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Posts Tagged ‘essen’

  1. vanilla bean – die neue Restaurant-Suchmaschine

    August 10, 2016 by Christiane

    Es ist nicht einfach, wenn man Freunde zum Essen einlädt oder aber man sich im Restaurant zum Essen treffen möchte, auf alle Befindlichkeiten Rücksicht zu nehmen.

    Der eine ist Vegan, den andere Vegetarier, die eine ist lactoseintolerant, der nächste verträgt keine Gluten. Der nächste möchte – bitte nur regional und Bio essen. Ich habe eine Freundin, die wechselhafte Allergien hat. Mal verträgt sie Steinobst, mal nicht – mal sind es Nüsse. Wie herrlich war das noch vor Jahren, als man sich einfach im Wirtshaus zu einem Schweinebraten treffen konnte und keiner anmerkte, ich esse nur noch Makrobiotisch oder Paleo.
    Erinnert ihr euch an die Zeiten, wo man nicht schief angesehen wurde, wenn man zugab noch nie einen Smoothie getrunken zu haben und man Chia für eine Hunderasse gehalten hat? Man Paleo mit Pareo verwechseln durfte und sich nicht über das Fermentieren (sprich einmachen) und Superfood unterhalten hat?
    Es ist kompliziert! Was es jetzt ganz neu gibt, ist eine Restaurant-Suchmaschine, die den Schwerpunkt auf vegane, Bio, vegetarische, Glutenfreie und lactosefreie Restaurants legt. https://www.vanilla-bean.com/
    In über 4000 Restauranteinträgen hat man jetzt die Chance sein Fairtrade Restaurant in der Nähe zu finden – oder eben halt ein vegetarisches usw. Praktisch finde ich auch, dass es vanilla bean als App für Android und iPhone gibt. Da kann man sich natürlich ganz spontan  auf ein veganes Weinchen treffen.
    neue Restaurant-Suchmaschine vanilla bean

    neue Restaurant-Suchmaschine vanilla bean

    Die Restaurant-Suchmaschine finde ich gut aufgemacht und es ist sicherlich eine gute Hilfe – gerade in Berlin durch den Dschungel der vielen, vielen Imbisse und Restaurants zu blicken – im Besonderen wenn man gegen Lactose und / oder Gluten allergisch ist.
    Finde ich eine wirklich gute Idee, auch wenn ich T. schon aus Prinzip niemals in ein veganes oder Rohkost-Lokal schleppen kann (nicht dass wir nie vegan oder vegetarisch Essen – ist halt ein Prinzip :-)). Wenn ich aber sage Schweinebraten…

  2. Glänzende Aussichten – RAW Gelände Berlin Part 2

    August 9, 2016 by Thomas

    Glänzende Aussichten – RAW Gelände Berlin Part 2

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    Flammkuchen mit frischen Feigen und Ziegenkäse im Glänzende Aussichten

    Auch wenn das Wetter uns gerade einen kleinen Streich spielt, war es dennoch keinen Grund uns nicht mit Freunden auf dem RAW Gelände im Glänzende Aussichten zu treffen.

    Trotzig nahmen wir auf den bunten Bierbänken unter den großen Schirmen Platz um dann doch festzustellen, wenn man zu sechst ist, werden doch ein paar nass.

    Also zogen wir um in den großen Raum vor der Küche. In dem Raum gibt es zwei ultralange Tische und Bänke. Sehr cool gemacht. Einen Blick in die Küche finden wir ja auch immer gut und es war dort genauso nett zu sitzen wie auf der Terrasse. Übrigens ein cooler Raum für 20 Leute, wer schon an die nächste Betriebs-oder Weihnachtsfeier denken mag 🙂

    Die Karte hatte sich leicht geändert. Das Pastrami-Sandwich und das Entrecote sind verschwunden, dafür gibt es jetzt Cajun Chicken und Burger.

    4 von 6 entschieden sich auch gleich für den Burger. Dieser kostet schmale 6€ und wer mag nimmt Coleslaw und handgemachte Fries dazu. Kostet dann akzeptable 9,50. W. wählte das knusprige Cajun Chicken mit Kartoffelpüree und Specktopping und ich das Philly-Steak-Cheese Sandwich.

    Ich gebe zu – seit ich als Stöpsel den Prinz von Bel Air gesehen habe und dieser in der Show dafür schwärmte, wollte ich es mal probieren.

    Ich hatte nicht ganz so eine Idee was es am Ende ist. Philadelphia Frischkäse auf Steak in der Schrippe? Kein Plan!

    Herausgestellt hatte es sich dann als ein sehr knuspriges – Art Fladen-Brioche Brötchen, belegt mit zarten Rinderstreifen, süßer Barbeque-Sauce (natürlich handmade) Jalapenos und Cheddar. Wenn man das Sandwich dann zusammengedrückt hat, ergab die Mischung aus Sauce (süßlich mit ordentlichem Raucharoma), Schärfe der Jalapenos, cremigen Käse und zartem Fleisch eine ziemlich geile Mischung. Sollte man mal ausprobieren 🙂

    Philly Cheese Sandwich im Glänzende Aussichten

    Philly Cheese Sandwich im Glänzende Aussichten

    Das Cajun Cicken sind ein bisschen wie Nuggets. Spicy und zart im Geschmack. Dazu ein Kartoffelpüree bei welchem definitiv nicht an Butter gespart wurde. Den Dip dazu – W. war sehr zufrieden.

    Cajun Chicken im Glänzende Aussichten

    Cajun Chicken im Glänzende Aussichten

    So dann zur Burgertruppe. Ich sah sehr zufriedene Gesichter. Das Patty war zart und sehr gut gebraten, das Bun war gut geröstet, für T. vielleicht einen tacken zu viel. Aber das ist mal wieder, na ja, zu vernachlässigendes meckern.

     

    Burger & Fries im Glänzende Aussichten

    Burger,Fries

     

    Die Fries – handgeschnitten (also schon mit Maschine aber kein Convenience) uns sehr knusprig und lecker. Auch hier wurde mit der selber gemachten Barbecuesauce gearbeitet. Kurz – sehr gut gemachtes urban craft barfood (eh wir Berliner spinnen echt was Kunstworte betrifft)

    So aber nun zu etwas was genauso wichtig wie Ambiente und Food ist. Das Personal! Im Gänzende Aussichten ist es großartig. Superfreundlich, immer aufmerksam, jederzeit ein Lächeln und genau die perfekte Fürsorge um den Gast. Sehr geil. Ich meine, ihr kennt das in Mitte oder Neukölln, wenn das Personal sich wichtiger als die Gäste nimmt und wenn man dankbar sein darf, überhaupt bedient zu werden?

    Die Leute in der Küche scheinen viel Spaß zu haben, sie singen laut mit und es wird auch mal getanzt. Alles überhaupt nicht aufgesetzt. Aber das macht einfach auch für den Gast eine schöne Stimmung.

    Summasummarum – it was such a nice urban barfood dinner with fun evening – oder so was 🙂

    Glänzende Aussichten

    auf dem RA W Gelände, Revaler Straße 99

    Friedrichshain


  3. Glänzende Aussichten – RAW Gelände Berlin

    Juli 5, 2016 by Thomas

    Glänzende Aussichten – RAW Gelände Berlin

    Tilo Roth

    Tilo Roth

     

    Letzten Sonntag hat es uns auf das RAW Gelände verschlagen. (PS: wie meiden es an für sich wie die Pest). Wir wollten das Neu eröffnete Glänzende Aussichten besuchen. Tilo Roth hatte uns informiert, dass es jetzt offiziell losgeht. Und wir waren wirklich gespannt. Auf was wird Tilo sich da eingelassen haben? Zusammen mit einem alten Wegbegleiter, Martin Hötzl, haben die Beiden sich zu einem neuen Projekt zusammen getan. Und die Kombination? Tilo und Martin war ja schon mehr als einmal sehr erfolgreich. Erfolgversprechend!

    Schnell hatten wir die Glänzenden Aussichten gefunden. Und zu unserer Überraschung hatte Tilo die Messer mit einem Gartenschlauch vertauscht. Sprich, Tilo war am Blumen gießen. Schon recht ungewohnt der Anblick (aber nice)

    Was uns sofort aufgefallen ist, man hat das Gefühl einer Strandbar. Der Boden ist mit Holzbohlen flächendeckend ausgelegt.  Bunte Bierbänke und Tische laden ein um Platz zu nehmen. Überall große Sonnenschirme, welche den nötigen Schatten spenden. Gefällt uns schon mal sehr gut.

    Nachdem Tilo seinen gärtnerischen Pflichten nachgekommen ist, gesellte er sich zu uns. Zeitgleich hat uns schon die sehr freundliche und aufmerksame nette Bedienung mit Getränken versorgt.

    Nach einen kurzen Austausch der Neuigkeiten haben wir uns entschlossen, dass uns Tilo einfach was zusammenstellen soll. Allerdings in der kleinen Portionsvariante. Motto, machen lassen.

    Was haben wir bekommen?

    • Käsekrainer, mit Apfelsenf und Spitzkohlsalat (mit kleinen Apfelstückchen)
    • Hausgemachte Pastrami ( Rinderbrust) mit Selleriesalat
    • Flammenkuchen gelbe frischer Feige, Ruccola, rosa Pfefferbeeren…
    Hausgemachte Pastrami ( Rinderbrust) mit Selleriesalat

    Hausgemachte Pastrami ( Rinderbrust) mit Selleriesalat

    Käsekrainer, mit Apfelsenf und Spitzkohlsalat

    Käsekrainer, mit Apfelsenf und Spitzkohlsalat

    Ich kann es wirklich sehr kurz machen. Es war alles wirklich toll. Frisch, was man nicht immer und überall bekommt. Sehr gut. Und doch noch ein paar Worte. Den Käsekrainer hätten wir uns wohl nicht bestellt. Was ein eindeutiger Fehler gewesen wäre.  Die Kombi aus Wurst und Käse hat uns völlig überrascht. Dazu der Salat (alles ähnlich wie ein echt anspruchsvoller Hot Dog nur mit einem geilen Brioche-Knusperbrötchen. Wurst knackig, AddOn geil – Kombi bombastisch …soooo. Der Flammkuchen hat uns in seiner Zusammenstellung mehr als positiv überzeugt. Ziege, gelbe Feige und Ruccola – dazu ein echter Flammkuchenteig (zart, knusprig ohne Hefe und hauchdünn ) perfekt. Mal was neues in der Kombi.  Und, und, und das hausgemacht Pastrami- Broche-Selleriesalar-Sandwich-  war ein Gedicht. Ein echtes, ich will mehr (PS: Fischerin konnte leider nicht probieren (sie jammerte) sie ist gegen rohen Sellerie allergisch…sie maulte – ein bisschen :-))

    Die Preise für das Essen mehr als fair, das gilt auch für die Getränkepreise. Jubel. 3€ für 0.4 Schultheiß 3.50 für einen Chardonnay…cool

    Wie uns Tilo dann noch informierte wird ein zweiter Laden im Paul Linke Ufer 23 ( ehemalige Kantina von Hugo ) aufgemacht. Eröffnung soll wohl im August sein. Wir sind gespannt (und kommen vorbei um zu berichten)

    Also wer Lust auf eine entspannte Atmosphäre mit tollen Essen hat, sollte die Glänzenden Aussichten besuchen. Ein bisschen Beach und Urlaub in Berlin. Drehe mich gerade zu C um, Lust auf Urlaub? Und wackel mit dem Autoschlüssel. 🙂

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    Glänzende Aussichten

    auf dem RA W Gelände, Revaler Straße

    99, Friedrichshain

     

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  4. Roy & Pris Star Kitchen Berlin

    Juni 14, 2016 by Christiane

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    Terrasse von Roy & Pris in Mitte

     

    Als es hieß, lass uns im Roy & Pris in Mitte treffen, dachte ich mir erst so, hmmmm Mitte? Viele Touris. Aber ok. Dann hmmmm Chinesisch – na ja Ente süße sauer hatte ich schon lange nicht mehr. Aber ok. Als ich mir dann die Speisekarte im Internet angeschaut habe, dachte ich mir so – vergiss Ente süß sauer und Bratreis – das wird ja ganz spannend.

    Die Karte liest sich sehr modern. Da stehen sogar für uns (wir waren ja schon oft in Asien unter anderem in Hong Kong unterwegs) unbekannte Gerichte wie z.B.

    Bitter Melon Symphony 6,5
    Bittere Bittermelone mit getrocknetem Gemüse, Ingwer und Chili

    Black Morels Salad 7,5
    Salat von schwarzen Morcheln mit marinierten Sardinen, Chili und Ingwer

    Octopus and Rhubarb 9,5
    Frischer zarter Oktopussalat mit gedämpften Radieschen und Rhabarber

    Yellow Fin Tuna Sashimi 14,5
    Sashimi vom Gelb Flossentuna (NT) auf Wakame-Nashi-Salat mit Wasabi-Emulsion

    Speared Sepia Heads 9,5
    Knusprig gegrillte Baby-Sepia-Köpfe am Spieß, mit Cumin gewürzt an Hoisin-Sauce

    R&P Spring Roll 8,5
    Feine knusprige Frühlingsrollen mit Fleisch aus der Barbarie-Entenbrust und Maronen gefüllt

    Lamp chops `Chefs Favourite` 14
    Neuseeländische Lammkoteletts, zart gebraten mit Pfefferminze und getrockneten Chili

    und viele andere Verlockungen.

    Da dachte ich mir also – auf nach Mitte.

    Zuerst fällt die wunderbare Terrasse auf. Letzte Woche Mittwoch war es ja noch wunderbar warm, also haben wir dort Platz genommen. Dank der schönen Einrichtung, dem alten Olivenbaum und den vielen Bambussträuchern kam sofort Urlaubsfeeling auf. Perfekt. Begrüsst wurden wir von dem unglaublich netten Nico, der uns zugleich das Konzept erklärte. Es geht bei Roy & Pris nicht einfach um Nahrungsaufnahme, sondern darum mit allen Sinnen zu genießen. Ja, machen wir gerne :-). D.h. die Gerichte sollten am besten nicht einfach „blind“ bestellt werden, sondern sollen eine Symbiose für Auge & Zunge ergeben. Also salzig mit süß, bitter mit mild, scharf mit sauer etc. sollte man kombinieren. OK. Also haben wir uns in die fachkundigen Hände gegeben und ihn für uns bestellen lassen. Sehr Rücksichtsvoll wurde auf unsere Allergien & Präferenzen Rücksicht genommen.

    Terrasse Roy & Pris, Mitte Weinbergsweg

    Terrasse Roy & Pris, Mitte Weinbergsweg

    Die Spannung steigt, während wir auf der schönen Terrasse entspannt ein Gläschen hervorragenden Weißwein genießen. Und dann ging es los: (wir hatten alles was ich als Auszug aus der Speisekarte oben geschrieben habe).

    Optisch – ein Knaller. Jedes einzelne Gericht optisch perfekt auf sehr schönem Geschirr präsentiert. Geschmacklich ein absolutes Geschmackserlebnis! Die Baby Sepia Köpfe am Spieß unglaublich zart und würzig. Der  Oktopussalat ebenso zart und mit dem Rhabarber und Radischen eine unbedingt zu wiederholende Geschmackserfahrung. Die Bittermelone war – wie sie ja schon aussagt – bitter. Nicht ganz so mein Fall, aber es passte dennoch zu den anderen Gerichten. Einen Morchelsalat hatte ich noch nie probiert – aber mit den Sardinien ebenso ein Knaller. Der Thunfisch mit dem leichte  Wasabidressing – ein Gedicht. Irgendwann rutschte mir so etwas wie „geile Scheiße“ raus. Die Lambchops leicht scharf, perfekt gebraten. Ach was soll ich sagen. Es war einfach hervorragend. Die Auswahl die Nico für uns getroffen hat (man kann ruhig angeben wie viel man ausgeben möchte) erstklassig.

    Ich gebe zu, das ein oder andere Gericht hätte ich mir nicht bestellt – da ich z.B. Rhabarber nicht so mag, aber Leute – ich hätte echt was verpasst. Manchmal muss man sich in die Hände vom erfahrenen Personal geben und wird so etwas von – mir fehlen die Worte – positiv überrascht. Gesamt ist zu sagen, die Auswahl von Nico war perfekt. Die verschiedenen Geschmäcker haben sich wunderbar verbunden und alle Geschmackspunkte auf der Zunge wurden angesprochen. Auch die unterschiedlichen Konsistenzen waren spannend im Mund und haben zusammengepasst.

     

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    Frischer zarter Oktopussalat mit gedämpften Radieschen und Rhabarber

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    Shanghai Surprise 6,5 Weisse Morcheln, Lotuskerne und Lilienknollen im Kandiszucker-Saft

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    Neuseeländische Lammkoteletts, zart gebraten mit Pfefferminze und getrockneten Chili

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    Speared Sepia Heads 9,5 Knusprig gegrillte Baby-Sepia-Köpfe am Spieß, mit Cumin gewürzt an Hoisin-Sauce

    Black Morels Salad 7,5 Salat von schwarzen Morcheln mit marinierten Sardinen, Chili und Ingwer

    Black Morels Salad 7,5
    Salat von schwarzen Morcheln mit marinierten Sardinen, Chili und Ingwer

     

    Aber nicht nur die Terrasse ist sehr schön, auch innen sehr, sehr coole Einrichtung. Am liebsten würde ich das nächste Mal an der Bar sitzen, und den Köchen aus Singapur & Malaysia beim kochen zugucken (und in einem unbeobachtetem Moment mit den Stäbchen in die Töpfe langen :-)) – Mach ich natürlich nicht.

    Unbedingt sollte man die Toilette besuchen. Das Licht geht erst sehr langsam an, Vögel zwitschern und es riecht nach Gräsern und Wald. Ultracool.

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    So kommen wir zum Fazit – falls dieses noch nicht offensichtlich ist – Phantastisch. Ja, diese Worte verwenden wir mittlerweile echt selten, aber hier ist es aus unserer Sicht angebracht. Wir hatten einen wunderbaren Abend mit ungewöhnlichem Essen, fachkundigen, freundlichen, charmanten Service, tolles Ambiente – also im Ernst. Toll. Das wird schwer zu toppen sein. Die Portionen mögen auf den ersten Blick etwas klein und vielleicht teuer sein, aber es sind super Zutaten und wenn’s man richtig macht, nascht jeder bei jedem mit und man wird definitiv angenehm satt.

    Allein durch das Essen teilen (wir waren zu dritte) bekommt man ein schönes China-Urlaubsfeeling und geben jeden Menge Anlass mal das Handy wegzulegen und über diese „geilen“ Kompositionen auf dem Teller zu sprechen.

    Das Roy & Pris kommt definitiv auf unsere Lieblingsliste!

     

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    Übrigens – das Roy & Pris ist so etwas wie die kleine (oder doch große) Schwester von der Long March Canteen in Kreuzberg. Auch wenn das Konzept vollkommen anders ist, gemein ist ein tolles Konzept und ungewöhnliche Speisen (in der Long March hatte ich (also ich) frittierten Karpfen gegessen und fand es lecker.

    Roy & Pris
    Weinbergsweg 8A
    10119 Berlin

    PS: am besten kurz vor Sonnenuntergang hingehen und den Blick auf den Weinbergspark mit vielen Köstlichkeiten genießen.

     


  5. Streetfood – schaut jetzt ein tolles Video über diesen weltweiten Trend an

    März 10, 2016 by Christiane

    Streetfood von Yannick Schiep (OSK)

    Streetfood von Yannick Schiep (OSK)

    Streetfood ist mittlerweile im wahrsten Sinne in aller Munde. Jeden Donnerstag pilgern Berlin-Besucher und locals zum Streetfood-Thursday in die Markthalle 9, Sonntags in die Neue Heimat am RAW Gelände, in den Bite Club oder futtern sich in den anderen Markthallen und Wochenmärkten durch. Streetfood ist angekommen. Auch in anderen Städten wie Nürnberg oder München hat sich dieser Trend längst etabliert. Aber was steckt dahinter? Einfach mal was ganz neues essen? Wie koreanische „Döner“ oder Adobo Chicken von den Philippinen? Pies aus Neuseeland?

    Handelt es sich einfach nur um einen Trend, dem gerade alle hinterherrennen oder nach dem grundlegenden Bedürfnis seinen kulinarischen Horizont zu bereichern?

    Im Non-Commercial Film der Agentur Oliver Schrott Kommunikation GmbH wird sehr anschaulich dieser Trend beleuchtet. Dazu gibt es Interviews aus Berlin, New York und Peking.

    Hier könnt ihr das wirklich schöne (und hungrig machende) Video anschauen

    Wobei ich dazu sagen möchte, in vielen asiatischen Ländern ist Streetfood weniger ein Trend als eine pure Notwendigkeit. An vielen Orten, wie z.B. Hongkong, leben die Menschen derartig beengt, dass sie jede Gelegenheit nutzen, der Wohnung fern zu bleiben und daher auf der Straße essen. In Vietnam sind z.B. Kühlschränke zu Hause eher rar. Daher wird dort immer frisch gekocht bzw. nur am Wochenende der Herd angeschmissen. Das ganze Leben findet dort vielmehr auf den Strassen statt.

    Bis heute weiß ich Teils gar nicht, was wir auf den Strassen in Saigon, Hongkong oder Bangkok gegessen haben – was vielleicht gar nicht so schlecht ist – lecker war’s allemal. Bestellt hatten wir oftmals nur nach Bildern und irgendwas bekommen.  Nur zu gerne erinnere ich mich noch an die köstlichen Spießchen, die wir am Fuße des Pinatubo (einem sehr aktiven Vulkan auf der Hauptinsel Luzon, Philippinen) gefuttert hatten. Was es war? Kein Schimmer.

    Da solche Köstlichkeiten, selbst in Berlin kaum zu bekommen sind, finde ich Streetfood oder Foodtrucks klasse. In kleinster Umgebung kann man sich einmal um die Welt futtern. Wer noch nie bei solch einer Veranstaltung war, kann sich einen guten Eindruck mit dem Video beschaffen. Ansonsten einfach mal ausprobieren.

    Hier gibt es eine gute Übersicht über Foodtrucks die in Deutschland unterwegs sind.

    Wer mehr über das Video oder das Thema Streetfood wissen möchte, schaut einfach mal auf den Blog von OSK.

     


  6. MADAMI – vietnamesisches Restaurant in der Dirksenstraße in Mitte

    Februar 24, 2016 by Christiane

    Fischburger im Madami

    Fischburger im Madami

    Ich gehe eher selten zum Lunch, da ich aber in der Nähe zu tun hatte, gab es mal eine Ausnahme.

    Mit Freund W. bin ich ins MADAMI in der Dirksenstraße. Das MADAMI ist ein vietnamesisches Restaurant unweit vom Alexanderplatz und dem Hackeschen Markt. Die Einrichtung ist hübsch und stilvoll und ich würde sagen, mit den für vietnamesische Restaurants typischen Bänken und Tischen.

    Kaum betritt man das Lokal, wird man auch an einen der kleinen Tische geführt. Der Laden ist nur Mittagszeit purzelvoll und wir waren froh noch einen Tisch zu ergattern.

    Die Karte beinhaltet, neben einer Lunchkarte so eine Art vietnamesische Tapas (kleine Portionen immer wählbar, Hühn, Rind oder Tofu), Entengerichte, Salate usw.. Die Karte liest sich nett aber ohne Überraschung – ich sag mal so – das übliche.

    Ich wählte aus der Lunchkarte (ca. 4-5 Gerichte) einen Burger. Ja, wie kann man nur, mag einer fassungslos ausrufen, aber warum nicht? Der Burger besteht aus Seelachs mit Pankomehl, Dips und Salat. Liest sich gut, also probieren.  Preis 5,80. W. wählte für 6, 50 Satayspieße mit Reis. Preislich gut.

    Satespieße im Madami

    Sateyspieße im Madami

    Ja, beide Gerichte sind nicht wirklich vietnamesisch. Aber zum Thema original vietnamesische Küche habe ich mich ja bereits mehr als einmal ausgelassen. Aber egal…

    Also, das Essen kam wirklich zügig und sah sehr gut aus. Ob es denn auch gut schmeckt? Mein erster Asia-Style Burger – wat bin ick doch jespannt…

    Kurzgefasst, er hatte mit Asia sehr wenig zu tun. Ich hätte irgendwas mit Chili, Koriander oder so erwartet. Auch beim Salat – da war aus meiner Sicht das einzig asiatische die Sojasprossen. Aber wer jetzt denkt, ich will meckern. NEIN – der Burger war ausgezeichnet – aber halt nicht vietnamesisch. Aber im Detail: Die Burgerbrötchen, eine Briocheart und sehr lecker und fluffig. Das in Pankomehl gebratene Seelachsfilet knusprig, zart – auf den Punkt. Der Salat sowohl auf dem Burger als auch als Beilage ganz frisch und knackig. Wirklich ausgezeichnet. Mein Gaumen und Herz jubeln. LECKER

    Die Satespieße von W. sahen auch sehr gut aus und schmeckten wohl auch sehr gut. Die Portion auch hier üppig.

    Zum Tagesmenü gibt es dann auch noch ein Dessert. Keine Ahnung was es war. Ich meine irgendwas mit Tapioka und einer Vanillemilch oder Sauce. Aber auch wenn es nicht sehr ansprechend aussah (bisschen schleimig, blass) schmeckte es überraschend gut.

    So mein Fazit: Sehr lecker, aber wer authentische vietnamesische Küche, die nicht dem Deutschen oder dem Touri-Gaumen angepasst ist, würde ich sagen ist hier falsch. Wer einfach gut und frisch Essen möchte, ist hier richtig.

    Allein wegen dem Burger würde ich wieder hingehen. Er war -oh Gott – ich schreibe solche Worte – echt saulecker und köstlich. 100 Punkte dafür.

    Der Service ist sehr nett und flink. Ich komme gerne wieder. Da W. dort sehr häufig luncht und er die Karte schon rauf und runter probiert hat, und immer noch begeistert ist – hingehen.

    Adresse:

    Das MADAMI ist in der Dirksentraße 37.

    Bilder gibt es vom MADAMI hier

     


  7. Restaurant Hannibal Kreuzberg

    Juli 8, 2015 by Thomas

    Restaurant Hannibal Kreuzberg

    Es gibt so Restaurants da kann man wirklich sehr unterschiedlicher Meinung sein. Und das Hannibal in Kreuzberg ist so ein Laden.  Wir kennen das Hannibal bestimmt schon so 15 Jahre und gehen immer mal wieder hin. Die Bedienung ist durch die Bank sehr freundlich und zuvorkommend. Das Essen ist leider eher Fastfood für die reichlichen Touristen welche das Hannibal aufsuchen und daher nicht so sehr unser Fall. Die Burger sind solide gemacht, die Pizza ganz o.k. und der Flammenkuchen bringt einen nicht um. Das Preis Leistungsverhältnis ist o.k.

    Dafür hat das Hannibal einen großen Raucherraum und man kann das lustige Treiben auf der Wiener Str. / Ecke Skalitzer Str. beobachten. Verwirrte Touristen, aufgeregte Schulklassen, verzweifelte Polizisten und Dealer welche die verzweifelten Polizisten verarschen. Schon interessant wenn man so nah dem Verkaufsprozess der Dealer ungehindert zuschauen kann. So wird einem bestimmt nicht langweilig.

    Was uns aber wirklich auf die Palme bringt sind die sagenhaft ungepflegten Toiletten, man kann  froh sein, wenn sich die Klotür auch schliessen lässt, Klopapier vorhanden und die Urinale nicht verstopft sind.  Sicherlich trägt zu diesen Zuständen auch das Publikum bei. Man fragt sich schon, warum auf der Damentoilette die Türen massiv beschädigt sind? Bestimmt nicht hat da der Betreiber des Hannibals Hand angelegt. Nein, das sind eindeutig die Besucher. Und warum man in die Urinale Papier schmeißen muss habe ich bis heute nicht verstanden. Aber trotzdem, die Betreiber wissen um die Umstände und müssen daher mit noch mehr Nachdruck diese beseitigen. Und das genau machen Sie leider nicht.

    Insgesamt könnte das Hannibal eine gründliche Renovierung vertragen. Wäre auch die Chance abenteuerliche elektrische Verkabelungen endlich mal fachmännisch zu verlegen und die Küche in einen pflegbaren Zustand zu versetzen.

    Aber so geht es immer weiter Berg ab bis das Gesundheitsamt kommt. Und dann hat sich vieles ganz schnell erledigt.

    Hannibal Damentoilette 2

    Hannibal Damentoilette 2

    Hannibal Herrentoilette

    Hannibal Herrentoilette

    Hannibal Damentoilette

    Hannibal Damentoilette

    Hannibal Kreuzberg

    Wiener Straße 69
    10999 Berlin

    Telefon: 030 – 611 51 60

    http://www.hannibal-berlin.de/


  8. HIMALI Restaurant & Bar Berlin Schöneberg

    Januar 22, 2015 by Thomas

    PRAWN CHAU CHAU

    PRAWN CHAU CHAU

    HIMALI Restaurant & Bar Berlin Schöneberg

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht was in letzter Zeit los ist. Gerne würde ich mal wieder über schmackhaftes und gutes Essen zu fairen Preisen berichten. Doch das scheint immer schwerer zu werden. Klar, man kann einfach in die Top Restaurants gehen und wird sicherlich kein Grund oder wenige Gründe zur Beanstandung haben. Doch wir wollen ja hauptsächlich auch Restaurants entdecken, welche gut und nicht so bekannt sind.
    So sind wir als im HIMALI Restaurant in der Crelle Str. in Schöneberg gelandet. Vorher hatte ich im Internet mich umgesehen und die meist sehr positiven Bewertungen haben uns dann neugierig gemacht. Geworben wird mit Nepalesische, Indische und Tibetische Hochlandküche.
    Nach einer doch recht langen Parkplatz suche und einem längeren Fußmarsch wurde dann auch das Restaurant erreicht. Zu unserer Überraschung waren wir die einzigen Gäste im HIMALI. Der Gastraum recht groß, die Einrichtung ein wenig älter und schon mit div. Gebrauchs spuren versehen. Schnell wurde auch uns die recht umfassende aber auch gut aufgeteilte Speisekarte gereicht.
    C wählte dann KHASI KAJU NARIWAL, zarte Lammfleischstücke in traumhafter Sauce aus Cashewnüssen, Mandeln, Kokoscreme und geriebenem Rahmkäse (tibetische Art) für 8,90 € und ich PRAWN CHAU CHAU, gebratene Nudeln mit Gemüse und Garnelen für 7,60 €. Soweit so gut.
    Vorab wurde C noch ein Salat gebracht. Und da fing das Unheil schon an. Die Gurken auf dem Salat leider nicht frisch. Da haben auch die Gewürze nicht mehr geholfen. Die Salatblätter auch nicht mehr die Besten und das Dressing, ja welches Dressing überhaupt? Wir konnten es nicht so richtig entdecken. Also das war schon mal nichts.
    Ein Ping aus der Küche kündigte dann die Hauptspeisen an. (War das eine Mikrowelle?) Um es gleich zu sagen, ja
    Fangen wir mit dem KHASI KAJU NARIWAL von C an. Traumhafte Sauce war nicht, eher bedeutungslos, das Fleisch leicht bockig und recht hart. Der Reis etwas zu klumpig. Das kennen wir wesentlich besser. Und mein PRAWN CHAU CHAU ? Also ausreichend Garnelen welche auch ohne Darm waren, Jubel, die gebratenen Nudeln ein wenig weich und das Gemüse ganz o.k.
    Und da offenbart sich das Problem der Küche. Klar schmecken gebratene Nudeln welche frisch zubereitet sind wesentlich besser als wenn diese vorproduziert aus der Mikrowelle kommen. Das gleiche gilt natürlich auch für den KHASI KAJU NARIWAL von C. So kann das einfach nicht gut werden. Sorry. Und lieber ein oder zwei Euro mehr für die Speisen nehmen aber dafür dann frisch und gut gemacht.
    Was mich völlig verwirrt, der Laden hat 2009 den Gastro-Award Berlin Brandenburg bekommen. Dann muss aber in den letzten 6 Jahren viel passiert sein. Und nicht zum positiven.
    Da kann ich nur feststellen, ein gutes Restaurant zu haben ist ein ständiger Kampf um die Qualität. Und diesen hat das HIMALI offenbar verloren.

    Salat im HIMALI

    Salat im HIMALI

    KHASI KAJU NARIWAL

    KHASI KAJU NARIWAL

     

    HIMALI Restaurant & Bar
    Crelle Str. 45
    10827 Berlin-Schöneberg
    Telefon: 030-78716175
    http://www.himali-restaurant.de


  9. Restaurant Rosa Caleta Kreuzberg

    August 14, 2014 by Thomas

    Restaurant Rosa Caleta Kreuzberg

     

    Seit einiger Zeit hatten wir uns vorgenommen mal wieder das Rosa Caleta aufzusuchen und uns verwöhnen zu lassen. Also verabredeten wir uns mit unserem guten Freund Wouter, haben rechtzeitig reserviert und pünktlich um 18:00 waren wir dort. Da es ein wunderschöner Abend mit wirklich sehr angenehmen Temperaturen war hatten wir natürlich einen Tisch draußen. Unser Freund Wouter hatte sich ein wenig verlaufen und ist ein paar Minuten später zu uns gestoßen.  Und das schöne, er war noch nie dort und freute sich aufgrund unserer Erzählungen schon auf die Jamaikanische Küche.

    Troy hatte uns auch gleich entdeckt und da wir uns eine Weile nicht gesehen haben wurden natürlich die Neuigkeiten der Gastro Scene ausgetaucht. Man hat ja auch ein paar gemeinsame Bekannte.

    Doch jetzt zum Wesentlichen, dass Essen. C hat sich eine Überraschung von Troy bestellt. Wouter hat sich für „Oven-baked marinated pork tip“ und ich mich für das Schweinefleisch von der Tageskarte entschieden. Sorry ich weiß nicht mehr die wundervolle englische Beschreibung. Aber dafür gibt es ja Bilder. C Überraschung stellte sich als Shrimps, Salat und einer tollen Soße da.

    Ich mache es mal kurz. Alle Speisen waren wieder sehr gelungen. Frisch und voller unterschiedlicher Geschmacksaromen. Da kann man sich nur freuen.

    Zu unserer Freude ist dann auch noch Kirk eingetroffen und natürlich hat er sich für uns noch ein wenig Zeit zum plauschen genommen. Man muss schon sagen, es sind wirklich die perfekten Gastgeber. Selten werden die Gäste so angenehm in Empfang genommen und man fühlt sich jedes Mal mehr als wohl. Da können sich die  gehypten Mitteläden wirklich eine Scheibe von abschneiden.

    Muskauer Str. 9
    10997 Berlin
    Tel.: 0049 (0) 30/695 37 859http://rosacaleta.com/

    Öffnungszeiten:
    Dienstag – Samstag: 18:00 Uhr – 01:00 Uhr
    Sonntag: 14:00 Uhr – 01:00 Uhr
    (Montag Ruhetag)
    Abendessen jeweils bis 23:00 Uhr

    Opening hours:
    Tuesday – Saturday: 6 pm – 1 am
    Sunday: 2 pm – 1 am
    (closed Mondays)
    Dinner until 11 pm

     

     


  10. Restaurant Sen im Viethaus

    Mai 13, 2014 by Claudia Thomas

    Immer schon, seit ich in Nähe der Fischerinsel wohne, wollte ich einmal dieses Gebäude heimsuchen: das Viethaus. Ein imposanter Bau aus den 70igern, aus einer Zeit als die DDR und Vietnam die intensive kommunistische Freundschaft pflegten. Das Haus liegt an der Leipziger Straße gegenüber vom Spittelmarkt und beherbergt neben einem Handelszentrum, das Halong Hotel, ein Wellness-Center und ein riesiges Restaurant namens „Sen”.

    Heute auf dem Rückweg von einem Termin und in garantierter Aussicht auf einen in jüngster Zukunft niedergehenden Platzregen, schloss ich das Rad kurzerhand an und schritt durch die Schiebetür (!), fest entschlossen mich nun endlich einmal auf die Tageskarte vom „Sen” einzulassen. Das Restaurant selbst war um knapp 14:00 Uhr mit je zwei mal zwei Gästen kaum noch besucht. Ich nahm an einem Tisch im Seitenbereich Platz, der im Gegensatz zur riesigen Halle etwas gemütlicher erschien und setze mich in die Nähe des einen Gastpaares, das sein Mahl schon hinter sich zu haben schien und dessen Gespräche auf ein Fiasko hinsichtlich ihres Essens schließen ließen. Ich war also prima unterhalten.

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    Der Blick in die Karte offenbarte eher das übliche Angebot vietnamesischer Küche mit einer erstaunlich hoch angesetzten Preisspanne. Die Gerichte auf der Tageskarte, wahlweise mit Tagessuppe oder Frühlingsrollen, fingen im Preisgefüge bei 8,— Euro an, das sind durchschnittlich 1-2,— Euro mehr als der übliche Vietnamese oder Thai in der Stadt für ein kleines Menü anbietet.

    Die normalen Gerichte der Abendkarte liegen bei 15,— Euro, für Sommerollen – üblicherweise ab 2,90 für zwei Stück im Stadtbild serviert – werden hier immerhin stattliche 6,— Euro vom Gast verlangt. Ich nehme so gut wie kein vegetarisches, noch veganes Angebot in der Karte zur Kenntnis.

    Der junge Mann Service nimmt sehr freundlich, noch leicht unbeholfen meine Bestellung auf. Seine Kleidung signalisiert, dass es sich hierbei noch um einen jungen Mann in Ausbildung handelt, das ist also alles in Ordnung so. Ich kläre was es für eine Suppe gibt, „Tomatensuppe mit Hühnerfleisch” klingt nun für mich nicht so asiatisch und so entscheide ich mich für die Frühlingsrollen, die ich sonst wirklich nie nehme.

    Weiterhin entscheide ich mich für die knusprige Ente mit scharfer grüner Curry-Sauce und Gemüse von der Tageskarte, uns soll ein stilles Wasser begleiten. Nebenan wird derweil zur Rechnung noch ein vietnamesischer Kaffee geordert, der sehr stilgerecht serviert wird und eigentlich schon vom Aussehen überzeugt. Auch die sehr dickflüssige Kondensmilch, die den vietnamesischen Kaffee nun einmal auszeichnet, scheint mir die richtige zu sein, wenn auch die Gäste diese nicht so richtig goutieren möchten.

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    Derweil werden mir die Frühlingsrollen angereicht. Sie sind klein, ganze drei Stück werden von ihnen serviert mit etwas Chilisauce –  davon nicht wirklich viel. Sie schmecken wie tot frittiert, der Teig schmeckt vor, eine geschmacklich überhaupt relevante Füllung kann ich nicht entdecken, womöglich hat deswegen der Teig seine erstaunliche Dominanz. Ich möchte nicht gemein sein, aber man ist womöglich viel besser beraten, kauft man die tiefgefrorenen Frühlingsrollen beim befreundeten Supermarkt und wirft diese selbst ins Öl oder legt sie in den Backofen. Geschmacklich dürfte sich das auf alle Fälle rechnen. Preislich sowieso …

    Die wirklich schlechtesten Frühlingsrollen meines Lebens. Leider.

    Na gut. Die Zweitschlechtesten. Ich hatte einmal selbst welche fürchterlich anbrennen lassen.

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    Während die Gäste am Nebentisch aufbrechen, wird mir mein Tagesgericht serviert. Die graugrüne Currysauce ist dicklich wie ’ne gute ordentliche Béchamel und reichlich und wirft bereits leicht Haut, was schon auf den ersten Blick auf eine ausgewogene Beimengung von chemischen Nebenerzeugnissen schließen lässt. Das Gemüse bestehend aus neckisch deutsch quadratisch geschnittener Paprika, Mohrrüben, Champignons und Brokkoli als auch Blumenkohl (?), den ich mich nicht erinnern kann jemals in einem asiatischen Gericht vorher gefunden zu haben, ist mit Ausnahme der sehr lätschigen Champignons knackig. Oben drauf liegt ein Viertel einer in Scheiben geschnittenen Ente, die sich als sehr sehr tot herausstellt. Nicht nur die Ente hat ihre rosigen Zeiten längstens hinter sich gelassen, auch die sie umschließende Panade könnte womöglich noch mit Kruppstahl verschwägert sein.

    Somit auch nicht die beste Ente meines Lebens. Leider.

    Die farbliche Konsistenz der Sauce erinnert mich an eine Fertig-Curry-Sauce vom Asiaten, die ich noch zu Zeiten gekauft hatte, als ich sie noch nicht selbst zubereitet habe. Wenn auch diese hier besser schmeckte, womöglich aber auch ihre Schärfe sonstiges Geschmacksempfinden pragmatisch ins Aus schoss. Wohlwollend kann ich wenigstens anmerken, dass mich nach dem Essen nicht die üblichen metallene Glutamat-Effekte begleitet haben. Die Curry-Sauce war an sich noch mit das Beste an diesem Essen, zumindest hatte sie „ordentlich Bums”. Ihre Farbe war grausam. Dagegen war der traditionell beigefügte Reis sehr weiß und … Reis halt. Die Portion für ein Tagesgericht war absolut ausreichend – zumal die drei poussierlichen Frühlingsrollenbriketts noch den Magen blockierten.

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    Alles in allem fand ich die Location schon sehr beeindruckend, die Einrichtung scheint gehoben stellenweise imposant, nicht kitschig, kaum modern. Der Service ist nett und schnell. Das von mir gewählte Tageskartenangebot hatte mich aber nicht so überzeugen können, dass ich das zwingende Bedürfnis habe dort nochmals am Abend einzukehren, um dann deutlich tiefer in das Portemonnaie greifen zu dürfen. Da ist in Berlin einfach sehr ursprüngliche vietnamesische und deutlich bessere Küche längst nachgewachsen.

    Sen
    Leipziger Straße 54
    10117 Berlin
    Öffnungszeiten: Mo-So 12:00 – 00:00 Uhr