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  1. Bar Centrale Berlin Yorckstraße

    Februar 5, 2014 by Christiane

    Sonntagabend waren wir von dem charmanten Domenico eingeladen, an einer Weinverkostung in der Bar Centrale teilzunehmen. Vielleicht ganz kurz zu Domenico – Domenico de Marco vertritt kleine Weingüter aus Italien und vermarktet diese im Direktvertrieb. Zumeist sind diese Weine bisher nur in sehr ausgewählten Restaurants erhältlich (schade, schade). Damit sich das ändert, gab es Sonntagabend eine Verkostung einiger Weine aus Sizilien in der Bar Centrale. Präsentiert wurden die Weine von Francesa Curto von dem Weingut Antica Azienda Agraria Curto aus Sizilien.

    Sizilanische Weinverkostung mit Domenico de Marco und Francesca Curto in der Bar Centrale in Berlin

    Sizilanische Weinverkostung mit Domenico de Marco und Francesca Curto in der Bar Centrale in Berlin

    Begleitet wurden die Weine von einem darauf abgestimmten Menü:

    Curto / Wein-Menü
    Inzolia „Poiano“ IGT 2012
    Jakobsmuscheln in Butter gebraten
    auf Fenchel-Blutorangensalat
    * * * * *
    Nero D’Avola „Eloro“ DOC 2010
    Wachtel & Gänseleber auf Caponatina
    von Aubergine mit Aceto Balsamico di Modena IGP
    * * * * *
    Nero D’Avola „Fontanelle“ DOC 2009
    Geschmorte Rinderbacke
    auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus
    * * * * *
    Syrah „Krio“ IGT 2010
    Hirschrücken rosa gebraten mit
    Dreierlei vom Muskatkürbis
    * * * * *
    Moscatello Dolce „Dulce Netum“ DOC 2007
    Cannolo Siciliano
    * * * * *
    49,00 €

    Aber bevor ich jetzt in die Details gehe, noch ein paar Worte zur Bar Centrale. Die Bar Centrale ist ein Klassiker unter den Berliner Restaurants. Kein Hype- Schuppen, sondern einfach ein gepflegtes Restaurant, welches sich der italienischen, gehobenen Küche widmet und eine gigantische Weinkarte bietet.

    Aber jetzt zum Essen und Trinken. Zum ersten Gang der Jakobsmuschel mit Fenchel-Blutorangensalat wurde ein Weißwein – ein Inzolia „Poiano“ IGT 2012 gereicht.

    Der Weißwein war ganz leicht, süffig und passte perfekt zu den Muscheln und Salat. Als ich die Vorspeise gelesen hatte, dachte ich mir so..hmmm Fenchel..mag ich nicht, hmmm Blutorangen eher auch nicht. Aber, aber ich wurde eines besseren belehrt. Die Muscheln perfekt auf den Punkt gebraten. Der Fenchel nicht zu anislastig und mit den Blutorangen – perfekt. Die leichte Fruchtigkeit des Salates unterstrick perfekt die Fruchtigkeit des Wein, der mit jedem Schluck an Volumen gewinnen konnte. Sehr, sehr fein…

    Vorspeise in der Bar Centrale

    Jakobsmuscheln in Butter gebraten
    auf Fenchel-Blutorangensalat

    Danach wurde als secondi piatti eine Wachtel & Gänseleber auf Caponatina
    von Aubergine mit Aceto Balsamico di Modena IGP gereicht. Als Weinbegleitung Nero D’Avola „Eloro“ DOC 2010.
    Die Wachtel war keine ganze Wachtel, sondern eine knusprig gebratene Wachtelbrust, gefüllt mit der Gänseleber…oh, oh……..war das lecker. Die Brust außen knusprig, innen ganz saftig und hatte ein sehr schönes Aroma mit der Gänseleber. Das Caponatina mit Auberginen, Rosinen, Pinienkerne – lauwarm, leicht süß, leicht säuerlich – tolle Harmonie. Dazu gab es einen Rotwein, der sehr schön nach schwarzer Johannisbeere roch, sehr vollmundig und wunderbar im Abgang war (hört sich schon ganz professionell an, gell? Fairerweise muss ich aber sagen, an unserem Tisch saß Michele Scarcella, ein Sommelier und Eigentümer der Weinhandlung Enoiteca Il Calice
    http://www.enoiteca-il-calice.de/frontend/weinhandlung.php

    Wachtel in der Bar Centrale

    Wachtel & Gänseleber auf Caponatina
    von Aubergine mit Aceto Balsamico di Modena IGP

    Als ersten Hauptgang freuten wir uns auf einen Rotwein, einen Nero D’Avola „Fontanelle“ DOC 2009 dazu auf geschmorte Rinderbacke auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus.
    Rinderbacken sind ja mittlerweile wirklich überall angekommen. Kaum ein Restaurant mit ein bisschen Anspruch, welche dieses Retro-Essen nicht auf der Karte hat (ich gebe zu, wir machen die auch gerne zu Hause). Die Backen waren superzart, allerdings ein bisschen ölig. Ich muss sagen, mir sind Ochsenbacken lieber. Die haben einfach mehr bumms. Das Sellerie-Kartoffelpüree war leider einen Hauch zu kalt, aber auch sehr gut. Die Trüffel natürlich wunderbar, klasse…Der Wein dazu – super. Angekündigt wurde er als ein recht schwieriger Wein, da er beim Öffnen der Flasche manchmal stinken kann und er nicht gerade charmant daherkommt und man ihm ein bisschen Zeit lassen muss, bis er sein wunderbares Aroma präsentiert. Also wir hatten Glück, nix hat gestunken, sondern er war einfach fein. Der Wein selber ist sehr selten. Aus zwei Weinstöcken kann gerade mal eine Flasche Wein gewonnen werden und die Reben sind über 50 Jahre alt. Der Nero D’Avola „Fontanelle“ DOC 2009 ist großartig vollmundig und passte natürlich, was auch sonst, prima zu den Rinderwangen. Selbst TB, der ja gar kein Rotweinfan mehr ist, war sehr angetan und das will was heißen 🙂

    Geschmorte Rinderbacke auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus

    Geschmorte Rinderbacke
    auf Kartoffel-Selleriepürree in Norcia-Trüffeljus

    Als nächstes sollte uns ein Syrah „Krio“ IGT 2010 mit Hirschrücken rosa gebraten mit dreierlei vom Muskatkürbis beglücken.
    Hat es auch!

    GHirschrücken rosa gebraten mit Dreierlei vom Muskatkürbis

    Hirschrücken rosa gebraten mit
    Dreierlei vom Muskatkürbis in der Bar Centrale

    Das dreierlei vom Muskatkürbis bestand aus einem Ravioli gefüllt mit Amarettini und Kürbis – so lecker – leicht süß, cremig innen, perfekte Pasta drumherum. Das Kürbispüree erinnerte mich ein wenig an Griessbrei. Nicht falsch verstehen, sehr guter Griesbrei. Die Konsistenz auf der Zunge brachte diese Erinnerung auf. Ich glaube auch einen Hauch von Zimt herausgeschmeckt zu haben. Der dritte Kürbis im Bunde, war ein klassisches süß-saures Gemüse. War zwar eine gute Abrundung zu den eher süßlichen anderen Varianten – ich stehe allerdings nicht wirklich drauf.
    Der Hirschrücken hat leider sein zartrosa verloren und war dadurch nicht ganz so gut gelungen. Geschmacklich dennoch gut. Leider aber halt zu durch.
    Auch hier hatten wir wieder einen perfekt passenden Wein. Was soll ich sagen..Rot, lecker..prima.

    Nachdem wir mehr als nur satt waren, gab es ja aber noch ein Dessert. Cannolo kenne ich eigentlich nur in der Mehrzahl als Cannoli und aus amerikanischen Krimis, wo die Italienstämmigen Detectives aus New York (oder waren es die Sopranos?) den ganzen Tag Cannolis essen. Später wurde diese dann durch Donuts abgelöst und heute vermutlich durch das Trendgebäck Cronuts :-).
    Egal – also unsere ersten Cannolis. Ich meinte ein Cannolo ist ein Röllchen gefüllt mit Ricotto (schon mal richtig) und ganz viel bäääh Zitronatszeugs…(nicht richtig). In der Tat ist ein knuspriges Röllchen mit ganz viel Puderzucker, gefüllt mit Ricotta und ein bisschen Pistazien.

    Cannoli in der Bar Centrale Berlin

    Cannoli in der Bar Centrale

    Ach und es war so lecker…warum hat mir das nicht schon jemand früher angeboten…warum hatte ich bis dato diese Köstlichkeit übersehen…..? Ist mein Leben nicht schon frustrierend genug?

    Dazu wurde ein Moscatello Dolce „Dulce Netum“ DOC 2007 gereicht. Von Geruch und Farbe sehr an einen guten Brandy erinnernd. Vom Geschmack, mild, nicht zu süß nach wilden Aprikosen schmecken (bilde ich mir, wann habe ich das letzte Mal ne wilde Aprikose gegessen..). Sehr passend für dieses grandiose Dessert. BRAVO!

    Moscatello Dolce "Dulce Netum" DOC 2007

    Moscatello Dolce „Dulce Netum“ DOC 2007

    Der Abend wurde kurzweilig begleitet von Domenico de Marco (ich erwähnte ja bereits seinen Charme) und Francesca Curto der Winzerin (die phantastisch gekleidet war – diese Italienerinnen sag ich euch..Geschmack haben sie).

    Meine Befürchtung, es gibt nur jeweils ein kleines Tröpfchen zu trinken, war vollkommen unbegründet. Es wurde immer wieder nachgeschenkt. Der Service in der Bar Centrale war aufmerksam, freundlich und sehr angenehm. Nochmals Bravo!

    So wer jetzt Lust auf die Weine vom Antica Azienda Agraria Curto bekommen hat, muss in die Bar Centrale gehen. Dort kann man auch das ein oder andere Fläschen für zu Hause bekommen. So und wenn Domenico weiterhin so fleissig ist, vielleicht auch bald bei dem ein oder anderen ausgewählten Weinhändler. Bei Interesse leite ich die Anfrage dann gerne weiter.

    Ich hatte die Bar Centrale gar nicht mehr so richtig auf dem Schirm. Definitiv ein Fehler. Das Essen und der Service sehr angenehm…Freude!

    http://www.bar-centrale.net/de/


  2. Unser neuer Blog Foodhunter in Berlin

    Juni 6, 2013 by Christiane

    bereits in einem anderen Beitrag habe ich schon geschrieben, wir nehmen ein zweites Blogprojekt auf.
    Unter http://foodhunter-berlin.de möchten wir in Zukunft berichten, wo man gute, tolle Lebensmittel in Berlin bekommen kann. Aber es gibt auch Onlineshops die ungewöhnliche Lebensmittel anbieten, diese möchten wir natürlich auch besuchen und testen. Heute ist der D-Day und wir haben erste Beiträge erstellt.
    Viele weitere werden in den nächsten Wochen folgen, wenn wir als Foodhunter durch Berlin schleichen oder im Internet nach den besten Produkten suchen.

    Unser neuer Blog www.foodhunter-berlin.de

    Unser neuer Blog www.foodhunter-berlin.de


  3. Markthalle Neun in der Eisenbahnstraße

    Juni 5, 2013 by Christiane

    Über die Wiederbelebung der alten Markthalle IX in der Eisenbahnstraße haben wir bereits vor längerem berichtet. Mittlerweile gehört es fast zum festen Wochenendritual in die Markthalle zu gehen um ein bisschen frisches Gemüse, Fisch oder Käse zu kaufen.
    Bisher haben wir nur einmal die Gelegenheit genutzt, in der Markthalle 9 etwas zu essen bzw. zu trinken. Eigentlich wollten wir uns mit Freunden, die einen kleinen Sohn haben, im Biergarten mit Spielplatz treffen – da aber das Wetter in der Vergangenheit nicht so dolle war, fiel dieser Plan regelrecht in’s Wasser.

    Spontan fiel uns dabei die Markthalle IX ein, welche im Innenbereich über eine Spieleecke verfügen und man sich an den vielen verlockenden Ständen Essen & Trinken besorgen kann. Auch dahingehend perfekt, da unsere beiden Freunde auch leidenschaftlich gerne kochen und essen und sie die Markthalle 9 noch nicht kannten.

    Angeboten werden neben Weine von der Weinhandlung Suff, die ansonsten in der Oranienstraße angesiedelt ist, Austern & Champagner, Tapas, Kuchen, Quiches, Smoked Barbeque, Räucherfisch, Landjäger, Meze. Ziegenkäseprodukte, Blumen, Gemüse aus dem Umland, freilaufende Eier (na jetzt liegen sie im Körbchen), Fleisch aus dem Umland.. und so viele feines mehr…

    Zusätzlich bietet auch das Markthallen Cafe eine nette Küche an, welche täglich frisch mit wechselndem Speisen angeboten wird. Sitzen kann man an alten Bierbänken, welche überall durch die Halle verteilt sind. Irgendwelche Ökogetränke (irgendwelche Saftschorle, ich meine aus Berlin) werden neben Champagner, Wein, Kaffee an Getränken etc. offeriert.

    Interessant finde ich auch die wilde Gärtnerei, die wilde Kräuter etc. anbietet und ebenso Säfte aus Wildobst. Das Etikett ist echt cool – sieht aus als ob sich Che Guevara verewigt hätte. Aber wenn man den Betreiber sieht, dann erkennt man schnell sein Konterfei. Ich kann mir gut vorstellen, wie auf der Jagd nach wildem? Obst ist und dieses mit einer Lanze oder Armbrust erobert.

    Apfelsaft von der wilden Gärtnerei aus dem Markthalle Neun

    Apfelsaft von der wilden Gärtnerei aus dem Markthalle Neun

    Es ist unglaublich nett und unterhaltsam mitten in einer Markthalle zu sitzen, ein Glas Wein zu trinken (Weissburgunder, wunderbar gekühlt von der Weinhandlung Suff ) sich bei dem ein oder anderen kleinen Rundgang zu überlegen, was noch in’s Einkaufstäschle soll oder gleich gefuttert werden muss. An unserem Tisch gab es dann Landjäger (sehr lecker), Kuchen, Chorizobaguette, später von unseren Freunden gemopsten Parmaschinken…

    Was uns sehr gut gefallen hat, dass viele verschiedene Menschen einkaufen, essen, trinken, sich treffen und es eine ungemeine urbane Atmosphäre ist. Ich würde sagen, SO 36 as it best.

    Die Markthalle hat Freitag & Samstag von 10:00-18:00 geöffnet. Das Markthallen Cafe täglich 12-16:00. Freitag und Samstag von 10:00-18:00. Donnerstagabend wird immer Street-Food angeboten. Müssen wir noch mit anderen Verfressenen ausprobieren 🙂
    Hin und wieder ist auch Sonntags in der Markthalle 9 was los, letzten Sonntag gab es den Naschmarkt.. Infos zur Markthalle 9 ist unter http://www.markthalleneun.de/


  4. The Grand Restaurant Berlin

    Juli 28, 2012 by Christiane

    wir hatten ja bereits über die Eröffnung vom The Grand Restaurant berichtet, konnten aber natürlich wenig zum Essen aussagen. Nachdem der erste Hype nachgelassen hat, waren wir gestern Abend mit Freunden dort verabredet waren und können daher fast live einen Bericht abliefern.

    Wir waren gestern gegen 19:00 dort verabredet und trafen auf ein recht leeres Restaurant, was aber mehr damit zu run hat, dass schicki mitti erst später zum speisen zu gehen pflegt. Durch einen kleinen VIP Bonus (Danke Tilo!!!) bekamen wir ein zauberhaftes Plätzchen auf der Sommerterrasse, welches uns erlaubte den Rest des Abend einen guten Blick auf das Geschehen und Schön und Schöner zu werfen. Die Terrasse ist ausgesprochen charmant und auf unserem kleinen grünen Lederbänkchen fühlten wir uns an diesem ausgesprochen warmen Abend sehr wohl. Die Tische sind schlicht weiß eingedeckt und bilden mit den Schiffs (oder Terrassen)- Dielen ein elegantes Esamble.

    Die Karte bietet bekanntes aus dem Rodeo wie die Etagere mit Meeresfrüchten, Austern, Beef Tartare , zu den Steaks mit auszuwählenden Beilagen, Caesar Salad, Steaks bis zum dry aged Beef für 98€ und vieles mehr. Zusätzlich kann man zwischen zwei Menüs wählen.

    3 oder 4 Gänge Fleisch & Fisch oder vegetarisch stehen ebenfalls zur Auswahl. Schnell entschied ich mich für folgende Menüfolge:

    Oktopussalat, schwarze Nuss und Schweinebauch
    Bachsaibling mit lauwarmen Kartoffel,-Radiesschen,-Gurkensalat
    Birnensorbet, Ganache und Babybirne (38€)

    Thomas entschied sich für 220g Beef Tatare zum selberanmachen und auch meine Portion zur Hälfte mit zu verputzen (23€)

    Unsere Begleitung (zwei sehr charmante Herren) entschieden sich zum Einen für das Gleiche Menü wie ich zum Anderen für die 4-Gänge (48€) mit Kalbsfilet als Hauptgang und Pfifferlinge (sorry auf der Menükarte stand noch was…glaube ich…Kalbsfussirgendwas).

    Schnell bekamen wir einen sehr lieben Gruß aus der Küche (mal wieder Danke Tilo…I‘ love you) der aus einer Vichysoisse( per se kaltes Kartoffelsüppchen aus Frankreich und wird Witschiwass gesprochen) und einer Jakobsmuschel in japanischem Semmelbrösel bestand. Das Süppchen..mmmmmhhhhh… war supersamtig mit einem leicht scharfen Abgang, ausgelöst durch ein bisschen Chili. Die Jakobsmuschel war sehr saftig und sah sensationell in dem japanischen Gekrösel aus. Hat auch so geschmeckt. Die Begleitung stimmte zu.
    Zusätzlich wurde wunderbares frisches Brot mit salziger Butter gereicht..da hätte ich gerne eine Cafe de Paris Butter gehabt, von der ich weiß, dass die Küche diese ausgezeichnet zubereitet.

    Als nächstes folgte der Oktopussysalat und sah einfach grandios aus. Auf dem gehackten Oktopus saß ein leuchtend pinkfarbener Babyoktopus (den bekam Thomas), feine hauchdünne Scheiben vom Schweinebauch – der übrigens ganz mager daherkam, dünn gehobelt die schwarze Nuss (ein Hammer, das kleine mutierte Walnüsschen) und irgendwelche bunte Marmelade. Kurz zusammengefasst – großes Kino Leute, großes Kino! Zart, saftig, überraschende Geschmäcker auf einem Teller, optisch TOP.

    Mein Hauptgang war der Bachsaibling. Wieder optisch ein Gedicht. Der Fisch zart, saftig und hätte nach Heinz Horrmanngesetz 5 sec. früher raus müssen. Ich fand ihn so perfekt. Zart, saftig fiel er blättrig auf die Gabel (an der Stelle hätte ich mir aus dem netten Kruppstahl ein Fischmesser gewünscht). Der Kartoffelsalat war fein gewürfelt, frisch mít der Gurke und den Radieschen und optimal für so einen warmen Abend. Aber die Sauce!!! Ein Schäumchen aus irgendwie Wein und Zitrone (klärte sich nachher auf – aber erzähle ich nicht, weil ich noch verwirrt bin von den Zutaten). Molekularkitchen lässt grüßen. Großartig. Mein Hauptgang großartig, großartig, geil.

    Thomas sein Beef oder Beauf Tartare kam klassisch daher. Cornichos, Kapern, Zwiebeln, Tomaten, Salz, Pfeffer usw.. Das Filet war wunderbar im Geschmack und die Menge hat auch noch für das Resteessen bei Mark gereicht. Kann man nichts falsch machen und ist ein wunderbares Gericht, wenn man sich an rohes Rinderfilet wagt.

    Christian berichtete, dass er auch sehr zufrieden mit seinem Kalb sei (er hatte den Bachsaibling als Zwischengang) sei. Sah ebenfalls optisch toll aus und das Fleisch aus der Ferne zart rosa. Die Pfifferlinge saher so perfekt geputzt aus, wie ich es nie hinbekomme – wie gamahlt…wein.

    Dazwischen wurde auch immer wieder frischens Brot gereicht und die Bedienung fragte lieb nach, ob auch alles fein sei und uns es auch gut gehe -nett 🙂

    Doch zum Dessert! Kann ich bitte die Rezepte haben, kann ich das Bitte jeden Tag bekommen, und wenn nicht, bitte, bitte dann wenigsten das Birnensorbet? Jeden Tag?

    Auf einem hübschen schmalen Teller wurde uns das Dessert gereicht. Ne ordentliche Portion Ganache (Schoko, Schoko), das besagte Sorbet (schlabber) und ein Babybirnchen zur Hälfte in Schoko getaucht + ein hauchzartes Schokostängelchen. Das Dessert war schokoladig, erfrischend und unbeschreiblich lecker.

    Jetzt könnte man sagen, ich schreibe das nur weil Tilo Roth (Küchenchef The Grand Restaurant) ein guter Freund ist und ich die Rezepte will (ja, die hätte ich echt gerne), aber Tilo und die uns kennen wissen, wenn’s nix wäre, hätten wir gemault. Und seien wir mal ehrlich, egal wer kocht, der Sparstrumpf musste für den Abend schon ein bisschen geräubert werden, da akzeptiere ich kein Gestümper. SO! Hat sich sooooo gelohnt, die nächsten Wochen bei trocken Brot und Billigwein unter der Brücke zu hausen ( ja ich übertreibe, bin aber Schwabe, ich darf, nein muß, sparsam rüberkommen)

    Aber jetzt muss ich trotzdem ein bisschen meckern. Die Getränkepreise. Für eine kleine Spezi oder Apfelsaft 4€ für einen 0.2 Veltliner 8€ finde ich zuviel. Den Espresso für 2.50€ war da das Schnäppchen.

    Aber Fazit: Wir hatten einen tollen Abend mit netten Freunden, tolles Wetter, charmanter Service, grandioses Essen und einen geschmälerten Geldbeuter. War’s aber absolut wert. Nix für jede Woche, aber gerne wieder.

    UND…freue mich trotzdem jedes Mal auf back – to – Kreuzberg..da sind die Leute einfach relaxter und ich muss keine hohen Haken tragen um reinzupassen. Aber underdorg zu sein in Mitte ist irgendwie auch cool, wenn’s Essen so schmeckt…

    Tilo – Rezepte….bitte, schneck, schleim, blinker, zwinker…


  5. Gri Gri zum zweiten

    Dezember 5, 2010 by Christiane

    wie im Frühstücksreport berichtet, wollten wir mal den neuen Koch testen und beschlossen am ersten Adventssonntag die Adventskarte zu testen.

    Wir immer wurden wir freundlich empfangen und nach dem Studium der ansprechenden Karte entschieden wir uns für 1/4 Ente mit Klößen und Rotkohl und eine Vesperplatte mit hausgeräucherten Gänsebrust, Apfelschmalz, Wildschinken, Bergkäse und selbstgebackenem Brot.

    Bei der Ente dachte ich mir zuerst, ob ich da wohl satt werde? Ja, wird man. Dieses Entlein war ganz schön kräftig und hatte eine schöne Kindheit in Brandenburg.

    Schön gebräunt und so zart, dass das aromatische, saftige Fleisch schon beim hingucken vom Gerippe fiel. Der Rotkohl selbst gemacht (logo) leicht nach Nelke schmeckend. Die Klöße, ebenfalls selbstgemacht entpuppten sich als Kartoffelklöße wie sie sein sollten. Biserl auf der Zunge brizelnd, locker, perfekt. Ich muss sagen, besser geht dieser Klassiker nicht zu machen. Hochachtung!

    Thomas war von seiner Versperplatte mehr als begeistert. Hervorragend geräuchert, würzig doch nicht den Gänsegeschmack überdeckend, das Schmalz fruchtig…Thomas glücklich. Ebenfalls so um die 13€. Fairer Preise – tolles Adventsessen. Unser Tipp…schnell reservieren!

    Kleiner Nachtrag: gestern waren wir mit Freunden dort. Ich wählte das Schnitzel Wiener Art mit Bratkartoffeln und Salat. Die Bratkartoffeln 10 Points. Super, knusprig, schön mit Zwiebeln – erste Sahne. Das Schnitzel wunderbar saftig, der Salat eine prima Mischung aus Feldsalat, Ruccola, Radiccio, Sprossen. Die Portion für 9,80 mehr als reichlich. Die Freunde entschieden sich für Brust & Keule von der Gans (ich denke da immer an Louis de Funes) und waren ebenfalls sehr angetan. Die Gänsebrust durfte ich probieren, sehr zart, knusprig. Vom Feinsten. Der Service wie immer ausgezeichnet!

    Jetzt gibt’s auch einen Internetauftritt unter

    http://cafe-grigri.de/


  6. Drei Schwestern im Bethaninhaus in Kreuzberg

    November 14, 2010 by Christiane

    Ja, man könnte glauben wochenlang schreiben wir nichts und danach treiben wir uns kulinarisch wild umher. Ja, könnte man. Iss aber nicht so. Die Restaurants die wir als gut befinden, bedürfen ja auch von Zeit zu Zeit unserer perönlichen, liebevollen Aufmerksamkeit. Dazu müssen wir natürlich ganz speziell das Cuno und Rosa Caleta erwähen. Letzteres bezeichnen wir mittlerweile als unser zweites Wohnzimmer und unsere jamaikanische zweite Heimat..Küsschen an Kirk & Troy)

    Aber zurück zu den drei Schwestern im Bethanienhaus am Mariannenplatz 2. Letzten Dienstag Abend war ich (Fischerin) mit zwei Kollegen und einem sehr lieben Geschäftsfreund dort zum Essen verabredet. Nachdem wir alle unabhängig voneinander den Eingang gesucht – ja und auch nach Wirren und Irren – gefunden haben (kleiner Tipp: Haupteingang, da wo man das Kirchenschiff vermutet) landet man in der ehemaligen Kapelle. Mein erster Gedanke war, wow, Mist, das wird bestimmt sehr laut und man versteht sein eigenes Wort nicht. Ist aber nicht so, toll gemacht.

    Die Karte liest sich schnell, ein paar Vorspeisen, Hauptgänge, ein paar Desserts. Nicht viel Auswahl aber durchaus ausreichend und mit max. 15.80€ für einen anspruchsvollen Hauptgang preislich absolut in Ordnung.

    Wir entschieden uns für die Kartoffelsteinpilzrolle, Barberie-Entenbrust, Irish Beef und Apfelschweinebraten.

    Ich wählte das Beef und bekam dazu frisches, knackiges Gemüse (manch einer würde sagen, zu al dente, ich mags aber sehr gerne so). Das Beef zart, hatte also wohl eine echt glücklich Kindheit im grünen Irland hinter sich, dazu Kartoffelplätzchen, die sehr luftig und doch knusprig waren. Reichlich und lecker! Der Rest der Gruppe bestätigte mir, dass sie alle sehr zufrieden sowohl mit dem Essen als auch dem Ambiente und Service sind. Ein Wort zum Service, sehr nett, sehr zuvorkommend und angenehm fröhlich! Also ich kann sagen, wir wurden sehr pfleglich behandelt und das Essen erinnerte gar nicht an ein altes Krankenhaus, welches das Bethanienhaus ganz früher mal war.

    So, da noch ein bisschen Luft in den Bäuchen war, mussten diese Lücke natürlich ein Dessert füllen. Ich entschied mich für die durstige Nonne (besoffene hätte besser gepasst) die als Haselnusstörtchen mit Orangenschaum daherkam. Grand Manier wurde großzügig im Teig versteckt. Kosten 2.50€ – prima Preis, prima Dessert.

    Meinem Kollegen durfte ich was vom Tongkabohnendessert stibitzen. Lecker! Sehr sogar. Auch der Apfelstrudel kam sehr gut.

    Hierzu mein Fazit. Klasse! Preis & Leistung Top. Service bekommt ein Sternchen von mir. Werde gerne wiederkommen und auch gerne im Sommer im Garten sitzen und liebevoll gepflegt werden (na eher mein Hunger).

    Preis für Chardonnay 0,2 L 3.50€

    http://3schwestern-berlin.de/


  7. neulich im Rodeo Berlin in Mitte – CLOSED

    November 14, 2010 by Christiane

    lange wird es ja leider das wunderbare Rodeo im alten Postfuhramt nicht mehr geben. Grund genug das Ersparte zusammenzukratzen und mit Freunden nochmals einen genussvollen Abend erleben.

    Dank der Freundschaft mit Tilo, bekamen wir einen superguten Platz am Rande, der zumindest uns Mädels einen ungetrübten Blick auf den Rest des Restaurants erlaubte. Nach unseren Apertifs entschieden wir uns für die diversen Menüs. Hier möchte ich nur kurz über meines berichten, welches aus einen Dreierlei vom Fasan als Vorspeise bestand (Praline, Capuccino und Pastete) einem Hirschsauerbraten & Hirschfilet mit Pastinakenpüree und einer Orangemousse. Das Fasanendreierlei wunderbar harmonisch, leichter Wildgeflügelgeschmack im Capuccino, Pastetchen zart, luftig und die Praline kräftig im Geschmack. Vielleicht ein bischen fest. Aber das ist mal wieder auf höchstem Niveau gemeckert. Das Hirschhauptgericht, wie soll es anders sein – herrlich zart – das Fleisch zerfiel regelrecht im Mund und das Pastinakenpüree harmonierte mit seiner Süße wunderbar mit dem herben Wildgeschmack. Die Sauce –  statter Glanz, satter Geschmack – molto bene.

    Auch das Dessert, sehr fein und bildete einen sowohl optisch als auch geschmacklich hervorragenden Abschluß.

    Ganz besonders möchte ich auch bemerken, dass Thomas sein Fisch ebenfalls bestens gemundet hat und perfekt gewürzt war :-). Tilo, Andi, Daniel und der Rest – wir vier haben uns an dem Abend bestens amüsiert und ausgesprochen lecker gegessen. Auch vielen Dank an den Gruß aus der Küche – die zarte, leicht glasige Jakobsmuschel auf Wildpilzen.

    Wir sind jetzt schon traurig, dass es diese wunderbare Location bald nicht mehr geben wird.

     ***PS..ist mir wieder eingefallen, Thomas wählte als Vorspeise das Rote-Beetchen-Süppchen mit Räucherbonbon…er war sehr begeistert. Jetzt muss ich wohl einen Aal zur Praline machen und nachkochen..


  8. Lavanderia Vecchia Neukölln

    September 12, 2010 by Christiane

    während Katrin’s kleiner Bruder kulinarisch aufregendes aus China berichten kann, hat es uns in das nicht minder aufregende Neukölln verschlagen. In die wunderhübsche Lavanderia in einem zweiten Hinterhof in der Flughafenstraße. Einschlägige Berichte lasen wir bereits in den üblichen Stadtmagazinen, mehrfach wurde wir gefragt, wart ihr da schon? Jetzt können wir mit einem wissenden Blick großspurig sagen, natürlich, selbstverständlich! Yes, wir waren da und würden gerne gleich wieder heute abend hingehen und morgen und übermorgen und…Aber stop…ein paar Stunden zurück.

    Reserviert hatten wir für gestern Abend. Erwartungsvoll betraten wir die „alte Wäscherei“. Cooler Laden war sogleich mein erster Gedanke. Weiße Tische und Stühle, schöne altmodische Tischdecken, überall Wäscheleinen mit schönen alten Geschirrtüchern, offene Küche, indirekte Beleuchtung. Der Wohlfühlfaktor trat sofort ein.

    Freundlich wurden wir an unseren Platz geführt, der uns einen perfekten Blick auf die offene Küche und die Köche erlaubte. Da es ein „Einheitsmenü“ gibt, blieb nur noch die Entscheidung zwischen Rot- oder Weißwein. Wasser, Öl, Brot, Salz, Pfeffer standen schon bereit. Die Teller fröhlich gemustert, endlich mal kein Einheits-Gastrogedöns. Prima, prima. Wir wussten bereits aus dem Internet was uns serviert werden würden und warteten daher hungrig und erwartungsvoll auf die 10 AntiPasti’s. Und schon gings auch los. Gestartet wurde mit einer klaren Fischsuppe, an der wir schnupperten und schmeckten. Ich fragte natürlich gleich „besserwisserisch“ nach ob die Suppe auch aus Muscheln und Anis gemacht wurde, was der Chef nach einer kurzen Rückfrage verneinen musste. Der wunderbare Geschmack kam von Meeresfrüchten (na ja sooo weit war ich jetzt auch nicht enfernt, paah). Sehr lecker. Danach folgte ein kleines Scheibchen Brot, welches ich mit Aioli identifizierte. war aber auch nicht so. Also hielte ich bei den vielen nachfolgenden Gängen lieber meine Klappe und machte diese nur auf, um wieder was superleckeres in diese zu schieben. Danach gab es wunderbaren Mozzarella mit Tomatenconfit (ich dachte Büffelmozarella, war aber aus Kuh und dem Umland – perfekte Täuschung), hervorragend fritierten Pulpo, wunderbar zartes Vitello Tonnato mit einer leichten Tunfischsauce wie sie besser nicht sein könnte, Carpaccio mit Ruccola und Bresaola, Bruscette und..und..und. Dazu prima Brot. Als „zweiter“ Gang wurden uns superschmale frische Taglioni mit einer Art Pilzen (vermuten wir mal, bin jetzt aber vorsichtig) serviert, die ebenfalls ausgezeichnet waren. Als Hauptgang gab es Kalbsbäckchen – sowas von schweinelecker – wobei der Begriff schweinelecker nach Brahms Tierwelt so wohl nicht korrekt ist. Zart, mürbe, das kleine Bäckchen zerfiel regelrecht im Mund und hinterliess nur ein perfektes Wohlfühlgefühl… Yummy!

    Als Dessert wurde eine Torta susina gereicht, ein Desserkuchen mit geschmackvollen Pflaumen. Auch wieder sehr fein und rundete den Abend auf’s Beste ab. Zum Menü gibt es soviel Wein und Wasser wie man möchte – für schmale 39€. Ich kann nur sagen, das Geld war sehr gut angelegt und wir gingen sehr glücklich und zufrieden nach Hause..und träumten von leckeren AntiPasti, einem glücklichen Kälbchen was uns sein Bäckchen schenkte.

    Wir sind ja auch große Fans der Hostaria in der Mittenwalder und in der Gräfestraße. Also die Lavandaria kann den beiden mehr als nur das Wasser reichen und da alle doch so unterschiedlich von der Lokalität sind könnte man Montags hierhin gehen, Dienstags dort und Mittwochs da..(danach gehts dann straight ahead zum Schönheitschirugen, Magenband anlegen.)

    http://www.lavanderiavecchia.de/

    PS: Der Service – um diesen nicht zu vergessen – war sehr freundlich und aufmerksam, nur hätten wir uns gewünscht, das uns die einzelnen Gänge angesagt worden wären. Es liegt zwar der Menüplan aus, aber die Reihenfolge bei den Antipasti waren machmal anders und unser italienisch ist nun, sagen wir mal so,…aähmm….rudimentär. Aber das ist auch schon das Einzige was es zu meckern gibt..

    Also volles Lob für die Lavanderia Veccia und seinen hochbegabten Koch. Wir kommen gerne wieder, bis dahin arrivederci, ciao bella Lavanderia….


  9. Restaurant Mumbai in Ägypten, Hurghada, Grand Hotel Mall

    Juli 24, 2010 by Christiane

    von aussenwie kommt man auf die Idee, über ein indisches Restaurant in Ägypten zu schreiben? Ganz einfach – weil wir dort waren und sowohl vom Essen als auch der Atmosphäre und Einrichtung sehr begeistert waren.

    Gut, mag auch sein, dass uns das Essen im Hotel gelangweilt hat (und wie!!!).

    Als Appetizer gab es ein phantastisches Ananas-Zimt-Chutney, Tandori-Zwiebeln und eine scharfe, würzige rote Sauce. Sehr gelungen. Wie wir erfahren haben, fliegt der Chefkoch auch regelmäßig nach Indien um frische Gewürze und Kräuter zu kaufen. Gut so!

    Als Vorspeise bestellten wir uns Samosas, die genauso schmeckten wie sie sollten.

    Für den Hauptgang entschieden wir uns für Murg Tikka Masala (Hühnchen mit Tomaten-Zwiebeln), begleitet von Reis und Naan Garlic (Traditionelles Brot mit Knoblauch) und Thomas für Mumbai Kepab Selection die aus Samosas, Chicken Tikka und Ajwaini Mati Tikka (Fischsteaks mit Joghurt-Kardamon-Sauce) bestand. Alles sehr fein gewürzt, cremig..lecker. Portionsgröße wie auch in Deutschland gewohnt.

    Zum Dessert bekamen wir vom Restaurantbesitzer noch Zaffani Phirni, einen Pudding aus Semiola-Gries mit Pistazien und Safran. Habe ich noch nie gegessen, würde ich aber wieder 🙂

    Weil es so lecker war, besuchten wir das Restaurant gleich ein paar Tage später wieder. Diesesmal entschieden wir uns für Lacka Paratha (geschichtetes Brot mit Butter), Gosh Seekh Kepab (indische Lammkepabs aus dem Holzofengrill) und Lammkotletts mit Ingwer aus dem Tandooriofen.

    Nicht billig dat janze, also wer günstige Ägypten-Preise erwartet wird enttäuscht. Die Preise im Mumbai Restaurant, entsprechen denen in Deutschland. Aber das wars wert. Einfach sehr lecker und gut..und es hat so schön gerochen. Allein dafür würde ich wieder in das ansonsten stinklangweilige Hurghada fahren.

    Zu finden in der Grand Mall auf der rechten Seite.

    Restaurant Mumbai


  10. Rodeo Resort, Mitte hinter dem Hamburger Bahnhof

    Mai 28, 2010 by Christiane

    Direkt hinter dem Hamburger Bahnhof und dem Mitte Meer, hat sich des Rodelos neuste Errungenschaft versteckt. Das Rodeo Ressort. Ein hübscher Sandstrand, und ein nagelneu erbautes, offenes, zweistöckiges Gebäude ohne Fenster und Wände, geben einem schnell das Gefühl direkt in die Raffaelo-Werbung gesprungen zu sein. Weiße Tische und Stühle, schwarze Kissen, ein paar Decken für kühle Tage (und es war kühl), also hübsch dekoriert, laden zum längeren verweilen ein. Mehrere große Lavagrills versprechen leckeres vom Grill.

    kleiner Blick bei Regenwetter

    Die Karte liest sich toll. Wunderbare Steak, Salate – auch mal ein bischen anders, Beef Tea, Gazpacho und sogar ein Wagye-Steak. Schön auch frischer Fisch wie Dorade. Geliebte Klassiker wie Sauce Bernaise und Cafe de Paris Butter sind endlich mal wieder auf einer Karte zu finden. Dazu können dann nach Gusto Beilagen bestellt werden. Weil wir ganz liebe Menschen sind, hat uns Tilo auch ein bischen verwöhnt – vielleicht aber auch, weil wir dem Pfingstumwetter trotzten und brav beim Regenschauer angepackt haben.

    Als Probiererle bekamen wir ein knusprig geröstetes Crostini mit kräftigem französischem Ziegenkäse und frischer Feige und ein hervorragendes Gazpacho, würzig abgeschmeckt, perfekt in der Konsistenz mit Riesen- Tiger-Prawn. Siehe Foto.

    Gazpacho

    Der Service um Restaurantleiter Norbert muss sich zwar noch ein bischen einspielen und ein Unwetterkonzept muss noch her – aber es lässt auf höchstem Niveau hoffen.

    Also wir haben uns sehr wohl gefühlt, nette, liebevoll zubereitete Lekkerlies von Tilo und seinem supernetten Küchenteam genossen, einen tollen Blick auf Kanal, Hamburger Bahnhof und Reichstag kennengelernt und kommen gerne wieder. Und für  „last order“ liegt gleich der Invalidenfriedhof gegenüber * kleiner Insiderscherz *.

    Noch zur Info: Kartenzahlung sollte jetzt auch möglich sein, Liegestühle gibts, eine Veranstaltungshalle und einen Club. Bei schönem Wetter empfehlen wir eine Reservierung.

    Und wie ich vor wenigen Stunden erfahren habe, wird unser lieber Andi, geschätzt aus dem mittlerweile geschlossenem MIR und dem GILKA, das Team unterstützen. Also ich freue mich schon auf die lauschigen Abende mit Tilo, Andi und der supernetten Küchencrew.

    UPDATE

    Gestern bei schönem Wetter haben wir unseren Geschäftsfreund aus HH geschnappt, um einen erfolgreichen Tag schön ausklingeln zu lassen. Dank der lieben, persönlichen Beratung von Tilo entschieden wir uns Vorab für den Vorspeisenteller, den wir uns brüderlich / schwesterlich teilten. Es gab: CousCous Salat, italienischen Kartoffelsalat, verfeinert mit Kapern, getrockneten Tomaten und Kapern, die wunderbaren Crostini mit Ziegenkäse und Feige, Großgarnelen, wie oben beschriebendes Gazpacho und frische Blattsalate.*****GLÜCKLICK***** Danach folgten wir der Empfehlung zu Rindersteaktranchen (200g), Pommes Alumet (Streichholzfritten), Cafe de Paris Butter und einem schlichten Blattsalat.

    Das Fleisch war perfekt zubrereitet und von bester Qualität (wat sonst auch), harmonierte wunderbar mit der Butter. Zu den Pommes gab es noch selbstgemachte Mayo, Ketchup, glaube ein anders scharfes Sösschen und Dijonsenf. Und weil der Tilo ein ganz Guter ist, durften wir noch die Sauce Bernaise, grünen Bohnensalat und einen aromatischen Tomatensalat probieren. Ja der Tisch bog sich. Kurz gesagt: 1 Sahne…

    HALT STOP: ich muss doch mal mäkeln…die kleinen, feinen Pommes sind gar nicht so einfach für Grobmotoriker. Die fielen immer runter von der Gabel…und wollten auch quer in den Mund. Bis man da die Technik raus, sind se kalt. Kann das Rodeo was dafür…nö….ich brauche nur mehr als Trainingseinheiten..

    Dann gab es Dessert: wieder habe ich mich hilfesuchend an Tilo wenden müssen, so klang doch alles nach haben will (aber nicht mehr können, da die Portionen sehr ausreichend sind). Bekommen habe ich eine Apfeltarte mit Chassis- und Schokoladeneis und Mangowürfelchen. Habe fast alles aufgegessen..das Cassiseis war der Hammer und das Schkoeis – ach überhaupt. Optisch an der Stelle – alles sehr schön. Meine Begleitung entschied sich für den Panna Cotta ebenfalls mit Mango. Er wirkte sehr, sehr zufrieden.

    Noch ein paar Worte zum Service: Sehr freundlich, sehr zuvorkommend immer mit einem Lächeln. So soll’s sein.

    Also Gratulation zum Rodeo Resort. Location, Küche, Service 10 Points

    Ach zu den Preisen: Ich sage mal es ist preiswert! Im Sinne – es ist seinen Preis echt, echt Wert. Nix für jeden Tag, aber für Urlaub, verwöhnt werden, Geburtstag haben, Sonne scheint und um Gästen aus Hamburg (Grüssle an Thomas aus HH) zu imponieren (und wie er sagte, das ist eine echte Steilvorlage) perfekt. Hingehen! RODISSIMO bravo applaus

    www.ressort-berlin.de