaubten Kakteen, Profitrinkern und dem klassischen Berliner Gedeck erwarten. Aber unsere Weinhändler Max hat uns im Vorfeld aufgeklärt und so probierte mein Kollege und ich das IKOS mit ein paar Partnern aus.

    Die Karte ist übersichtlich und unterliegt einer täglichen Änderung. Hier ein kleiner Auszug:
    Hausgemachte Pasta / Home Made Pasta
    Champignonravioli in Kräuterbutter geschwenkt 9,- €
    Tris di Pasta Gnocchi, Tortelloni und Tagliatelle in Tomatensauce mit Mozzarella überbacken 12,- €
    Hauptspeisen / Main Course
    vegetarischer Spinat-Semmelknödel in gekräuterter Gemüsebrühe 11,- €
    gebratenes Lachsfiletstück mit Gemüsewürfelchen und Kräuterbutter 14,50 €
    ca.220 gr. argentinisches Entrecote auf Portweinjus mit Kräuterbutter 18,50 €

    Auf der Tageskarte gab es Perlhuhnbrust, die allerdings keine Brust sondern Keule war und nachdem zwei an unserem Tisch diese wählten, auch schon aus war. Die Perlhuhnbrustkeule kam dann auch optisch sehr ansprechend an, war aber sehr versalzen. Das Gleiche passierte meinem Schweinebraten. Ein Riesenstück – kann man nicht meckern aber für mich nicht geniessbar. Die Forelle und gewählten Pastagereichten waren dafür ein bisschen fade.
    Sehr lecker war die Kalbspastete und die Fischterrine als Vorspeise. Beides auch sehr reichlich und die Mousse zum Dessert war ebenfalls reichlich, schokoladig und 1zu1 auf den Hüften.
    Tja, nun. Eine Beurteilung fällt uns schwer. Vorspeise & Dessert Top, Service prima, Hauptgänge auweia bis bääähhhh.
    Aber der Laden ist gemütlich und hat eigentlich alles um ein Lieblingsrestaurant zu sein, wären da nicht die Hauptgänge. Aber wir werden dem IKOS noch eine zweite Chance geben und natürlich hier berichten.

    I.K.O.s – Im Kreuzberger Osten
    Köpenicker Straße 159, Ecke Manteuffelstraße
    10997 Berlin
    Telefon: +49 30 2180 72 69


  3. Wirtshaus zum Mitterhofer / Südtiroler Spezialitäten Wirtshaus

    April 19, 2012 by Christiane

    Ostersonntag – nach einer durchkühlenden Tour im Mutter-Kind-Bunker in der Fichtestraße sehnten wir uns regelrecht nach etwas warmen zum Essen und natürlich nach einem Bierchen. Dierekt gegenüber dem Bunker fiel unser Blick auf das Wirtshaus zum Mitterhofer. Schnell hatten wir im gemütlichen Gastraum im hinteren Bereich einen Platz für uns 6 Personen gefunden. Die Karte verspricht feinste südtiroler Küche wie :

    Südtiroler Marend (Jausenbrettl) 8,00
    Käsespätzle mit Röstzwiebeln & Salat 8,50
    Spinatknödel & Salat 8,50
    Steinpilzknödel & Salat 8,50
    Käseknödel & Salat 8,50
    Speckknödel & Krautsalat 7,50
    Tris & Salat 8,50
    Herrengröstl & Krautsalat 9,50
    Zürcher Geschnetzeltes & Rösti 14,00
    Tafelspitz mit Sauce Bozner Art oder Kren* 12,50
    Wiener Schnitzel* 15,00
    Stubenküken mit Rosmarinbutter* 15,00
    *Eine Beilage frei wählbar:
    Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Salzkartoffeln,
    Kartoffelpüree, Spätzle, Tagesgemüse
    Extra Portion 2,00
    Apfelstrudel 5,00
    Kaiserschmarrn 7,00
    Topfencreme 4,00

    Jausenbrettl: Für diejenigen die nicht wissen, was eine Jausenplatte ist – hier die Detailbeschreibung: feinstes leckeres Rauchfleisch (hier bekannt als roher Schinken), Käse, Essiggürkchen, feines Brot, Butter auf einem Holzbrettchen…im süddeutschen nennen wir das Vesperle oder Vesperplattn. Hier in Berlin vermutlich Stullen zum selbstbelegen. Thomas und ich entschieden uns ganz spontan für das Jausenbrettl. Dieses kam reichlich und sehr lecker daher. Brot wurde uns mehrfach nachgereicht. Das war auch sehr lecker. Unsere Freunde entschieden sich für die Kalbsleber von der Tageskarte und waren ebenfalls sehr zufrieden. Der Service war ausgesprochen aufmerksam und der Cheffe schenkte Ida einen Schokohasen. Nett plauschte er mit den Gästen und lies uns alle an seiner guten Laune teilhaben.

    Die Innenausstattung ist gemütlich mit alten Holztischen und Bänken. Im vorderen Gastraum kann man Dank der großen Fenster auf den Biergarten gucken und das Treiben auf der Fichtestraße beobachten.
    Insgesamt ein wunderbarer Platz für deftige süttiroler Küche und das ein oder andere Bierchen oder Weinchen in entspannter, freundlicher Umgebung. Wir kommen gerne wieder!

    Adresse:Fichtestraße 33, 10967 Berlin, http://www.wirtshaus-zum-mitterhofer.de


  4. Mariona am Lausitzer Platz

    Januar 19, 2012 by Christiane

    Zwischen dem Hühnerhaus und dem Kattelbach gibt es seit einiger Zeit das Mariona. Da von außen recht klein und unscheinbar – es leuchtet kein großes Neonlicht wie beim MediaMarkt oder Saturn – liefen bzw. fuhren wir mit dem BWM immer daran vorbei. Das änderte sich eines Abends, als wir uns leckere Hühnchen beim Hühnerhaus geholt haben. Die Menükarte versprach uns leckere Pasta, Pulpo (bestimmt nicht von Costa – dem TK-Hersteller), Ziegenkäse und andere leckere Schweinereien. Nachdem einige Tage nach dem Hühnerschmaus wieder der Magen knurrte, war es Zeit die M&Ms zu schnappen und einen schönen Abend bei Italiener 🙂 zu gestalten. Ein Smiley beim Italiener – weil Frau Fischer dachte – Pasta gibt’s nur beim Italiener oder Pizza Hut und das Mariona doch ein kleines spanisches Restaurant mit Schwerpunkt auf außergewöhnliche Tapas ist.

    Das Restaurant ist nicht groß, hat hübsche Holzstühle und Tische (nicht von IKEA) und macht einen einladenden Eindruck. Fröhlich wird man von dem Personal begrüßt und zugleich an einen dieser netten Holztische geführt. Was mir gut gefällt der Blick in die offene Küche und auch die Toiletten – die ich allerdings erst später zum Näschenpudern (Maybelline Puder und Jade Lippenstift) aufgesucht habe.
    Kurz nach dem Platznehmen und einem ersten Rundblick durch das hübsche Lokal bekommt man die Karte und sofort selbstgebackenes Brot in zwei Varianten. Ergänzt wird das durch einen ungewöhnlichen Dip, bestehend aus pürierter rote Beete (nicht von Hengstenberg wie ich meine), Pesto (nicht von Barilla) und Butter (bestimmt von meggle oder Brandenburger). Der Dip schmeckte superlecker. Im Laufe des Abends bekamen wir auch noch zweimal weiteres Brot und von dem Dip – das nenne ich verwöhnen.
    Die Karte ist nicht groß und besteht aus wechselnden Tapas, 3 Hauptgerichten und zwei Desserts. Täglich gibt es was anderes. Nett.
    Thommilein und ich entschieden uns für Tapas. Wir wählten Cannelloni mit Kabeljau und Garnelen, Ziegenkäse mit Quitte (bei der Quitte weiß ich nicht ob selbergemacht oder aber Schwartau – egal schmeckte), marinierte Sardinen und YUMMY Gänseleber auf Kichererbsenpüree. Das fünfte Deckelchen habe ich jetzt vergessen..hmmm. Jedes Tapa kostet dabei zwischen 5-6 €. Als begleitendes Getränk entschieden wir uns für eine Flasche Weißwein für 17€, da wir den Preis für ein Glas Wein mit 6€ und ein Bierchen mit 4€ (Warsteiner oder Flensburger) doch recht teuer fanden. Dazu Mineralwasser evtl. von Gerolsteiner. Unsere M&Ms was übrigens nicht für die Schokodrops steht, sondern für Marion & Marc entschieden sich jeweils für das 3-Gänge Menü für 24 €.
    Abgesehen von dem Tapa als Vorspeise wählten sie rote Beete Risotto mit Großgarnelen und Pulpo und Pasta mit Perlhuhn, als Dessert Creme Brulee und Orangen-Tiramisu.
    Die Gänsebrust war ein Gedicht (gibt’s das auch von Wiesenhof Geflügel?), sehr zart, kräftiges Sößchen bestimmt ohne Maggi und Mondamin und cremiges, angenehm herbes Kichererbsenpürree. Die Sardinen sind grundsätzlich nicht meins, aber lt. Thomas sehr lecker. Der Ziegenkäse sehr angenehm im Geschmack und sehr nett auf der Zunge mit der Quitte. Die Cannelloni haben wir so noch nicht gegessen und haben uns diese gleich zu Hause am Sonntag nachgekocht. Mit mäßigem Erfolg – da ich der Meinung war, großzügig mit Zitronenzesten umgehen zu müssen und wir keine Cannellonihüllen oder WanTan Blätter mehr hatten und ich daher die Füllung in Lasagneblätter von Barilla einfüllte. Daher kann ich mit hohem Erfahrungsschatz sagen, die Cannelloni im Mariona in der fruchtigen Tomatensauce der Hammer waren. Ich feile noch an meinem Rezept. Das nächste Mal wird’s besser!
    Das Essen unserer Freunde kam optisch interessant auf Tisch. Das Rote Beeterisotto (Oryzo) flashte in der knalligen Farbe Magenta (wie Telekom) und dröhnte in den Augen (Augentropfen von Bepathen hatte ich bei) dazu das Babypink von Barbie-Mattel bei den Großgarnelen und ein grünliches Grau der Calemaretti. Probiert habe ich das Risotto und das war klasse – kannte ich auch so noch nicht. Mark war sehr zufrieden. Marion hatte eine Art Papardelle, dazu das Perlhuhn. Optisch fand ich das wenig ansprechend, weil farblich fehlte mir einfach was rotes oder grünes. Geschmeckt haben aber soll es.
    Die Creme Brulee mag ich persönlich nicht so gerne mit Zimt – war aber ansonsten cremig und knusprig. Die Tiramisu deutlich besser als von Danone und erfrischend mit dem Orangenaroma.
    Gezahlt haben wir inkl. der Getränke rund 70€ für je zwei Personen.
    Der Service geschult wie im Steigenberger Hotel oder im Hilton war freundlich, aufmerksam und zuvorkommend. Das Ambiente sehr angenehm und wir werden gerne wieder mal vorbeikommen und was feines Essen.
    Das Mariona ist zu finden auf der Skalitzer Straße und im Internet oder auf Facebook.

    http://www.mariona-berlin.de/

    PS: wer sich jetzt wundert warum ich so viele Produktnamen verwendet habe, kann ich nur schreiben, ich mache gerade einen Test. Ich gehe davon aus, dass alle Produkte im Mariona frisch und sofern möglich selbst gemacht sind. Zumindest hatte ich den Eindruck als ich in die Küche gelinst habe. Also Produktbezeichnungen einfach überlesen – außer beim Bier.


  5. Hühnerhaus 36 am Lausitzer Platz

    Januar 6, 2012 by Christiane

    jeder Kreuzberg 36iger kennt natürlich das Hühnerhaus auf der Skalitzer Straße / Ecke Görlitzerstraße. Selbst wenn man mit dem Auto vorbeifährt, läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen von dem herrlichen Hühnchenbratgeruch. Bei schlechtem Wetter hatte man bisher die besten Chancen (möglichst starker Schneefall, Orkan, Blitzeis) eines der leckeren Henderl zu ergattern oder man kam Sonntag um 11:00 um sein Hühnchfrühstück abzuholen – und ganz ehrlich so lecker wie die sind – gehen die auch zum Frühstück.
    Aber das Elend hat ein Ende!
    Gegenüber am Lausitzerplatz hat das Hühnerhaus, im ehemaligen Kattelbach, ein nettes Schnellrestaurant eröffnet. Gleich beim betreten wird man von dem wohligen Geruch eines frisch gebratenen Hühns umwabert. Der große Tresen wurde auch McD alle Ehre machen. Mit Bild und Wort wird einem das erweiterte Angebot nähergebracht. Große Tische laden auch dazu ein, sein Hühnchen oder Nugget im Restaurant zu essen.

    Die Karte wurde ebenfalls auch um nette Salate erweitert. So dürfte auch der Vegetarier (wenn er denn ernsthaft dem Geruch wiederstehen kann) was finden – z.B. CousCous Salat.
    Das halbe Hühn mit Pommer und Majo kostet 3,75€. Alkohol gibt es nach wie vor nicht – ist aber ok – wir nehmen ja unsere kleinen Lieblinge mit nach Hause um genüsslich die knusprige, würzige Haut liebevoll von dem Chicken zu reissen und dann schlabberend das zarte, saftige Fleisch zu verspeisen.
    Auch unsere beiden Katzen – Wassily Breuer und CoCo Channel wissen um die Qualität der Hühnchen und sind ganz liebevoll umgarnend sabbelnd dabei (nicht das Thomas was abgeben würde – ich bin hier die Gute, so!!). Die Pommes sind keine so dünnen wie bei Burger King oder MecDonals sondern dicke Burschen die immer frisch zubereitet werden und ebenfalls sehr schmackhaft sind.

    Wie kann ich jetzt nur so euphorisch von einem Schnellimbißhühnchen schwärmen? Ganz einfach, weil sie saulecker sind, knusprig, würzig, zart und einen schon über manchen Hungertod hinweg gerettet haben. Auch ein Hühnchen mehr landet manchmal in unserer Tüte um auch am nächsten Tag-verwandelt in einen leckeren Hühnersalt – noch mit Genuß verspeist zu werden.

    Aus der alten Imbissbude soll – den Gerüchten nach – soll irgendwann eine Eisdiele werden. Wie auch immer – jetzt ist Hühnchengenuß zu jedem Wetter und Tageszeit möglich.

    http://www.facebook.com/pages/H%C3%BChnerhaus-36/152063951497790

    Das Hühnerhaus ist genau zwischen U-Bahn Görlitzer Straße und dem Schlesischen Tor.


  6. Mexikanisches Restaurant Treinta Y Seis’s in der Falckensteinstraße, Kreuzberg

    Januar 2, 2012 by Christiane

    mittlerweile spricht man von der Falckenstreinstraße im Wrangelkiez von der Kreuzberger Simon-Dach-Straße, da sich ein Restaurant an dem anderen reiht. Besucher aus aller Welt (na, ja vorwiegend Spanier und Franzosen) tummeln sich in Grüppchen auf der Suche nach dem Kreuzberger Flair und preiswertem Essen und Trinken. Stehen dabei gerne vor Eingängen rum und behindern den armen Kreuzberger des Weges. In der Regel meiden wir ein wenig die Falckensteinstraße, da einfach zu voll und man muss immer die aufgeregten Tourigrüppchen aufscheuchen und grimmig schauen.
    Doch wagten wir am 30.12 Mittags den Weg in die Falckensteinstraße. Die Qual der Wahl begleitete uns. Sollen wir Indisch, Vietnamesisch, Burger, Pizza oder Ola Mexikanisch essen gehen? Wir entschieden uns für das Treinta Y Seis’s.
    Das Restaurant ist sehr gemütlich. Holztische, ein schöner Tresen, großer goldener Spiegel und eine breite Fensterfront laden zum Verweilen ein. Die Karte, welche wir asap bekamen zeigt die typische Küche Mexikos: Quesedias, Tacos, Enchilada, Salate, Burger usw. – also keine großen Überraschungen Aber preislich sehr moderat. Eine Lunchkarte verspricht noch preiswertes Essen. Wir entschieden uns für Tacos mit Jalapenos, Tomaten, Zwiebeln und Käse an dreierlei Dip für 4,90. Der Teller war reichlich – nur hätten die Tacos noch ein bisschen röscher und die Dips kräftiger im Geschmack sein können. Gesamt betrachtet aber ok. Ich wähle einen Cheeseburger mit Pommes, Salat für 5,90. Der Burger war wirklich gut. Bei den Pommes störte mich nur das unvermeidliche Pommes / Paprikasalz in dem ich immer Glutamat vermute. Der Salat (Kraut, Karotte, Gurke, Thomate) wurde mit einem fertig Dressing gereicht (hat mich jetzt auch nicht überrascht). Bestellt wird nach der Nummer des Gerichtes – auch bei den Getränken. Der Vergleichbarkeit halber Chardonnay 3,20 für 0,2 und ein Flens 0,5 kostet ebenfalls 3,20. Das Essen kam leider sehr schnell. Da poppt schnell der Verdacht auf, dass alles aus Tiefkühle kommt – allerdings hatten wir ja auch keine große Küche bestellt.

    Fazit: Ist nett, man kann schön aus dem Fenster gucken, nichts überraschendes (aber auch prima so) Essen und die verwirren Touris trefflich beobachen..für einen preiswerten Abend durchaus geeignet. Möchte man original mexikanisch Essen, würde ich doch dann eher zu einer der Taquerias in der Skalitzer Straße raten.
    Mehr Infos zu finden unter:
    http://mexikanischesrestaurant-berlin-kreuzberg.u-city.org/

    http://www.treintayseis.de


  7. Chez Michel in der Adelbertstraße

    November 28, 2011 by Christiane

    als mein Kollege Till letzthin von einem kleinen Franzosen, dem Chez Michel, in der Adelbertstraße berichtete, dachte ich mir so, na dann mal hin.
    Till meinte, das Lokal errinnert an ein kleines französisches Bistro in einem Dorf, irgendow im nirgendwo in Frankreich, brummiger Chef, einafches aber leckeres Essen zu guten Preisen. Samstag Abend kündigte sich ein kleiner Hunger und Appetit auf einfache französische Küche an und wir machten uns auf den Weg in’s Chez Michel.
    Wenn man reinkommt, denkt man erstmal ok – Imbiss. Ein Schild – „keine Toilette“ – im Türeingang, lies uns rechtzwitig Wissen, nix trinken, was eine Toilette erfordert, hmmm. Der Geruch recht verführerisch nach Tartes und anderen netten hausgemachten Speisen. Im ersten Stock befindet sich dann im ausgesprochen rustikalem Ambiente (zwei lange Tisch, karierte Wachsdecke, faltenunfreundliche Beleuchtung, Eckbänke (und da sind sie wieder – die 80’ziger)) der Gastraum. Also nix für den romantischen Abend zu zweit mit einem Gläschen Rotwein und tiefen sehensüchtigen Blicken. Nachdem wir eine Weile gewartet haben, vermuteten wir schon die Selbstbedienung. Thomas fand auf dem juten Buffet Speisekarten, die wir dann hinlänglich studierten. Die Küche bietet Tartes, Quiches, Flammkuchen, tagesaktuell Muscheln und Käseplatten, Lachs, Kotlett mit Sößchen, Entenconfit, Baguettes usw. siehe hierzu http://www.chezmichel-berlin.de/menu.html an. Das teurste Gericht kostet 11,80. Alles sehr preiswert. Auf der Karte lockte dann ein Schweinekotlett für 6,80 mit Pommes & Salat und ein Flammkuchen mit Creme Fraiche, Speck und Zwiebeln schmale 3,80€ Für diese beiden Gerichte entschieden wir uns dann. Thomas ging dann zum Tresen um die Bestellung aufzugeben. Dabei erfuhr er dann auch, Bier einfach aus dem Kühlschrank nehmen und ansagen. Der Wein wurde in einer Karaffe gebracht. Also Halbselbstbedienung!

    Das Kotlett von Thomas ausreichend groß, ganz frische Pommes und dazu noch einen sehr frischen gemischten Salat mit Vinigrette. Sehr lecker, wirklich gut im Geschmack, zart, frisch. Der Flammkuchen wie ich ihn mag- schön gewürzt, nicht so riesengroß brettchenüberlagernd, aber für mich ausreichend – sehr gut.

    Auch die anderen Gäste wirkten mit ihren Speisen recht zufrieden. Unschön fand ich – hat aber nichts mit dem Resturant zu tun – dass eine Familie auf der Eckbank dann dem Baby die vollen Windeln gewechselt hat. Dann sollte man sich vielleicht einen Laden suchen, der eine Winkelkommode hat. Immerhin nicht auf dem Tisch, neben meinem Flammkuchen. Mann Ökos….

    So also, wer einfach, gut essen möchte, dabei auf schniecke Einrichtung verzichten kann, ist im Chez Michel in der Adelbertstraße gut aufgehoben.
    Übrigends – auch hier kann ich Till recht geben, der Chef war brummig, fragte uns aber immerhin ob wir zufrieden sind 🙂
    http://www.chezmichel-berlin.de


  8. Tu’Es in der Görlitzer Straße Kreuzberg – CLOSED

    November 23, 2011 by Christiane

    Leider ist das Tu’ES erstmal geschlossen und auf der Suche nach einer neuen Location. Ich kann nur sagen, wir werden es vermissen. Das Essen war immer ganz klasse (besonders letzthin der Gruß auf’s Haus mit einem Algensalat und einer Maronenravioli). Hoffentlich finden sie bald ein neues Lokal (gerne in unserer Ecke) und wir werden brav folgen…schluchz

    wir haben ja bereits über das Tu’es – ehemals Schuschel & Deibel – berichtet. Mittlerweile waren wir ja schon ein paar Mal dort und sind immer noch hellauf begeistert. Letzte Woche hatten wir einen tollen Teamabend im Restaurant mit einem schönen 3-Gänge-Menü. Ich entschied mich für den in Brickteig gebackenen Ziegenkäse, der sehr schön würzig, cremig aus dem knusprigen Teig floss und sich höchst angenehm mit den Tomaten und Feldsalat vermischte. Als Hauptgang wählte ich den Biolachs der Kross gebraten wurde und mit Schmorgürkchen ebenfalls sehr lecker war. Es folgte dann eine wunderbare Creme Brulee. Viele meiner Kollegen wählten die Bauerente mit Klößen und Rotkohl und den leeren Tellern und ordentlich abgenagten Knochen zufolge, war auch das sehr lecker. Haben sie auch gesagt. Der Service war wie immer sehr freundlich, zuvorkommend und angehmen aufmerksam. Für einen Abend mit dem Team kann ich das Tu’Es sehr empfehlen. Wir saßen an den schönen langen Holztischen im Grunde wie in der Bertolli Werbung (nur nicht im Freien und ohne Olivenöl und so). Sehr schön.
    Bei anderer Gelegenheit teilten Thomas und ich als Vorspeise eine Wachtel auf Steckrübenpüree und Quittenwürfelchen. Das Wachtelbrüstchen war gefüllt und die Kombi Steckrübe & Quitte ein echter Genuss. Ja,ja Wachtel, Baby und so…
    Meine confierte Gänsekeule zum Hauptgang war perfekt. Ganz zartes Fleisch, knusprige Haut, perfekt kombiniert mit einem würzigen Rotkohl. Portion war von mir nicht zu schaffen. Thomas seine Ente war ebenfalls hervorragend. Auch hier zartes Fleisch und super knusprige Haut (so lecker und knusprig wie ich die Armeleutevarianten (Hühnchen) vom Hühnerhaus kenne :-))
    Schwager Klaus hatte noch zum Dessert ein Dattelsouffle mit Cassiseis. Hätte ich mir ja nie bestellt (weil bestimmt zu süß und so) aber hätte ich mal sollen, obwohl der Bauch schon wegen Überfüllung geschlossen war. Schmeckte einfach zu gut.
    Bin gespannt was uns Patrick und sein Team noch Leckeres zur Vorweihnachtszeit auf den Teller bringen wird. Bisher können wir jedesmal volle Punktzahl geben sowohl beim Essen als auch Getränke, Service und Preis.
    www.tuesrestaurant.de


  9. Markthalle IX Eisenbahnstraße Kreuzberg

    Oktober 21, 2011 by Christiane

    Auch wenn man es kaum glauben mag, Thomas und ich sind auch mal zu Hause und kochen. Wir kochen sogar supergern und lieben es kleine feine Lädchen mit Leckereien zu entdecken und diese wiederum in Köstlichkeiten zu verwandeln (nicht die Lädchen, sondern das was wir darin entdecken und kaufen).
    Daher freuen wir uns sehr, dass seit dem ersten Oktoberwochenende, die Markthalle in der Eisenbahnstraße mit einem neuen Konzept eröffnet hat.
    Unter der Woche wird die schöne alte Halle für Veranstaltungen genutzt und Freitag & Samstag als richtige Markthalle.
    Kleine Stände bieten diverse Köstlichkeiten an:
    Da gibt es einen Nudelstand, der köstliche Nudeln anbietet. Von klassischen Ravioli über Spätzle (mit einer merkwürdigen Zutatenliste die außer Eier, Mehl, Salz, Wasser auch noch Ascorbinsäure enthielt – verstehe ich nicht), Schupfnudeln und Riesentortellini. Die Tortellini sind z.B. mit Ricotta und Tomaten gefüllt oder mit Ziegenkäse und Birne. Letztere waren unglaublich lecker und kamen bei uns zu Hause mit einer leichten Ziegenkäse & Rosmarinsauce auf den Tisch. ***GEIL***. Dann gibt es diverse Käsestände zu entdecken. Vom leckeren Bergkäse aus Österreich bis zu feinen französischen oder schöne Käse zum Federweißen. Kaminwurzen, roher Schinkenspreche, Wasserbüffelsalami fanden selbstverständlich auch den Weg in’s Einkaufstäschle. Ein ganz wunderbarer Brotstand lies uns unsere Low Carb Ernährung vergessen, lockten doch Milchbrot aus dem Lehmofen, Seelen, dunkles Roggenbrot und andere Köstlichkeiten. Sehr nett auch der Stand der feine französische Macrons für 1 Euro das Stück verkauft und die wunderbar luftig gleich im Mund landeten. Ergänzt wird das Angebot durch einen Fischhändler, Fleischer, Gemüse, Prinzessinengärten (frische Kräuter), weitere Käsestände. Die Auswahl ist noch übersichtlich und reicht nicht ganz für den Wocheneinkauf aber jede Menge feine Schweinereien sichern ein kullinarisches Angebot wunderbar ab. Wer erschöpft vom Einkauf ist, kann sich Kuchen, Quiches, Wein usw. holen und gleich mitten in der Halle essen. Einen Spielplatz für die Kiddies gibt es auch. Da können sich die lieben Eltern erstmal ein Raclette und einen Federweißer holen und den anstrengenden Einkauf genussvoll ausklingen lassen.
    Geöffnet ist die Markthalle (oder alte Eisenbahnhalle) Jeden Freitag (12:00 bis 19:00) und Samstag (9:00 bis 16:00)

    http://www.markthalle9.de/
    Übrigens an Sonntag ist der erste Berliner Naschmarkt in der Halle. Mehr dazu http://naschmarkt-berlin.de/


  10. Neubau in der Bergmannstraße Kreuzberg – CLOSED

    September 22, 2011 by Christiane

    Leider erreichte uns vor kurzem die Nachricht, dass das Neubau geschlossen wurde. Schade, schade…

    immer schon mal wollten wir – noch vor seinem ersten Stern – in’s Restaurant von Stefan Hartmann in der Fichtestraße. Preislich ist es – sicherlich wieder Preis Wert – doch recht anspruchsvoll. Daher freuten wir uns über die Eröffnung seines zweiten Restaurants in der Bergmannstraße. Ein 3-Gang Menü für günstige 28€ wird offeriert. Im Vorfeld hatten wir uns auch noch einige Kritiken im Internet angesehen und dachten uns so, na ja schauen wir mal. Haben wir und wir würden den meisten Kritiken wiedersprechen. Aber zurück zum Anfang:
    Freitag Abend, Reservierung für 19:00 mit unsere Gourmetfreunden 🙂
    Freundlicher Empfang, kleiner Ratsch mit dem Kellner über Schultersterzel versus Schäufele (ein Bayer .-) – sehr nett. Ein hübscher Teller mit Foccacia, Olivenöl, Tomaten, Salz und Radischen überbrückten die Zeit bis unsere Freunde kamen.
    Angeboten wurde ein Winzermenü (4 Gänge zur Auswahl), drei weitere Vorspeisen, Zwischengänge, Hauptgänge und zum Dessert eine Creme Brulee oder Rohmilchkäse mit 3 bzw. 5 Sorten.
    Es können Einzelgänge auch als ein 3 oder 4 Gang Menü bestellt werden. Im Grunde könnte das Menü nur aus Vorspeisen oder so bestehen. Als Gruß aus der Küche bekamen wir einen Apfel-Meerrettich Salat mit einem kleinen Scheibchen paniertes Kalbsirgendwas. Lecker und hob die Erwartungen auf die folgende Gänge.
    Ich wählte ein klassisches Rindercarpaccio als ersten Gang, welches nicht so hauchdünn präsentiert wurde, sondern ein bisschen dicker und somit auch echten Geschmak bot. Chris und ich waren sehr zufrieden. Danach entschied ich mich für ein Felchen auf Orangenfenchelpüree. Bin eigentlich kein Fan von Fenchel, aber die Kombination war wirklich sehr lecker und ein neues Geschmackserlebnis. Das Felchen hätte noch ein bisschen Salz vertragen (als Solobiss) passte aber perfekt zu den Orangenfenchel. Danach bekam ich drei schöne Scheiben Lamm mit frischem Gemüse (gelbe und grüne Bohnen, Bohnenkerne, Tomaten) und dazu ganz luftige Gnocci. So zart und luftig habe ich bisher noch nie Gnocci’s gegessen. Meistens sind die Gnocci ja kleine Gummibällchen und quitschen zwischen den Zähnen. Würde gerne wissen, wie die das hinbekommen..will ich auch können. Das Lamm zart rose, aromatisch, prima… Chris war auch begeistert.
    Thomas entschied sich für einen Pulposalat auf Paprikarauten. Die Portion auch hier ausgesprochen großzügig. Der Pulpo war zart mit einem schönen Meerestieraroma. Wunderbar. Thomas wiedermal glücklich. Danach genoß er ein wunderbar zartes Rindersterzel mit einer runden, kräftigen Soße und einer cremigen Polenta – was T. normalerweise auch nicht mag. Sein Fleisch zerfiel im Mund und die Menge war mehr als ausreichend. Die Polenta putzte er gnadenlos und genießerisch komplett weg. Sven bestellte als Hauptgang das Entrecote welches aus meiner Sicht (na, aus seiner auch ein bisschen) klein und flach daherkam. Nun, da wurde ich ja die Woche zuvor bei Schuschel & Deibel mehr als nur verwöhnt und bin da jetzt ganz kritisch 🙂
    Zum Dessert wurde der 3er und der 5er Rohmichkäseteller bestellt und eine Creme Brulee. Diese war riesig und schmeckte Chris. Die Jungs waren von der Käseauswahl nicht ganz so überzeugt. Als krönender Abschluß wurde ein bisschen mehr erwartet – nicht Menge sondern Sorten, Qualität. Hier merkte man, dass es kein Käsekühlschränk gibt und die Sorten eher von der Metro sind (Halt – nicht wir haben das bemerkt sondern unser Gourmetfreund, der selber mal ein Restaurant betrieben hat, also Ahnung hat). Dazu gab es sehr gute Chutneys und ein schwäbische Früchtebrot. Die Weine liegen bei Flaschenpreisen bis zu 30€ und schmeckten mir sehr gut. Sven wählte sehr fürsorglich und kennerisch die richtigen Weine für jeden Gang aus. Selber fand er die Auswahl ein wenig dünn und die Weine zu einfach. Aber ich rede hier wirklich von einem Sommelier und nicht von uns 🙂 Auch andere meckern auf hohem Niveau – nur mal so, nicht nur wir.
    Fazit: mir hat es sehr gut gefallen. Wäre es warm gewesen, hätten wir schön draussen an den großen Tischen sitzen können. Der Service war fürsorglich, aufmerksam und TOP! Leider wird es ein bisschen laut im Restaurant, wenn viele Gäste da sind. Da fehlt noch ein bisschen Dämmung. Aber nochmals – wir waren sehr zufrieden, rundum satt, glücklich, wurden verhätschelt…wir kommen gerne wieder!
    http://de-de.facebook.com/pages/Restaurant-NEUBAU/205529082821663