Samstag nach Umbauarbeiten reopening des Gemelli’s. Wir wurden von Christian liebevoll zum erscheinen aufgefordert :-). Ein erster Blick auf die Speisekarte am Eingang verspricht eine frische Küche. Also rein mit uns. Das Gemelli ist klein, gemütlich auf zwei Etagen verteilt mit genialen Lampenkonstruktionen. Nach einhem kurzen Geplänkel mit Christian (Chefkoch), der wir bereits aus dem “Anhalt” und “MIR” kennen, namen wir an der breiten Fensterfront platz. Die Karte bietet neben Frühstück, diverse Salate wahlweise auch mit Lammkotletts und Flusskrebsen, ein paar schöne Nudelgerichten, Suppen und Entrecote. Eindeutig Christians Handschrift. Wir bestellten Malfadi (Malfatti) mit Flußkrebsen, fritiertem Knoblauch und Ruccola (7.50) und Thomas das Entrecote mit Ziegenkäsetörtchen, Rübenwürfel und einer spannend klingenden Sauce mit Preiselbeeren und Baslamico (12.80). Meine Nudeln, al dente, reichlich mit Fluskrebsen versehen. Sehr lecker. Thomas sein Fleisch wunderbar gebraten (und groß), die Törtchen kräftig nach Ziegenkäse schmeckend und die Sauce - sehr klasse. Zum Nachkochen. Vorneweg gab es übrigends noch Gänserillett und selbstgebackenes Brot. Auch lecker. Die Getränkepreise sind ebenfalls prima. Für 0.5L Chardonnay 7.50 (der leckere Wein ist übrigens von Max, dem Weinhändler aus der Köpenicker-Strasse).
Wir waren sehr zufrieden und werden gerne wiederkommen. Das Gemelli ist ja praktischerweise direkt vor unserer Haustüre und ich muss unbedingt die Idee der Lampenkonstruktion stibitzen.
http://www.gemelli-berlin.de/
Es ist 12 Uhr mittags und so langsam verspüre ich ( Thomas ) hunger. Also gehe ich mit meinem Kollegen Ede zu den Borsighallen und ab zum Italiener.
(Nun muss man wissen, dass ich mir unbekannte Italiener immer erst einmal mit Spagetti Carbonara teste.)
So war es auch dieses mal. Nach verdächtig kurzer Wartezeit kam die nette Kellnerin und servierte uns unsere Gerichte. Leicht misstrauisch beäugte ich die Spagetti und war über den gekochten Schinken mit viel Sahnesause auf den Spagetti. ( Weit weg vom Original würde ich mal sagen )
Nun die Geschmacksprobe. Es ist schon ein echtes Wunder, Spagetti, Sahnesause geschmacksneutral zu gestalten. Thomas nicht unmutig ,wandte sich dem Salz und Pfeffer zu und würzte kräftig nach. Doch leider änderte sich an dem Geschmackserlebnis nichts. Fazit: Ich habe das Gericht zurück gehen lassen und das verlockende Angebot der Bedienung, „Ich bringe Ihnen das Gericht noch einmal“, dankend abgelehnt.
Mir ist es noch immer ein Rätsel, wie man ein so geschmacksneutrales Essen bereiten kann. Selbst Mac Doof kommt einem wie der Himmel auf Erden gegen dieses Essen vor. Ergo, nie wieder. Wobei, die Cola war echt super!
manchmal will man nur Pizza. Manchmal nur Pasta. Aber manchmal - muss es das volle italienische Feinschmeckerprogramm sein. Hört sich teuer an - muss aber nicht sein.
Meine Lieblingsentdeckung vom vergangenen Jahr: Die Hostaria La buona forchetta in der Gräfestraße in Berlin-Kreuzberg..
Das Lokal, klein, ca. 40 Plätze, gemütlich mit Raucherzimmer. Der italienische Chef steht in der Küche, seine deutsche Frau am Tresen. Vor dem Lokal laden nett gedeckte Biertische (mit Stoffservietten!) zu einem gemütlichen Abend ein. Soviel dazu. Aber jetzt zum wichtigen! 4-Gänge oder 7-Gänge gibt’s. Das Entree ist rohes Gemüse mit ausgezeichnetem Olivenöl. Dann gehts richtig los. Start Anti-Pasti, gefolgt von einem Nudelgericht, mit hausgemachten Bio-Nudeln, dann ein Fleischgericht (auch mal Wachteln oder Perlhuhn), danach ein kleines Dessert.
Im Menü inklusive ist soviel Wein und Wasser wie man möchte, plus ein kleiner Absacker und Espresso.
Die 4-Gänge kosten 27€ oder 29€ die 7-Gänge 35€ Das Menü wechselt monatlich.
Allein das hausgemachte Rosmarinbrot - besser der Humpen Brot - ist wunderbar. Ich habe dort schon Pasta gegessen, welche ich nie bestellen würde, aber war hinterher so begeistert, dass der letzte Rest Sauce fast schon vom Teller geschleckt wurde. Was aber - wenn man zu mehreren dort essen geht, da alles ganz familiär in Servierschüsseln auf den Tisch gestellt wird - ein wenig peinlich ist. Aber damit komme ich auch noch klar
An einem Abend in der Hostaria gehen wir prima angedudelt nach Hause, fallen wohlgefüllt und dankbar in’s Bett. Dankbar, weil wir jedesmal einen tollen Abend, ausgezeichnete Küche und liebevoller Service geniessen durften.
Am Wochenende sollte man unbedingt reservieren. Übrigens: uns reichen die 4-Gänge allemal. Wer nicht so hungrig ist - dem empfehle ich ein Gericht von der Karte inkl. einem Glas Wein für schmale 10€
Ach ja, ich könnte das jeden Abend geniessen…
http://www.hostaria-berlin.de