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Katzenfutter

26. Juli 2012 by Christiane

Kater Wassilsy will sich versenden

Wassily Breuer versandbereit

letzhin wurde ich gefragt, ob unsere beiden Katzen auch solche Gourmets sind und was bei denen in’s Näpfchen kommt. Um die erste Frage zu beantworten, ja, sie sind Gourmets. Aber vielleicht stelle ich die beiden erst einmal vor:
Da wäre Wassily Breuer, klassischer Stubentiger im sexy Menschenalter +/- 35. Gut gebaut (manche sagen moppelig), sehr schönes grau getigertes Fell. Ein wahres Prachtstück, welcher auch die Beinamen: Wassilowisch, Wassiliowitschi, Wassi, Dickbauch, Stinkefüsschen (hat er nicht, aber er lässt sich so gerne von mir die Zehen kraulen), König Dickbauch und hin und wieder Dümmer trägt. Nummer zwei im Bunde ist seine Zwilligsschwester CoCo Chanel. Auch sie im besten Alter und sehr wohlgeformt. Optik – wie der Bruder nur kleiner. Sie hört auch auf die klangvollen Namen: Cocolininchen, Tortellinchen. Zicke, kleine Mistgurke (wenn sie Wassily wieder ohne Grund haut). Mein Kollege Mark nennt sie Muschi und Paule…

Die Namen haben sie erhalten, weil Wassily, als wir ihn aus dem Tierheim geholt haben, immer auf dem Wassily Breuer Stuhl lag und CoCo sich in den Kleidern verschanzt hatte. Eigentlich wollten wir die Viecher Washington und Gwendolyn nennen – aber die anderen Namen haben sie sich sich regelrecht selbst gegeben und hören auch brav darauf.

Bevorzugt möchten Sie natürlich alles essen was wir so auf den Tisch stellen. Da wird dann laut gequitscht, geschnattert (ja, Wassily ist ein echtes Plaudertäschchen) und wir werden mit Liebesattacken versehen, wenn wir Lachs oder Fleisch in der Küche zubereiten. Natürlich fällt für die Beiden auch immer a‘ bisserl ab. Wird Hackfleisch gekauft, berücksichtigt man natürlich auch die beiden kleinen fast verhungerten Mietzen. Wassily mag recht gerne Parmesan und Kartoffelchips, während CoColinchen doch eher auf zarte Putenbrust wert legt.

Grundsätzlich sind sie recht wählerisch. Huhn sollte nicht gekocht sein, sondern lieber frisch, Käse muss nicht sein (sollte ja auch nicht), frischer Fisch – da werden sie echt zu Raubkatzen. Am liebsten mögen sie natürlich die Jagd nach Essen. Das kann heißen, in der Küche steht Essen abgedeckt – da muss man schon mal das Deckelchen lüpfen und schauen ob’s für Frauchen und Herrchen auch gut genug ist oder aber ne Motte kommt vorbeigeflogen – schmeckt offensichtlich auch 🙂

Auch können die Pfoten ganz lang werden, wenn man allein schon das Auffreissgeräusch von einem Wurstpäckchen oder Feinkostsalat hört. Da ich beim Parmaschinken immer den Fettrand abmache, besteht ja eine wunderbare Chance, sich zu recken und mit der Pfote zu versuchen, diesen heimlich zu klauen. Da kann kein Minütchen gewartet werden, so knurrt doch das kleine Bäuchlein (mal im Ernst, wenn eine unserer Katzen sich auf so ein Minififfi legt, ist der platt..). Auch wenn die beiden am anderen Ende der Wohnung tief und fest schlafen, hören sie und zack sind sie da. Auch wenn man nur in die Richtung der Küche geht, rast eine der Katzen hurtig an einem vorbei, rutscht auch mal auf den Dielen aus um hungrig vor dem Kühlschrank zu stehen. Dumm, wenn TB oder ich nur bis in’s Klo wollten…

Nach dem Besuch einer befreundeten Katze (Maxi) haben Dumm & Dümmer auch noch gelernt, die Softbeutel von kitekat oder geschickt das Trockenfutterpaket zu öffnen um (wie nett) sich selbst zu bedienen zu können. Man möchte uns ja nicht überflüssigerweise belästigen. Auch haben wir neulich festgestellt, der schöne Wasserkrug auf dem Salontisch im Wohnzimmer dafür geeignet ist. Ist ja auch ungemütlich immer auf dem Boden sein Wasser zu bekommen. Ein bisschen stilvoll muss es für die Mietzen schon sein. Aber als wir beim ersten Mal die neue Fähigkeit entdeckt haben (DSoftpack oder Tüten öffnen) waren wir schon ein bisschen stolz.

Keine Frage, wir verwöhnen CoCo und Wassily – aber es gibt auch ordentliches Katzenfutter für die Slimline. Damit sie sich nicht langweilen, kaufen wir immer von diversen Firmen und sorgen für ein abwechslungsreiches Essen. Die beiden erwarten auch ein pünktliches servieren. Dafür kann man uns durchaus morgens um 5 mit scharren an der Schlafzimmertür, weinenden Miezlauten (da sind die beiden Streithammel ein Herz und eine Seele, einträchtig regelrecht) und wenn’s nicht klappt mit gegenseitigen lauten vermöbeln sorgen.

Thomas der Gute, opfert sich dann und füttert die beiden. Beide folgen – bzw. rennen vorneweg in die Küche und wenn Herrchen es richtig macht, weisen sie ihm liebevollst den Weg zu den Fressplätzchen. Wassily springt dann immer gerne vorneweg und schubst Thomas an, so könne er doch schneller gehen. Da CoCo Angst hat, sie bekommt nicht genug Kitekat oder Felix-Nassfutter, haut sie bei der Gelegenheit Wassily eine auf den Kopf. An den Fressnäpfen glückliches schmausen – aber nach der Hälfte wird getauscht, könnte ja sein, dass das was der / die andere hat besser ist.

Wassiliy haben wir schon so weit kultiviert, dass er auch gerne mit der Pfote in den Napf geht und jedes Fleischbröckchen stilsicher herauspickt. Tres chic.

So aber nun genug, gleich wird einer der beiden ankommen, schnurren, schnecken, schubsen, auf den Rücken schmeisen, ist das letzte Essen doch schon so lange her..

Wer ist nur wer….liebe Claudia T.


2 Comments »

  1. claudia sagt:

    Na, Muschis ist Wassili und Paule CoCo, ist doch klar! 😉 Der Kater auf dem Foto rechts ist so dick, dass man Angst um den Balkon haben muss! *lol*

    Aber sehr lustig, dass Eure Miezen auch Terrortarnnamen haben.

  2. Monika Janke sagt:

    Guten Abend, mit Vergnügen habe ich diesen Text gelesen.
    Grüße

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