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Posts Tagged ‘schmecken’

  1. Glänzende Aussichten – RAW Gelände Berlin Part 2

    August 9, 2016 by Thomas

    Glänzende Aussichten – RAW Gelände Berlin Part 2

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    Flammkuchen mit frischen Feigen und Ziegenkäse im Glänzende Aussichten

    Auch wenn das Wetter uns gerade einen kleinen Streich spielt, war es dennoch keinen Grund uns nicht mit Freunden auf dem RAW Gelände im Glänzende Aussichten zu treffen.

    Trotzig nahmen wir auf den bunten Bierbänken unter den großen Schirmen Platz um dann doch festzustellen, wenn man zu sechst ist, werden doch ein paar nass.

    Also zogen wir um in den großen Raum vor der Küche. In dem Raum gibt es zwei ultralange Tische und Bänke. Sehr cool gemacht. Einen Blick in die Küche finden wir ja auch immer gut und es war dort genauso nett zu sitzen wie auf der Terrasse. Übrigens ein cooler Raum für 20 Leute, wer schon an die nächste Betriebs-oder Weihnachtsfeier denken mag 🙂

    Die Karte hatte sich leicht geändert. Das Pastrami-Sandwich und das Entrecote sind verschwunden, dafür gibt es jetzt Cajun Chicken und Burger.

    4 von 6 entschieden sich auch gleich für den Burger. Dieser kostet schmale 6€ und wer mag nimmt Coleslaw und handgemachte Fries dazu. Kostet dann akzeptable 9,50. W. wählte das knusprige Cajun Chicken mit Kartoffelpüree und Specktopping und ich das Philly-Steak-Cheese Sandwich.

    Ich gebe zu – seit ich als Stöpsel den Prinz von Bel Air gesehen habe und dieser in der Show dafür schwärmte, wollte ich es mal probieren.

    Ich hatte nicht ganz so eine Idee was es am Ende ist. Philadelphia Frischkäse auf Steak in der Schrippe? Kein Plan!

    Herausgestellt hatte es sich dann als ein sehr knuspriges – Art Fladen-Brioche Brötchen, belegt mit zarten Rinderstreifen, süßer Barbeque-Sauce (natürlich handmade) Jalapenos und Cheddar. Wenn man das Sandwich dann zusammengedrückt hat, ergab die Mischung aus Sauce (süßlich mit ordentlichem Raucharoma), Schärfe der Jalapenos, cremigen Käse und zartem Fleisch eine ziemlich geile Mischung. Sollte man mal ausprobieren 🙂

    Philly Cheese Sandwich im Glänzende Aussichten

    Philly Cheese Sandwich im Glänzende Aussichten

    Das Cajun Cicken sind ein bisschen wie Nuggets. Spicy und zart im Geschmack. Dazu ein Kartoffelpüree bei welchem definitiv nicht an Butter gespart wurde. Den Dip dazu – W. war sehr zufrieden.

    Cajun Chicken im Glänzende Aussichten

    Cajun Chicken im Glänzende Aussichten

    So dann zur Burgertruppe. Ich sah sehr zufriedene Gesichter. Das Patty war zart und sehr gut gebraten, das Bun war gut geröstet, für T. vielleicht einen tacken zu viel. Aber das ist mal wieder, na ja, zu vernachlässigendes meckern.

     

    Burger & Fries im Glänzende Aussichten

    Burger,Fries

     

    Die Fries – handgeschnitten (also schon mit Maschine aber kein Convenience) uns sehr knusprig und lecker. Auch hier wurde mit der selber gemachten Barbecuesauce gearbeitet. Kurz – sehr gut gemachtes urban craft barfood (eh wir Berliner spinnen echt was Kunstworte betrifft)

    So aber nun zu etwas was genauso wichtig wie Ambiente und Food ist. Das Personal! Im Gänzende Aussichten ist es großartig. Superfreundlich, immer aufmerksam, jederzeit ein Lächeln und genau die perfekte Fürsorge um den Gast. Sehr geil. Ich meine, ihr kennt das in Mitte oder Neukölln, wenn das Personal sich wichtiger als die Gäste nimmt und wenn man dankbar sein darf, überhaupt bedient zu werden?

    Die Leute in der Küche scheinen viel Spaß zu haben, sie singen laut mit und es wird auch mal getanzt. Alles überhaupt nicht aufgesetzt. Aber das macht einfach auch für den Gast eine schöne Stimmung.

    Summasummarum – it was such a nice urban barfood dinner with fun evening – oder so was 🙂

    Glänzende Aussichten

    auf dem RA W Gelände, Revaler Straße 99

    Friedrichshain


  2. Restaurant Dolcetto Trattoria – Pizzeria Berlin Mitte

    April 19, 2016 by Thomas

    Restaurant Dolcetto Trattoria – Pizzeria Berlin Mitte

     

    Tagliatelle Celentano

    Tagliatelle Celentano

     

    Seit einiger Zeit wollten wir uns mit unseren Patenkindern nebst Erzeugern mal wieder treffen Aber wohin mit insgesamt 9 Personen? Eine passende Örtlichkeit zu finden ist nicht leicht. So mal ja bei 9 Personen sehr unterschiedliche Geschmäcker usw. existieren. Also haben wir kurz nachgedacht und uns ist das Restaurant Dolcetto in Berlin Mitte eingefallen. Das Restaurant ist uns schon öfters beim vorbei fahren aufgefallen. Und das gute, wir waren selbst noch nicht dort. Also war die Entscheidung schnell gefallen und bei 9 Personen auch schnell reserviert.

    Als wir angekommen sind war ein schönerer Tisch schon für uns vorbereitet. Der Gastraum ist hell und nett eingerichtet. Und was wir besonders schön fanden, rot weiß karierte Tischdecken. So gehört sich das doch für ein italienisches Restaurant. Das Personal extrem höflich und zuvor kommend. Prima.

    C bestellte sich eine Pizza Amadeus  (Tomatensoße, Mozzarella, Thunfisch, rote Zwiebeln) welche sich durch einen hervorragenden Pizzaboden auszeichnete. Leider aber fehlte der Pizza ein wenig Würze und Pepp. Ich hatte mich für  Tagliatelle Celentano  10.50 € (Bandnudeln mit Rinderfilet-spitzen und Sahnesoße) entschieden. Nudeln würde ich sagen nicht selbst gemach aber von guter Qualität. Aber auch hier das gleiche Problem. Es hat definitiv die Würze, Kräuter usw. gefehlt. Die Filetspitzen waren gut und die Soße leider ein wenig langweilig. Was allerdings bei einer Sahnesoße keine Überraschung ist.

    Sehr gelobt wurde der Victoriabarsch mit Senfsauce von der Tageskarte.

    Was kann man über das Restaurant Dolcetto sagen? Also das Personal ist wirklich Top. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall. Wenn nun die Küche ein wenig mutiger wird und den Speisen mehr Gewürze und Pepp verleiht würde alles stimmen. Aber daran kann man ja arbeiten.

     

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    schöne große Pizza

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    reichlicher Belag

     

    http://dolcetto.berlin

    Inselstr. 13
    Ecke Neue Jakobstr. 1-3
    10179 Berlin – Mitte

    Tel. 030 – 61 29 24 09


  3. Taverna Koutouki Kottbusser Damm Kreuzberg

    April 1, 2016 by Christiane

    Sestos Meses Taverna To Koutouki

    Sestos Meses Taverna To Koutouki

    machen wir uns nichts vor es gibt aufregender Orte in Berlin als der Kottbusser Damm. Sehen wir mal von der Nähe zum Paul-Linke Ufer, Türkenmarkt oder Gräfekiez ab. Der Kottbusser Damm ist nicht gerade schön, aber er ist noch einer der wenigen authentische Orte und verbirgt so manches Schätzchen. Eines dieser Schätzchen ist die Taverna To Koutouki im Kottbusser Damm 9.

    Recht unauffällig, unweit der U-Bahn-Station Schönleinstraße, versteckt sich die Taverna. Weiß man nicht, dass sich hier ein großartiges Lokal versteckt, würde man glatt daran vorbei gehen. Aber nicht wir, nein, nein, wir haben die Taverna bereits vor vielen Jahren für uns entdeckt.

    Leider sind ja griechischen Restaurants so ein bisschen aus der Mode gekommen. Alle rennen lieber zu Streetfood, Korean BBQ, vegane, CO2 freie Bio-Restaurants, ach was auch immer. Aber wir haben das Glück, dass sich ein paar richtig gute griechische Restaurants praktisch fußläufig für uns befinden.  Und hin und wieder gelüstet es uns regelrecht nach guter, frischer griechischer Kost.

    Und einer unserer griechischen Favoriten ist die Taverna To Koutouki.

    Also: die Taverna ist klein, rustikal und sehr gemütlich. Die Tische sind mit karierten Tischdecken hübsch eingedeckt und gleich mit der Karte wird einem ein Krügchen eiskalter Ouzo gebracht. Guter Start – denn er ist sehr mild und lecker. Die Karte ist wie zu erwarten sehr umfangreich. Alle Klassiker der griechischen Küche sind zu finden und sehr viele Vorspeisen. Zu fünft haben wir dann folgendes bestellt: Gyros (ICH LIEBE ES), Mixed Grillteller mit Gyros, Souflaki und Bifteki, die Spezialplatte Koutouki zusätzlich noch mit Lammcarree, der gemischte Vorspeisenteller und Kalamaria Gemista. Alles zwischen 10,50 und 13.50. Kann man schon mal nicht meckern. Natürlich gibt es dazu Tsatziki (geil, gell).

    Kalemari Gemista

    Kalamaria Gemista

    Leider sind die Bilder ein bisschen dunkel, da es in der Taverna recht schummrig ist – aber egal.

    Vorneweg wird zu den Gerichten (außer beim Vorspeisenteller) ein kleiner gemischter Salat gereicht. Frisch ist er. Vollkommen in Ordnung. Und warmes knuspriges Brot mit Kräutern. Lecker.

    So nun zu den Hauptgängen: Mein Gyros – so soll es sein. Saftig, aber ohne viel Fett. Knusprig, große Portion serviert mit rohen weißen Zwiebeln,  Tzaziki und selbst gemachten Pommes. Diese waren innen schön weich und außen knusprig. Perfekt. Geschmacklich erste Klasse. Besser geht es nicht. Das Tzaziki sehr gut mit ordentlich Knoblauch – aber nicht zu viel. Optimal so.

    Thomas erfreute sich an seinem Mixed Grill Teller und war ebenso glücklich. Gyros wie beschrieben, Bifteki und Souflaki saftig und zart (ist ja nicht immer so). Die Kalamaria Gemista sind mit gefüllt mit Feta und Spinat. Lt. C. toller Geschmack. Auch bei B. konnte man zufriedenes schmatzen vernehmen. Die gemischte Vorspeisenplatte war sehr reichlich. Alles ganz frisch und laut. S. ausgezeichnet. Kurz gesagt – wir waren alles super zufrieden und rappelvoll. Schön, dass wir noch im Krügchen etwas Ouzo hatten (der war aber dann echt nötig).

    Ganz reizend fand ich, dass wir alle noch ein Dessert bekommen haben. Zum Abschluß gab es griechischen Joghurt mit Honig. So einfach es auch klingen mag – köstlich. Der Joghurt war so sahnig und cremig. Ganz fein.

    Der Laden war im Laufe des Abend (Hallo, es ist doch Ferienzeit, Ende des Monats, Dienstag?) rappelvoll. Aber – es war nicht zu laut. Der kleine Laden ist so eingerichtet, dass man vollkommen entspannt sich auch zu fünft unterhalten kann, ohne dass man brüllen muss, Sehr angenehm. Das Personal ist sehr freundlich und flink. Auch scheinen die Leute in der Küche viel Spaß zu haben. Es wurde oft und herzlich gelacht.

    Preislich ist der Laden absolut moderat. Gerade in Bezug auf die Mengen, den Ouzo, Brot und kostenloses Dessert. Großartig.

    Ganz klares Fazit – die Taverna ist aus unserer Sicht eine der Besten der Stadt. Ich empfehle durchaus zu reservieren, vorneweg etwas zu fasten und richtig genießen.

    Taverna „To Koutouki“
    Kottbusser Damm 9
    10967 Berlin-Kreuzberg

    Di. – Do. von 15:00 bis 24:00 Uhr

    Fr.-So. Feiertage 13-24 uhr
    Montag ist Ruhetag

    Homepage

     


  4. Streetfood – schaut jetzt ein tolles Video über diesen weltweiten Trend an

    März 10, 2016 by Christiane

    Streetfood von Yannick Schiep (OSK)

    Streetfood von Yannick Schiep (OSK)

    Streetfood ist mittlerweile im wahrsten Sinne in aller Munde. Jeden Donnerstag pilgern Berlin-Besucher und locals zum Streetfood-Thursday in die Markthalle 9, Sonntags in die Neue Heimat am RAW Gelände, in den Bite Club oder futtern sich in den anderen Markthallen und Wochenmärkten durch. Streetfood ist angekommen. Auch in anderen Städten wie Nürnberg oder München hat sich dieser Trend längst etabliert. Aber was steckt dahinter? Einfach mal was ganz neues essen? Wie koreanische „Döner“ oder Adobo Chicken von den Philippinen? Pies aus Neuseeland?

    Handelt es sich einfach nur um einen Trend, dem gerade alle hinterherrennen oder nach dem grundlegenden Bedürfnis seinen kulinarischen Horizont zu bereichern?

    Im Non-Commercial Film der Agentur Oliver Schrott Kommunikation GmbH wird sehr anschaulich dieser Trend beleuchtet. Dazu gibt es Interviews aus Berlin, New York und Peking.

    Hier könnt ihr das wirklich schöne (und hungrig machende) Video anschauen

    Wobei ich dazu sagen möchte, in vielen asiatischen Ländern ist Streetfood weniger ein Trend als eine pure Notwendigkeit. An vielen Orten, wie z.B. Hongkong, leben die Menschen derartig beengt, dass sie jede Gelegenheit nutzen, der Wohnung fern zu bleiben und daher auf der Straße essen. In Vietnam sind z.B. Kühlschränke zu Hause eher rar. Daher wird dort immer frisch gekocht bzw. nur am Wochenende der Herd angeschmissen. Das ganze Leben findet dort vielmehr auf den Strassen statt.

    Bis heute weiß ich Teils gar nicht, was wir auf den Strassen in Saigon, Hongkong oder Bangkok gegessen haben – was vielleicht gar nicht so schlecht ist – lecker war’s allemal. Bestellt hatten wir oftmals nur nach Bildern und irgendwas bekommen.  Nur zu gerne erinnere ich mich noch an die köstlichen Spießchen, die wir am Fuße des Pinatubo (einem sehr aktiven Vulkan auf der Hauptinsel Luzon, Philippinen) gefuttert hatten. Was es war? Kein Schimmer.

    Da solche Köstlichkeiten, selbst in Berlin kaum zu bekommen sind, finde ich Streetfood oder Foodtrucks klasse. In kleinster Umgebung kann man sich einmal um die Welt futtern. Wer noch nie bei solch einer Veranstaltung war, kann sich einen guten Eindruck mit dem Video beschaffen. Ansonsten einfach mal ausprobieren.

    Hier gibt es eine gute Übersicht über Foodtrucks die in Deutschland unterwegs sind.

    Wer mehr über das Video oder das Thema Streetfood wissen möchte, schaut einfach mal auf den Blog von OSK.

     


  5. Palazzo am 18.02.16 in Berlin – die Nacht der Sterne

    Februar 16, 2016 by Christiane

    Nacht der Sterne im Palazzo

    Nacht der Sterne im Palazzo

     

    Bereits vor zwei Jahren hatten wir das Glück eine Show mit Dinner im Palazzo Berlin mit Kolja Kleeberg erleben zu dürfen. Abgesehen von der tollen Unterhaltung hat uns natürlich auch das Menü super gut gefallen. Daher freuen wir uns natürlich um so mehr, am Donnerstag bei der Nacht der Sterne dabei zu sein.

    Ich meine na, Hallo, so oft geht man ja auch nicht bei Sterneköchen speisen. Auf Harald Wohlfahrt freue ich mich ganz besonders. Ihn hatten wir vor 1,5 Jahren bei der Michelin Sterne Verleihung gesehen und es hat so beeindruckt, dass fast alle Sterneköche bei ihm oder unter ihm gearbeitet haben. Das ist schon eine Leistung. Cornelia Poletto und Alexander Herrmann kenne ich wiederum nur aus dem TV – da bin ich auch mal gespannt, wie die Live sind. Kolja Kleeberg war damals, als wir zum ersten Mal im Palazzo waren, anwesend. Ein Bild mit ihm und meiner Freundin K. erinnert mich noch an den schönen Abend. Er war wie im TV. Zugänglich, fröhlich und immer für ein Schwätzchen bereit.

    So jetzt aber zu der Nacht der Sterne:

     

    Allein die Menüfolge lässt schon einiges erhoffen:

    Vorspeise:Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt (PALAZZO Stuttgart) verwöhnt mit gefüllten Zucchiniröllchen mit Kräuter-Käse-Schaum auf Taboulé, Oliven-Tapenade und Pesto

    Zwischengang 1: Der österreichische Haubenkoch Toni Mörwald (PALAZZO Wien) serviert eine Lachspraline und Wildreis mit Safran-Champagner-Sauce

    Zwischengang 2: Spitzenköchin Cornelia Poletto (PALAZZO Hamburg) verwöhnt uns (so hoffe ich doch :-)) mit Maronensuppe mit Radicchio Trevisano und Bresaola-Crostino

    Hauptgang: Sternekoch (1 Stern) Kolja Kleeberg serviert confierte Entenkeule mit eingelegter Zitrone, Panch Phoron, Spinat und roter Zwiebelcreme (was auch immer Panch Phoron ist..??)

    Dessert: wird offeriert vom fränkische Sternekoch Alexander Herrmann (PALAZZO Nürnberg)- warme Kirschtarte mit heißer Vanillemilch und Pralineneis

    Dazu gibt es natürlich eine geile Show. Die Atmosphäre im Palazzo ist wirklich toll. So der ganze Spaß kostet natürlich Geld  – Show und Essen 99€ natürlich ohne Getränke.

    Aber wie auch schon vor zwei Jahren, finde ich es nicht teuer – gerade auch wenn so viele Sterne-Köche das Menü präsentieren. Dazu die Show – finde ich eher ein Schnäppchen.

    Tickets für die Nacht der Sterne am Ostkreuz gibt es hier: Also schnell zuschlagen

    www.palazzo.org

     


  6. Cooler Dönersong von DROB DYNAMIC – Alles komplett

    Februar 10, 2016 by Christiane

    Meine Trauer über das Sterben der geliebten Dönerbuden habe ich ja schon vor einigen Monaten zum Ausdruck gebracht. Ich werde nie vergessen, das erste was ich gegessen habe, als ich nach Berlin gezogen bin, war ein Döner auf der Kantstraße. Und damals war das für ein Mädel vom Land was echt exotisches. Ich finde es so schade, dass die Dönerbuden, die so zum Straßenbild von Berlin gehören, immer mehr durch Tapaläden, Burgerbuden oder koreanische Imbisse verdrängt werden. Daher freue ich mich sehr über das Video von DROB DYNAMIC –  -Alle Komplett. Leute, mein Aufruf ist, fragt nicht so viel, habt Spaß und esst mehr Döner!

     

     

    Übrigens – genau so eine Type (allerdings weiblich) hat genau solche Fragen im Jockel (schöner Biergarten direkt am Landwehrkanal) zu den Burgern gestellt 🙂 Die Antwort woher die Pommes kommen und ob die Bio sind war “ Die kommen aus der Schachtel“ 🙂 Ehrlich war erwarten den die Leute bei einem Burger und Pommes für um die 5€ ?(und die Burger und Pommes schmecken wirklich superlecker) – Die Pizzen sind auch sehr zu empfehlen.


  7. Alles israelisch oder was? Humus und mehr in Berlin

    Februar 2, 2016 by Christiane

    so lecker kann es sein - Bild von Kaanan

    so lecker kann es sein – Bild von Kaanan

    Berlin ist eine Stadt die wahrlich als kulinarische Trendsetterin bezeichnet werden kann. Wir hatten die Phase, da haben überall Sushi-Läden aufgemacht haben, dann kamen Thai-Restaurants, die Inder, danach eröffnete an jeder Ecke ein vietnamesisches Restaurant, Bubble Tee, Frozen Yoghurt, spanische Restaurants oder Tapa-Bars (wir haben allein bei uns um die Ecke 4), die Burgerläden und nun scheint der Trend Richtung Israel zu gehen.

    Natürlich Falafel und Humus gab es schon immer in der Stadt – ich glaube fast jeder kennt Rissani am Spreewaldplatz, Mo’s Falafel oder Habibi am Winterfeldtmarkt – aber diese Läden waren typisch marrokanisch oder libanesisch. Jetzt scheint der Trend zu israelischen Restaurants zu gehen oder der israelischen Version von Hummus (oder Homos, Humus…) & Co. Finde ich prima – ich liebe Essen aus Israel.

    Israelische Restaurants gab es schon immer – wobei es dabei eher um koshere oder jüdische Küche ging, weniger um die – ich nenne es mal so – junge israelische Küche. Diese ist nicht unbedingt kosher und hat mit Matzeklösschen und gefillte Fisch wenig zu tun. Nein, es geht um die israelische Version von Streetfood.

    Ich gebe zu, unsere letzte Reise nach Israel ist schon eine Weile her, aber die Erinnerung an Falafel, Sharwarma und Humus ist mehr als lebendig. Ich denke gerne an die quirligen Strassen von Tel Aviv zurück oder an den Souk von Akko. Dort haben wir so lecker gespeist..seufz….Wie auch immer, seit dem habe ich eine große Leidenschaft für Essen aus Israel, Libanon oder Palästina. Gerne koche ich auch zu Hause Hummus oder Sharwarma, aber es ist nicht das Gleiche, als wenn man irgendwo nett sitzt und Hebräisch hört und man ein ganz klitzekleines bisschen im Urlaub ist.

    Wie auch immer – daher freuen wir uns über diesen neuen Trend und wollen euch ein paar dieser Läden vorstellen:

    1.Feinberg`s Schöneberg

    Hübscher, gemütlicher Laden, sehr leckeres Essen und nicht nur Humus, sondern auch tolle weitere Mezze wie Baba Ganoush, Kibbeh, Tabule oder Lavastein Gerichte zu vernünftigen Preisen. Das ist das Feinberg’s. Milchige und fleischige Speisen werden streng getrennt. Zu finden direkt hinter dem KaDeWe in der Fuggerstr. 37, 10777 Berlin.

    2. Kanaan Restaurant

    Ist ein recht neues Restaurant in Prenzlauer Berg in der Kopenhagener Straße 16. Das israelisch / palästinensisch Joint Venture bietet ebenfalls köstliche Küche aus Israel an. Dabei liegt der Schwerpunkt auf vegetarischen / veganen Gerichten. Auch hier köstlicher Humus, Backwaren (gefüllte Blätterteig-Pastries), Tabuleh und Shakshuka (israelisches Frühstücksgericht) und vieles anderes leckeres. Nicht unbedingt der Laden, den ich für einen romantischen Abend aussuchen würde – aber für Humus & Co auf jeden Fall.

    3. Hummus & Friends in der Oranienburger Straße 27 in Mitte

    New in Town ist auch das Hummus & Friends. Auch hier wird vegatrisch/vegane koschere Küche angeboten. Die Produkte, wie z.B. die Kichererbsen kommen direkt aus Israel. Nach dem Motto „make hummus not walls“ bietet der stylische Laden lauter leckere Sachen aus der israelischen Küche. Zu nennen wäre neben dem Hauptdarsteller Hummus, Gerichte mit Quinoa (höchst gesunde Inka-Hirse), Ful und leckere frische Salate. Wer einmal einen leckeren kosheren Weißwein probieren möchte, ist hier genau richtig. Prima nach einem Bummel rund um den Hackeschen Markt.

    Das sind nur drei, von denen ich jetzt berichten kann. Es gibt aber noch so viele mehr. Da wäre z.B. (alle ungetestet) das Gorden in Neukölln, djimalaya in der Invalidenstraße Mitte, Shiloh in der Torstraße in Mitte oder Zula und Sababa im Prenzlauer Berg.

    Eine ganz gute Übersicht über koschere Restaurants in Berlin bekommt man hier

     


  8. Unsere Top-Adressen für Grillhähnchen

    Januar 19, 2016 by Christiane

    Grillhähnchen Bild © Gellinger

    Grillhähnchen Bild © Gellinger

    Manchmal haben wir einfach Lust auf ein leckeres Grillhähnchen oder Henderl. Aber was früher in jeder Kneipe & Wirtshaus gab, ist heute fast was ganz exotisches. Ganz besonders in Berlin.

    Köln war ja nicht meine Stadt, aber ich schätzte schon die Imbisswagen vor Supermärkten, die ganz frische Brathähnchen angeboten haben. Natürlich haben wir auch ein paar Imbißbuden, in denen man gute bis sehr gute Hähnchen bekommt, aber ist es nicht schön in uriger Atmosphäre ein Henderl zu essen und sich hübsch einzusauen?

    (more…)


  9. Restaurant Sen im Viethaus

    Mai 13, 2014 by Claudia Thomas

    Immer schon, seit ich in Nähe der Fischerinsel wohne, wollte ich einmal dieses Gebäude heimsuchen: das Viethaus. Ein imposanter Bau aus den 70igern, aus einer Zeit als die DDR und Vietnam die intensive kommunistische Freundschaft pflegten. Das Haus liegt an der Leipziger Straße gegenüber vom Spittelmarkt und beherbergt neben einem Handelszentrum, das Halong Hotel, ein Wellness-Center und ein riesiges Restaurant namens „Sen”.

    Heute auf dem Rückweg von einem Termin und in garantierter Aussicht auf einen in jüngster Zukunft niedergehenden Platzregen, schloss ich das Rad kurzerhand an und schritt durch die Schiebetür (!), fest entschlossen mich nun endlich einmal auf die Tageskarte vom „Sen” einzulassen. Das Restaurant selbst war um knapp 14:00 Uhr mit je zwei mal zwei Gästen kaum noch besucht. Ich nahm an einem Tisch im Seitenbereich Platz, der im Gegensatz zur riesigen Halle etwas gemütlicher erschien und setze mich in die Nähe des einen Gastpaares, das sein Mahl schon hinter sich zu haben schien und dessen Gespräche auf ein Fiasko hinsichtlich ihres Essens schließen ließen. Ich war also prima unterhalten.

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    Der Blick in die Karte offenbarte eher das übliche Angebot vietnamesischer Küche mit einer erstaunlich hoch angesetzten Preisspanne. Die Gerichte auf der Tageskarte, wahlweise mit Tagessuppe oder Frühlingsrollen, fingen im Preisgefüge bei 8,— Euro an, das sind durchschnittlich 1-2,— Euro mehr als der übliche Vietnamese oder Thai in der Stadt für ein kleines Menü anbietet.

    Die normalen Gerichte der Abendkarte liegen bei 15,— Euro, für Sommerollen – üblicherweise ab 2,90 für zwei Stück im Stadtbild serviert – werden hier immerhin stattliche 6,— Euro vom Gast verlangt. Ich nehme so gut wie kein vegetarisches, noch veganes Angebot in der Karte zur Kenntnis.

    Der junge Mann Service nimmt sehr freundlich, noch leicht unbeholfen meine Bestellung auf. Seine Kleidung signalisiert, dass es sich hierbei noch um einen jungen Mann in Ausbildung handelt, das ist also alles in Ordnung so. Ich kläre was es für eine Suppe gibt, „Tomatensuppe mit Hühnerfleisch” klingt nun für mich nicht so asiatisch und so entscheide ich mich für die Frühlingsrollen, die ich sonst wirklich nie nehme.

    Weiterhin entscheide ich mich für die knusprige Ente mit scharfer grüner Curry-Sauce und Gemüse von der Tageskarte, uns soll ein stilles Wasser begleiten. Nebenan wird derweil zur Rechnung noch ein vietnamesischer Kaffee geordert, der sehr stilgerecht serviert wird und eigentlich schon vom Aussehen überzeugt. Auch die sehr dickflüssige Kondensmilch, die den vietnamesischen Kaffee nun einmal auszeichnet, scheint mir die richtige zu sein, wenn auch die Gäste diese nicht so richtig goutieren möchten.

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    Derweil werden mir die Frühlingsrollen angereicht. Sie sind klein, ganze drei Stück werden von ihnen serviert mit etwas Chilisauce –  davon nicht wirklich viel. Sie schmecken wie tot frittiert, der Teig schmeckt vor, eine geschmacklich überhaupt relevante Füllung kann ich nicht entdecken, womöglich hat deswegen der Teig seine erstaunliche Dominanz. Ich möchte nicht gemein sein, aber man ist womöglich viel besser beraten, kauft man die tiefgefrorenen Frühlingsrollen beim befreundeten Supermarkt und wirft diese selbst ins Öl oder legt sie in den Backofen. Geschmacklich dürfte sich das auf alle Fälle rechnen. Preislich sowieso …

    Die wirklich schlechtesten Frühlingsrollen meines Lebens. Leider.

    Na gut. Die Zweitschlechtesten. Ich hatte einmal selbst welche fürchterlich anbrennen lassen.

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    Während die Gäste am Nebentisch aufbrechen, wird mir mein Tagesgericht serviert. Die graugrüne Currysauce ist dicklich wie ’ne gute ordentliche Béchamel und reichlich und wirft bereits leicht Haut, was schon auf den ersten Blick auf eine ausgewogene Beimengung von chemischen Nebenerzeugnissen schließen lässt. Das Gemüse bestehend aus neckisch deutsch quadratisch geschnittener Paprika, Mohrrüben, Champignons und Brokkoli als auch Blumenkohl (?), den ich mich nicht erinnern kann jemals in einem asiatischen Gericht vorher gefunden zu haben, ist mit Ausnahme der sehr lätschigen Champignons knackig. Oben drauf liegt ein Viertel einer in Scheiben geschnittenen Ente, die sich als sehr sehr tot herausstellt. Nicht nur die Ente hat ihre rosigen Zeiten längstens hinter sich gelassen, auch die sie umschließende Panade könnte womöglich noch mit Kruppstahl verschwägert sein.

    Somit auch nicht die beste Ente meines Lebens. Leider.

    Die farbliche Konsistenz der Sauce erinnert mich an eine Fertig-Curry-Sauce vom Asiaten, die ich noch zu Zeiten gekauft hatte, als ich sie noch nicht selbst zubereitet habe. Wenn auch diese hier besser schmeckte, womöglich aber auch ihre Schärfe sonstiges Geschmacksempfinden pragmatisch ins Aus schoss. Wohlwollend kann ich wenigstens anmerken, dass mich nach dem Essen nicht die üblichen metallene Glutamat-Effekte begleitet haben. Die Curry-Sauce war an sich noch mit das Beste an diesem Essen, zumindest hatte sie „ordentlich Bums”. Ihre Farbe war grausam. Dagegen war der traditionell beigefügte Reis sehr weiß und … Reis halt. Die Portion für ein Tagesgericht war absolut ausreichend – zumal die drei poussierlichen Frühlingsrollenbriketts noch den Magen blockierten.

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    Alles in allem fand ich die Location schon sehr beeindruckend, die Einrichtung scheint gehoben stellenweise imposant, nicht kitschig, kaum modern. Der Service ist nett und schnell. Das von mir gewählte Tageskartenangebot hatte mich aber nicht so überzeugen können, dass ich das zwingende Bedürfnis habe dort nochmals am Abend einzukehren, um dann deutlich tiefer in das Portemonnaie greifen zu dürfen. Da ist in Berlin einfach sehr ursprüngliche vietnamesische und deutlich bessere Küche längst nachgewachsen.

    Sen
    Leipziger Straße 54
    10117 Berlin
    Öffnungszeiten: Mo-So 12:00 – 00:00 Uhr

     

     


  10. Bar Centrale Berlin Yorckstraße

    Februar 5, 2014 by Christiane

    Sonntagabend waren wir von dem charmanten Domenico eingeladen, an einer Weinverkostung in der Bar Centrale teilzunehmen. Vielleicht ganz kurz zu Domenico – Domenico de Marco vertritt kleine Weingüter aus Italien und vermarktet diese im Direktvertrieb. Zumeist sind diese Weine bisher nur in sehr ausgewählten Restaurants erhältlich (schade, schade). Damit sich das ändert, gab es Sonntagabend eine Verkostung einiger Weine aus Sizilien in der Bar Centrale. Präsentiert wurden die Weine von Francesa Curto von dem Weingut Antica Azienda Agraria Curto aus Sizilien.

    Sizilanische Weinverkostung mit Domenico de Marco und Francesca Curto in der Bar Centrale in Berlin

    Sizilanische Weinverkostung mit Domenico de Marco und Francesca Curto in der Bar Centrale in Berlin

    Begleitet wurden die Weine von einem darauf abgestimmten Menü:

    Curto / Wein-Menü
    Inzolia „Poiano“ IGT 2012
    Jakobsmuscheln in Butter gebraten
    auf Fenchel-Blutorangensalat
    * * * * *
    Nero D’Avola „Eloro“ DOC 2010
    Wachtel & Gänseleber auf Caponatina
    von Aubergine mit Aceto Balsamico di Modena IGP
    * * * * *
    Nero D’Avola „Fontanelle“ DOC 2009
    Geschmorte Rinderbacke
    auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus
    * * * * *
    Syrah „Krio“ IGT 2010
    Hirschrücken rosa gebraten mit
    Dreierlei vom Muskatkürbis
    * * * * *
    Moscatello Dolce „Dulce Netum“ DOC 2007
    Cannolo Siciliano
    * * * * *
    49,00 €

    Aber bevor ich jetzt in die Details gehe, noch ein paar Worte zur Bar Centrale. Die Bar Centrale ist ein Klassiker unter den Berliner Restaurants. Kein Hype- Schuppen, sondern einfach ein gepflegtes Restaurant, welches sich der italienischen, gehobenen Küche widmet und eine gigantische Weinkarte bietet.

    Aber jetzt zum Essen und Trinken. Zum ersten Gang der Jakobsmuschel mit Fenchel-Blutorangensalat wurde ein Weißwein – ein Inzolia „Poiano“ IGT 2012 gereicht.

    Der Weißwein war ganz leicht, süffig und passte perfekt zu den Muscheln und Salat. Als ich die Vorspeise gelesen hatte, dachte ich mir so..hmmm Fenchel..mag ich nicht, hmmm Blutorangen eher auch nicht. Aber, aber ich wurde eines besseren belehrt. Die Muscheln perfekt auf den Punkt gebraten. Der Fenchel nicht zu anislastig und mit den Blutorangen – perfekt. Die leichte Fruchtigkeit des Salates unterstrick perfekt die Fruchtigkeit des Wein, der mit jedem Schluck an Volumen gewinnen konnte. Sehr, sehr fein…

    Vorspeise in der Bar Centrale

    Jakobsmuscheln in Butter gebraten
    auf Fenchel-Blutorangensalat

    Danach wurde als secondi piatti eine Wachtel & Gänseleber auf Caponatina
    von Aubergine mit Aceto Balsamico di Modena IGP gereicht. Als Weinbegleitung Nero D’Avola „Eloro“ DOC 2010.
    Die Wachtel war keine ganze Wachtel, sondern eine knusprig gebratene Wachtelbrust, gefüllt mit der Gänseleber…oh, oh……..war das lecker. Die Brust außen knusprig, innen ganz saftig und hatte ein sehr schönes Aroma mit der Gänseleber. Das Caponatina mit Auberginen, Rosinen, Pinienkerne – lauwarm, leicht süß, leicht säuerlich – tolle Harmonie. Dazu gab es einen Rotwein, der sehr schön nach schwarzer Johannisbeere roch, sehr vollmundig und wunderbar im Abgang war (hört sich schon ganz professionell an, gell? Fairerweise muss ich aber sagen, an unserem Tisch saß Michele Scarcella, ein Sommelier und Eigentümer der Weinhandlung Enoiteca Il Calice
    http://www.enoiteca-il-calice.de/frontend/weinhandlung.php

    Wachtel in der Bar Centrale

    Wachtel & Gänseleber auf Caponatina
    von Aubergine mit Aceto Balsamico di Modena IGP

    Als ersten Hauptgang freuten wir uns auf einen Rotwein, einen Nero D’Avola „Fontanelle“ DOC 2009 dazu auf geschmorte Rinderbacke auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus.
    Rinderbacken sind ja mittlerweile wirklich überall angekommen. Kaum ein Restaurant mit ein bisschen Anspruch, welche dieses Retro-Essen nicht auf der Karte hat (ich gebe zu, wir machen die auch gerne zu Hause). Die Backen waren superzart, allerdings ein bisschen ölig. Ich muss sagen, mir sind Ochsenbacken lieber. Die haben einfach mehr bumms. Das Sellerie-Kartoffelpüree war leider einen Hauch zu kalt, aber auch sehr gut. Die Trüffel natürlich wunderbar, klasse…Der Wein dazu – super. Angekündigt wurde er als ein recht schwieriger Wein, da er beim Öffnen der Flasche manchmal stinken kann und er nicht gerade charmant daherkommt und man ihm ein bisschen Zeit lassen muss, bis er sein wunderbares Aroma präsentiert. Also wir hatten Glück, nix hat gestunken, sondern er war einfach fein. Der Wein selber ist sehr selten. Aus zwei Weinstöcken kann gerade mal eine Flasche Wein gewonnen werden und die Reben sind über 50 Jahre alt. Der Nero D’Avola „Fontanelle“ DOC 2009 ist großartig vollmundig und passte natürlich, was auch sonst, prima zu den Rinderwangen. Selbst TB, der ja gar kein Rotweinfan mehr ist, war sehr angetan und das will was heißen 🙂

    Geschmorte Rinderbacke auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus

    Geschmorte Rinderbacke
    auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus

    Als nächstes sollte uns ein Syrah „Krio“ IGT 2010 mit Hirschrücken rosa gebraten mit dreierlei vom Muskatkürbis beglücken.
    Hat es auch!

    GHirschrücken rosa gebraten mit Dreierlei vom Muskatkürbis

    Hirschrücken rosa gebraten mit
    Dreierlei vom Muskatkürbis in der Bar Centrale

    Das dreierlei vom Muskatkürbis bestand aus einem Ravioli gefüllt mit Amarettini und Kürbis – so lecker – leicht süß, cremig innen, perfekte Pasta drumherum. Das Kürbispüree erinnerte mich ein wenig an Griessbrei. Nicht falsch verstehen, sehr guter Griesbrei. Die Konsistenz auf der Zunge brachte diese Erinnerung auf. Ich glaube auch einen Hauch von Zimt herausgeschmeckt zu haben. Der dritte Kürbis im Bunde, war ein klassisches süß-saures Gemüse. War zwar eine gute Abrundung zu den eher süßlichen anderen Varianten – ich stehe allerdings nicht wirklich drauf.
    Der Hirschrücken hat leider sein zartrosa verloren und war dadurch nicht ganz so gut gelungen. Geschmacklich dennoch gut. Leider aber halt zu durch.
    Auch hier hatten wir wieder einen perfekt passenden Wein. Was soll ich sagen..Rot, lecker..prima.

    Nachdem wir mehr als nur satt waren, gab es ja aber noch ein Dessert. Cannolo kenne ich eigentlich nur in der Mehrzahl als Cannoli und aus amerikanischen Krimis, wo die Italienstämmigen Detectives aus New York (oder waren es die Sopranos?) den ganzen Tag Cannolis essen. Später wurde diese dann durch Donuts abgelöst und heute vermutlich durch das Trendgebäck Cronuts :-).
    Egal – also unsere ersten Cannolis. Ich meinte ein Cannolo ist ein Röllchen gefüllt mit Ricotto (schon mal richtig) und ganz viel bäääh Zitronatszeugs…(nicht richtig). In der Tat ist ein knuspriges Röllchen mit ganz viel Puderzucker, gefüllt mit Ricotta und ein bisschen Pistazien.

    Cannoli in der Bar Centrale Berlin

    Cannoli in der Bar Centrale

    Ach und es war so lecker…warum hat mir das nicht schon jemand früher angeboten…warum hatte ich bis dato diese Köstlichkeit übersehen…..? Ist mein Leben nicht schon frustrierend genug?

    Dazu wurde ein Moscatello Dolce „Dulce Netum“ DOC 2007 gereicht. Von Geruch und Farbe sehr an einen guten Brandy erinnernd. Vom Geschmack, mild, nicht zu süß nach wilden Aprikosen schmecken (bilde ich mir, wann habe ich das letzte Mal ne wilde Aprikose gegessen..). Sehr passend für dieses grandiose Dessert. BRAVO!

    Moscatello Dolce "Dulce Netum" DOC 2007

    Moscatello Dolce „Dulce Netum“ DOC 2007

    Der Abend wurde kurzweilig begleitet von Domenico de Marco (ich erwähnte ja bereits seinen Charme) und Francesca Curto der Winzerin (die phantastisch gekleidet war – diese Italienerinnen sag ich euch..Geschmack haben sie).

    Meine Befürchtung, es gibt nur jeweils ein kleines Tröpfchen zu trinken, war vollkommen unbegründet. Es wurde immer wieder nachgeschenkt. Der Service in der Bar Centrale war aufmerksam, freundlich und sehr angenehm. Nochmals Bravo!

    So wer jetzt Lust auf die Weine vom Antica Azienda Agraria Curto bekommen hat, muss in die Bar Centrale gehen. Dort kann man auch das ein oder andere Fläschen für zu Hause bekommen. So und wenn Domenico weiterhin so fleissig ist, vielleicht auch bald bei dem ein oder anderen ausgewählten Weinhändler. Bei Interesse leite ich die Anfrage dann gerne weiter.

    Ich hatte die Bar Centrale gar nicht mehr so richtig auf dem Schirm. Definitiv ein Fehler. Das Essen und der Service sehr angenehm…Freude!

    http://www.bar-centrale.net/de/